20 Minuten Gruppe baut etwa 35 Stellen ab

Um eine wirtschaftlich nachhaltige Basis zu erhalten und Investitionen in Innovation zu ermöglichen, seien bei 20 Minuten Massnahmen zur Kostensenkung notwendig. Das bedeutet einen Abbau von voraussichtlich 35 Stellen.

Die digitale Transformation macht auch vor 20 Minuten nicht Halt: Die steigenden Digitalumsätze können die sinkenden Printumsätze nicht kompensieren, teilte das Medium heute mit. Die digitalen Werbeerträge aus der Schweiz werden in erster Linie von den globalen Tech-Giganten abgeschöpft. Entsprechend habe sich der Betriebsumsatz von 20 Minuten seit 2019 um rund einen Fünftel verringert (von 147 Mio. im 2019 auf 115 Mio. CHF im 2022).

Mit der notwendigen Senkung der Kostenbasis passe sich 20 Minuten den Realitäten der digitalen Transformation an und stelle sich zukunftsfähig auf, um weiterhin Investitionen in die Innovation tätigen zu können. Neben laufenden Einsparungen im Verlag und bei den Sachkosten werden die Personalkosten der Redaktionen reduziert. Wo und in welchem Umfang Einsparungen erfolgen müssen, habe die Geschäftsleitung nach sorgfältiger unternehmerischer Prüfung aller Aktivitäten ermittelt.

Neue Redaktionsstruktur in der Romandie

Die Redaktion von 20 minutes, die ebenfalls die Redaktion von lematin.ch und die Agentur Sport-Center umfasst, ist mit 104 Mitarbeitenden eine der grössten Redaktionen der Westschweiz. Vor rund zwei Jahren wurde die Redaktion um 20 Stellen ausgebaut. Die damit verbundene Umsatzerwartung sei jedoch nicht erfüllt worden. Stattdessen sei es zu einem deutlichen Rückgang gekommen. Darum müsse die Grösse der Redaktion in der Romandie angepasst werden. Voraussichtlich sollen 28 Mitarbeitende vom Stellenabbau betroffen sein. Mit einer Vereinfachung der Redaktionsstruktur, der Einführung einer ressortübergreifenden Arbeitsweise sowie dank neuen technologischen Möglichkeiten und der Zusammenarbeit innerhalb der 20 Minuten Gruppe bleibe das redaktionelle Angebot reichhaltig. Dabei sollen die Ressourcen der Redaktion von 20 minutes jene von Konkurrenzangeboten weiterhin massiv übersteigen.

Die Massnahmen in der Westschweiz stehen unter Vorbehalt der Ergebnisse des Mitwirkungsverfahrens mit den Mitarbeitenden, welches umgehend eingeleitet wird. Betroffene Mitarbeitende werden durch einen Sozialplan unterstützt.

Stellenabbau auch in der Deutschschweiz

Die Redaktion von 20 Minuten in der Deutschschweiz beschäftigt 145 Mitarbeitende. Zur Reduktion der Kostenbasis sei ein Stellenabbau in der Redaktion ebenfalls unumgänglich. Davon seien sieben Mitarbeitende betroffen, drei Mitarbeitende müssten zudem das Pensum leicht reduzieren. Auch in der Deutschschweiz komme ein Sozialplan zur Anwendung.

 

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