2000 Personen gedenken in Genf

In der Schweiz haben am Samstag rund 2500 Menschen der Opfer des Angriffs auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo gedacht. Im Bellinzona gedachten rund 500 Menschen den Terroropfern in Frankreich. In Genf nahmen rund 2000 Personen an einem Solidaritätsmarsch teil.

Die Teilnehmer des Fackelzugs standen damit für die Meinungsäusserungsfreiheit, die Presse, den Humor und das Recht ein, karikieren zu dürfen. Sie zogen am frühen Abend durch die Genfer Innenstadt bis zum französischen Konsulat. Vor dessen Toren entzündeten sie Kerzen oder legten Blumen nieder. Viele Teilnehmer trugen auch Schilder mit der Aufschrift «Je suis Charlie» bei sich oder zeigten Titelseiten der französischen Satirezeitschrift. Andere wiederum streckten Bleistifte in die Höhe. Die Teilnehmer skandierten Parolen wie «An jene, die die Welt beherrschen wollen: Die Welt leistet Widerstand». Zu hören war auch der Wahlspruch der französischen Revolution «Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit». Die französische Konsulin Odile Soupison dankte all jenen, die seit Mittwoch den Toten die Referenz erwiesen und ihre Entrüstung über die Attentate ausgedrückt haben. Sie rief dazu auf, Werte wie die Freiheit und den Pluralismus zu verteidigen. Zu Beginn der Kundgebung hatte Michel Schweri von Reporter ohne Grenzen daran erinnert, dass alleine im vergangenen Jahr 66 Journalisten wegen ihrer Arbeit getötet worden waren.

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Kundgebung am Samstag in Genf (Keystone)

Kundgebung der Stille in Bellinzona

In Bellinzona kamen am Samstagnachmittag rund 450 bis 500 Menschen zu einer stillen Kundgebung mit dem Titel «Je suis Charlie» auf der Piazza Governo zusammen. Das seien viele für Bellinzona, sagte Paola Zufolo-Darani von der SP auf Anfrage. Zur Kundgebung aufgerufen hatte die SP sowie die Gewerkschaft Syndicom Ticino. Als einziger Redner habe der Tessiner Karikaturist Corrado Mordasini in berührenden Worten zu den Versammelten gesprochen, sagte Zufolo-Darani. Die SP hatte aufgerufen, in der Stille und ohne Parteizeichen oder Fahnen für eine  tolerantere Welt ohne Gewalt und ohne Fanatismus einzustehen. Am Sonntag soll im Tessin eine weitere Demonstration zum Gedenken an die getöteten Karikaturisten und Journalisten von Charlie Hebdo stattfinden. Zur Kundgebung in Lugano haben Expats auf Facebook aufgerufen. (SDA)

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