Aufwärts, wenn auch langsam
Vermarkter Die PubliGroupe verbessert ihr operatives Geschäftsergebnis und ist verhalten optimistisch.
Vermarkter Die PubliGroupe verbessert ihr operatives Geschäftsergebnis und ist verhalten optimistisch.Die PubliGroupe hat ihren Umsatz 2004 um 2 Prozent auf 1,98 Milliarden Franken gesteigert. Während der Umsatz im heimischen Werbemarkt (PubliPresse) gegenüber dem Vorjahr erneut um 1 Prozent sank, konnte die Gruppe im Ausland (Publicitas Promotion Network, PPN) eine Steigerung um 9 Prozent erzielen. Diese kam primär in den asiatischen und europäischen Märkten zu Stande; in Nordamerika büsste PPN jedoch 11 Prozent ein. Der Bereich PubliDirect (Gelbe Seiten) entwickelte sich weiter positiv und übertraf trotz nunmehr dreijähriger Rezession sogar die Erwartungen. In der Schweiz konnte sich diese Division um 7 Prozent und in Frankreich um 10 Prozent verbessern, der Gesamtumsatz ist um 7 Prozent höher als im Vorjahr.Auch der Webdienstleister Namics setzte 17 Prozent mehr um, indem er seine Aktivitäten in der Schweiz ausbauen und markante Fortschritte auf dem deutschen Markt realisieren konnte. Die Mitte Jahr zugekaufte Cinecom wurde erstmals konsolidiert, deren Einnahmen aus dem Verkauf von Kino- und Fernsehwerbung beliefen sich im zweiten Halbjahr auf 25 Millionen Franken, ihr Gesamtumsatz betrug im selben Zeitraum insgesamt 40 Millionen Franken.
Sämtliche Divisionen der Gruppe konnten ihre Ergebnisse verbessern, sei es durch Umsatzsteigerung und/oder durch weitere signifikante Kostensenkungen. Das Betriebsergebnis werde die Marke von 60 Millionen Franken übertreffen, schreibt die PubliGroupe. Im Vorjahr resultierten nur 34 Millionen Franken. Das konsolidierte Konzernergebnis soll sich in der Grössenordnung von 50 Millionen Franken bewegen. Die detaillierte Jahresrechnung 2004 wird am 23. März publiziert.
Bezüglich Prognosen für das laufende Jahr gibt sich die PubliGroupe vorsichtig. Das Verhalten der Inserenten lasse auf keinen allgemein gültigen Trend schliessen, heisst es. Während zur gleichen Zeit und manchmal in derselben Branche einzelne Inserenten ihre Kommunikationsbudgets sprunghaft aufstockten, würden andere ihre Etats ebenso plötzlich zurückfahren. Die Werbemärkte seien dadurch sehr volatil geworden.
Berechenbarer sind einzig die einzelnen Rubriken. Die Stellenanzeigen, die im zweiten Halbjahr 2004 einen Wachstumsschub von 11,2 Prozent verzeichneten, liegen im Jahresvergleich erstmals seit drei Jahren wieder im Plus (+1 Prozent), ebenso die Immobilieninserate (+5 Prozent). Auf Grund der aktuellen Einschätzung rechnet die PubliGroupe für 2005 mit einem leichten inneren Wachstum, das zusätzlich durch die Übernahme der NZZ-Regie und die volle Konsolidierung von Cinecom beflügelt werden dürfte.
Ferner hat der PubliGroupe-Verwaltungsrat beschlossen, auf Stufe Konzernleitung zwei neue Funktionen zu schaffen. Mit Brigitte Schleipen als Direktorin der neuen Konzernabteilung Human Resources und Moritz Wuttke als Direktor für Business Development hat er zwei neue Mitglieder in die Konzernleitung berufen.
Marcel Kohler wird Direktor40 Prozent des Zürcher Unterländers und 20 Prozent der Zürichsee Presse tritt die PubliGroupe der NZZ ab – im Austausch gegen die Anzeigenregie der NZZ sowie eine Minderheitsbeteiligung an der NZZ-Tochter Freie Presse Holding (FPH). Wie gross der P-Anteil an der FPH sein wird, steht aber noch immer nicht fest. Klar ist, dass die Publicitas-Zweigniederlassung NZZ Media mittlerweile gegründet ist. Als Direktor amtet der bisherige NZZ-Anzeigenleiter Marcel Kohler, flankiert von nicht weniger als drei Vizedirektoren, nämlich Stefan Bernet, Markus Stettler und Daniel Truttmann. (mk)
2004 konnte die PubliGroupe ihren Umsatz steigern, für das laufende Jahr sind die Prognosen vorsichtig.
Markus Knöpfli
Sämtliche Divisionen der Gruppe konnten ihre Ergebnisse verbessern, sei es durch Umsatzsteigerung und/oder durch weitere signifikante Kostensenkungen. Das Betriebsergebnis werde die Marke von 60 Millionen Franken übertreffen, schreibt die PubliGroupe. Im Vorjahr resultierten nur 34 Millionen Franken. Das konsolidierte Konzernergebnis soll sich in der Grössenordnung von 50 Millionen Franken bewegen. Die detaillierte Jahresrechnung 2004 wird am 23. März publiziert.
Bezüglich Prognosen für das laufende Jahr gibt sich die PubliGroupe vorsichtig. Das Verhalten der Inserenten lasse auf keinen allgemein gültigen Trend schliessen, heisst es. Während zur gleichen Zeit und manchmal in derselben Branche einzelne Inserenten ihre Kommunikationsbudgets sprunghaft aufstockten, würden andere ihre Etats ebenso plötzlich zurückfahren. Die Werbemärkte seien dadurch sehr volatil geworden.
Berechenbarer sind einzig die einzelnen Rubriken. Die Stellenanzeigen, die im zweiten Halbjahr 2004 einen Wachstumsschub von 11,2 Prozent verzeichneten, liegen im Jahresvergleich erstmals seit drei Jahren wieder im Plus (+1 Prozent), ebenso die Immobilieninserate (+5 Prozent). Auf Grund der aktuellen Einschätzung rechnet die PubliGroupe für 2005 mit einem leichten inneren Wachstum, das zusätzlich durch die Übernahme der NZZ-Regie und die volle Konsolidierung von Cinecom beflügelt werden dürfte.
Ferner hat der PubliGroupe-Verwaltungsrat beschlossen, auf Stufe Konzernleitung zwei neue Funktionen zu schaffen. Mit Brigitte Schleipen als Direktorin der neuen Konzernabteilung Human Resources und Moritz Wuttke als Direktor für Business Development hat er zwei neue Mitglieder in die Konzernleitung berufen.
Marcel Kohler wird Direktor40 Prozent des Zürcher Unterländers und 20 Prozent der Zürichsee Presse tritt die PubliGroupe der NZZ ab – im Austausch gegen die Anzeigenregie der NZZ sowie eine Minderheitsbeteiligung an der NZZ-Tochter Freie Presse Holding (FPH). Wie gross der P-Anteil an der FPH sein wird, steht aber noch immer nicht fest. Klar ist, dass die Publicitas-Zweigniederlassung NZZ Media mittlerweile gegründet ist. Als Direktor amtet der bisherige NZZ-Anzeigenleiter Marcel Kohler, flankiert von nicht weniger als drei Vizedirektoren, nämlich Stefan Bernet, Markus Stettler und Daniel Truttmann. (mk)
2004 konnte die PubliGroupe ihren Umsatz steigern, für das laufende Jahr sind die Prognosen vorsichtig.
Markus Knöpfli
