20 Minuten publiziert TV-Quoten

Seit Monaten wird über die TV-Quoten spekuliert beziehungsweise ihre Richtigkeit infrage gestellt. 20 Minuten hat die Zahlen nun publiziert. Sie zeigen deutliche Verschiebungen im Markt. SRF gewinnt, die Privatsender verlieren.

. SRF wollte gegenüber 20 Minuten die Zahlen nicht kommentieren.

tvquoten
Marktanteil der TV-Sender (Durchschnitt von Januar und Februar, Zeit: 18:00 bis 23:00 Uhr, Zielgruppe: 14- bis 49-jährige Deutschschweizer) in Prozent. Quelle: 20 Minuten.

Im Bericht zitiert 20 Minuten zudem einen Insider, der auf weitere Ungereimtheiten in den Daten hinweist: «Weshalb zum Beispiel ist bei den neuen Zahlen der TV-Konsum im Tessin plötzlich doppelt so lange wie noch im Jahr 2012? Oder weshalb ist laut neuesten Zahlen zeitversetztes Fernsehen besonders in der Westschweizer angesagt?», fragt sich dieser. Insbesondere angezweifelt werde die neue Mess-Art, das sogenannte Audio-Matching. Der Insider: «Das System ist ganz offensichtlich nicht fähig zu unterscheiden, ob ein Zuschauer beispielsweise ‹CSI:Miami› auf einem Privatsender, über Zattoo oder zeitversetzt auf seiner Set-Top-Box anschaut. So werden Zuschauer schlicht den falschen Sendern zugeordnet.» Darüber hinaus gebe es Zweifel an der korrekten Stadt-Land-Gewichtung: «Je stärker die ländliche Bevölkerung gewichtet ist in der Grundgesamtheit, desto besser für den Service public-Sender», sagt der Insider gegenüber 20 Minuten weiter. Das könne ein Grund sein, weshalb SRF im Vergleich zum Vorjahr besser abschneidet als die Privaten.

Derzeit prüfen Experten die Messmethode (Werbewoche.ch berichtete). Das zweite Hearing zu den Expertenberichten mit dem Bundesamt für Kommunikation Bakom, Sendern und der Werbebranche findet nächste Woche statt.

(Teaser-Bild: Keystone)
 

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