Auf ZO-Online purzeln die Millionen
Die Website der Zürcher Oberland Medien konnte ihr regionales Newsportal in den vergangenen Monaten weiter ausbauen.
Im Juni wurden auf der Internetplattform ZO-Online bereits drei Millionen Seitenabrufe pro Monat registriert – ein Wert, der bis vor kurzem mit einem rein regional ausgerichteten Onlineportal noch unerreichbar schien, schreibt das Verlagshaus in einer Mitteilung vom Mittwoch. Nun zeigen die offiziellen Messwerte des Monats August, dass ZO-Online schon eine weitere Millionengrenze überschritten hat: 4’391’085 Seiten wurden abgerufen. In der gleichen Zeitspanne hat das Forschungsunternehmen Wemf über 400’000 Besuche registriert.
Konsequent regional
Als eines der ersten Verlagshäuser setzt Zürcher Oberland Medien auch im Internet auf eine konsequente Regionalstrategie. Statt den Newsportalen der grossen Tageszeitungen nachzueifern, berichtet ZO-Online tagesaktuell über das politische und gesellschaftliche Geschehen in der Region. Besonders beliebt seien die Bildstrecken regionaler Veranstaltungen. Statt Cüpli-Szenen im Zürcher Kaufleuten zeigen sie Impressionen der ländlichen Viehschau – und zwar noch bevor die letzten Kühe wieder im Stall stehen. In dieser Unmittelbarkeit und Nähe zu den Menschen der Region sieht die Redaktion den Kern einer erfolgreichen Online-Strategie.
Zukünftige Finanzierung über «Paywall»
Mit den Besucherzahlen steigen auch die Ansprüche und damit die Aufwendungen für ZO-Online. Der Grosserfolg macht sich zwar bereits in steigenden Werbeumsätzen bemerkbar. Diese vermögen den redaktionellen Aufwand aber nicht zu decken. Ein Weg zum rentablen Betrieb führt über die Einführung einer «Paywall», einer Kostenpflicht für bestimmte regionale Inhalte. In welcher Form eine solche «Paywall» eingeführt wird, entscheiden die Geschäftsleitung und der Verwaltungsrat in den nächsten Monaten.
