«Zensierte» Kampagnen
Werbeverbote Mit einem von Publicis konzipierten Werbefeldzug will die Allianz Stimmung gegen die Einführung von Werbeverboten machen.
Werbeverbote Mit einem von Publicis konzipierten Werbefeldzug will die Allianz Stimmung gegen die Einführung von Werbeverboten machen.Die Idee ist einfach: Mit bestehenden Kampagnen, zensuriert mit Balken, wirbt die Allianz gegen Werbeverbote für «Meinungsfreiheit». Konzipiert wurde die Werbeidee von Publicis. Sie setzte sich gegen zwei andere Agenturen im Pitch durch. «Wir haben uns für diese Kampagne entschieden, weil sie treffend und vielseitig anwendbar ist», erklärt Piero Schäfer, Kommunikationsbeauftragter der Schweizer Werbung. Für die Umsetzung zuständig waren CD Markus Gut, das Beratungsduo Christian Siegrist und Sylvia Goetschel sowie Cornelia Harder in der Projektleitung.
Wann die Kampagne, die aus Plakaten, Inseraten, TV- und Radio-Spots besteht, lanciert wird, steht noch nicht fest. «Wir rechnen mit Juni», sagt Harder. Bereits jetzt erhielt sie von sechs Firmen grünes Licht, deren Werbung in der Kampagne «missbraucht» wird: Swisscom, Heineken, Mobiliar, Renault, Migros und Coca-Cola.
Druck machen will die Allianz auch auf politischem Terrain: Sie beschloss, die Bestrebungen mancher Kantone mit Referenden zu bekämpfen, die ähnlich wie in Genf ein kantonales Tabakwerbeverbot erlassen wollen. Dank Einbindung des Schweizerischen
Gewerbeverbandes verfügt die
Allianz über die dazu notwendigen Strukturen. Zwar liegen derzeit keine weiteren Gesetzesvorlagen vor. Vorstösse, die ein Tabakwerbeverbot fordern, sind aber in verschiedenen Kantonen noch hängig. In Bern hat die Regierung die Aussenwerber zudem aufgefordert, vor einem allfälligen Gesetzeserlass freiwillig auf Tabakwerbung zu verzichten. Auch gegen diesen Vorschlag wird die
Allianz lobbyieren. Allianz-Kampagne: Werbeverbote sind «Zensur».
(mk/af)
Wann die Kampagne, die aus Plakaten, Inseraten, TV- und Radio-Spots besteht, lanciert wird, steht noch nicht fest. «Wir rechnen mit Juni», sagt Harder. Bereits jetzt erhielt sie von sechs Firmen grünes Licht, deren Werbung in der Kampagne «missbraucht» wird: Swisscom, Heineken, Mobiliar, Renault, Migros und Coca-Cola.
Druck machen will die Allianz auch auf politischem Terrain: Sie beschloss, die Bestrebungen mancher Kantone mit Referenden zu bekämpfen, die ähnlich wie in Genf ein kantonales Tabakwerbeverbot erlassen wollen. Dank Einbindung des Schweizerischen
Gewerbeverbandes verfügt die
Allianz über die dazu notwendigen Strukturen. Zwar liegen derzeit keine weiteren Gesetzesvorlagen vor. Vorstösse, die ein Tabakwerbeverbot fordern, sind aber in verschiedenen Kantonen noch hängig. In Bern hat die Regierung die Aussenwerber zudem aufgefordert, vor einem allfälligen Gesetzeserlass freiwillig auf Tabakwerbung zu verzichten. Auch gegen diesen Vorschlag wird die
Allianz lobbyieren. Allianz-Kampagne: Werbeverbote sind «Zensur».
(mk/af)
