Weltoffen bilanzierte Kunst
Von Beat Fritsch
Was allerdings die Gäste des Jean Frey-Verlags nicht hinderte, die gewieften Kunstführer und Referenten nach Trouvaillen zu fragen. Andy Illien beispielsweise führte darauf hin seine Gruppe ins Outlet der Galerie de France, wo er einen chinesischen Künstler namens Chong zeigen liess und über alle Massen auslobte. Preis pro Bild jetzt – 3500 Franken, geschätzter Preis in zehn Jahren: mindestens das Dreifache. Doch keiner dieser Kunst-Flight-Teilnehmer – darunter immerhin Peter Kettiger, Theophil Butz, Marion Wagner, Hans Tanner oder auch Victor Zahn – befanden sich in Kauflaune.
Auf eine neue Art – man verzeihe das Spiel mit dem Wort – präsentierten sich letzte Woche die Verantwortlichen des Magazins Hochparterre. Mit feinsten Würsten vom Grill, mit diversesten Fleischfüllungen, und mit viel Wein wurde das Redesign gefeiert. Hinter der Theke stand kein Unbekannter: Marco Valpiani haben wir letztes Jahr noch in Sachen Film- und Spotproduktion gesehen und erwähnt. Mittlerweile führt er die Geschäfte der Spezerei Buonvicini & Söhne, Anbieterin von allerlei vergorenen Rebensäften italienischer Provenienz und gaumenmundigen Leckereien. Ebenfalls mit dabei: Pia Schleiss, Studienleiterin an der HGK Hochschule für Gestaltung und Kunst in Luzern. Mit ihr konnte man sich trefflich über vorgelagertes Produkte- und Industriedesign unterhalten. Und diese Fachrichtung stellt immerhin die glänzenden Folien, die anschmiegsamen Stoffe, die perlenden Rohstoffe bereit – aus denen Designer ihre preisgekrönten Arbeiten herstellen.
Einen Geburtstag gabs letzte Woche auch noch zu feiern. Die Forecast-Bar am Limmatquai wurde dreijährig und ist dem Windelalter entwachsen. Na sowas! Was unter anderem Andi Hess vom Forecast, diverse Exponenten der Eventagentur Rufener und viele andere Szenis anzog und zum Feiern brachte. Die Location war voll. Die Anwesenden auch!
Beat Fritsch
betätigte sich letzte Woche als «Raider of the lost Art». In Basel natürlich. Immerhin ist die Art die grösste Kunstmesse weltweit, die neben allen Galerien mit Rang und Namen auch ein ebensolches Publikum anzuziehen vermag. Dank Bilanz und Weltwoche musste man nicht einmal auf fachkundige Erklärungen verzichten. Ein bekannter Galerist (Andy Illien), anerkannte Kuratoren (Christoph Doswald, Guido Magnaguagno, Gerald Matt, Christoph Vitali) und ein hoch geschätzter Künstler (John Armleder) erläuterten den Gästen auf einem begleiteten Rundgang die Exponate.
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