Weg vom Gaspedal?

Sportmarketing Eine Studie zeigt erstaunliche Vorlieben der Chinesen.

Sportmarketing Eine Studie zeigt erstaunliche Vorlieben der Chinesen.Erwartungsvoll blicken alle ins Reich der Mitte, wo die aussenwirtschaftliche Öffnung ein grosses Wachstumspotenzial freisetzt und auch Schweizer Unternehmen anlockt. Um im Markt der Volksrepublik China Erfolge verbuchen zu können, sind allerdings die Kommunikations- und Werbespezialisten ebenso gefordert.Jenen aus der Sportbranche kommt jetzt eine neue Studie der Fritz Kaiser Group (FKG) zu Hilfe, die mit dem Marktforschungsinstitut IHA-GfK in den vier wichtigsten Wirtschaftsregionen Chinas durchgeführt wurde. Bei dieser geht es darum, das im Westen verzerrte Bild des Sportmarketings zu korrigieren. Denn: «Es muss nicht immer Fussball oder Formel 1 sein», so die Essenz aus der Studie, die zum Teil zu überraschenden Ergebnissen kam. Gemäss der Marktforschung ist König Fussball in China immer noch deutlich weniger populär und zieht weniger Zuschauer an als andere Sportarten. Auch die Formel 1 habe sich, entgegen den Behauptungen ihrer Promotoren, bisher alles andere als etabliert. Die hiesige grosse Medienabdeckung über Barrichellos Sieg mit seinem Ferrari in Shanghai vermittelte den Motorsport-Fans und -Marketern demnach ein einseitiges Bild.
Golf gilt als «sexy» Sportart
Laut FKG rangieren an oberster Stelle der Sportarten mit dem Wertattribut «intelligent» Gymnastik vor Tennis und Volleyball. Schlusslicht in dieser Wertung waren angelsächsische Disziplinen wie Cricket, Golf und Rugby. Gefragt nach «sexiness», sind Schwimmen, Gymnastik, Eiskunstlauf, Fun-Sportarten sowie Golf die klaren Favoriten bei den chinesischen Sportfans. Hingegen tauchen hier Formel 1 und Fussball erst im Mittelfeld auf. Letzerer gilt dafür vor Basketball, Schwimmen und Action-Sport als die «trendigste» Sportart. Als «altmodisch und traditionell» haben die befragten Chinesinnen und Chinesen Segeln, Cricket und Eishockey eingestuft. Die Studie zeigt auch, dass für Chinesen Rallye der «spannendste» Sport ist, vor Ski alpin, Fussball und Formel 1.
Wer seine Werbeinvestitionen möglichst optimal und effizient in die Sport-Events in China einsetzen will, sollte sich vorerst detaillierter mit den sportlichen Präferenzen des Milliardenvolkes befassen, empfiehlt Bianca Simon von der FKG in Zollikon. Die Studie ist mit den Mediadaten und dem interaktiven Evaluationstool «FKG SportsMaxx» bei ihr erhältlich.
(la)

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