Vier Branding-Lektionen, die man von «Game of Thrones» lernen kann

MARKENKOMMUNIKATION Am 24.04.2016 startet die sechste Staffel «Game of Thrones». Die Serie ist Paradebeispiel für perfektes Branding. Daher hat der Online-Marktplatz 99designs vier Lektionen zusammengestellt, die für die Markenkommunikation von Unternehmen wichtig sind.Es sind die Charaktere, Story wie auch Szenerie, welche die Fans in den Bann ziehen. Sie ist zudem ein Beispiel für perfektes Branding. Bei Game of Thrones hat jedes der Häuser, egal ob gross oder klein, ein individuelles Siegel beziehungsweise heraldisches Wappen, das sie repräsentiert. Das Bild wird von den sogenannten «Worten des Hauses» ergänzt. Siegel und Hausworte sollen die Ideale, Prinzipien und Marke des jeweiligen Hauses darstellen. Einige haben dabei eine sehr direkte Aussage, andere sind eher zurückhaltend gestaltet. Folgend die vier Lektionen von 99designs:Das Haus Stark – «Der Winter naht»
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Das Stark-Siegel zeigt den frühen Verwandten des heutigen Wolfes (Dire Wolf). Dafür gibt es zwei Gründe: Dieses Tier ist nicht nur typisch für den Norden, über den die Starks herrschen, sondern es ist ausserdem sehr beeindruckend. Es leben zwar viele Tiere in arktischen Regionen, aber die Starks haben sich ganz bewusst nicht für Pinguine oder Robben entschieden. Sie haben ein starkes Tier gewählt, das mit einem geifernden Tiger um ein Mammut kämpft.Als Unternehmer sollte man darüber nachdenken, was das eigene Unternehmen am besten repräsentiert. Wofür lieben die Kunden es und wofür «fürchten» es die Mitbewerber? Dies gilt es, in einem Bild zu vereinen.Während die Bildsprache bei dem Stark-Siegel gewaltig ist, kommunizieren sie über ihr Motto eher subtil, sodass man kurz innehalten und darüber nachdenken muss. Der Satz impliziert, dass man vorbereitet sein muss. Jedes Mal, wenn der Charakter diese Worte spricht, geht es dabei also um mehr als einen meteorologischen Sachverhalt.Auch für ein Unternehmensslogan muss ein direkter Slogan nicht die beste Wahl sein. Ansprechender ist ein Satz, der die Menschen zum Nachdenken anregt.

Lektion 1: Ein Logo sollte eine visuelle Metapher dafür sein, was man am besten kann

Das Haus Targaryen – «Feuer und Blut»

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Wenn ein Unternehmen Menschen mit feuerspeienden Drachen tötet, könnte es zielführender sein, dies kommunikationstechnisch abzuschwächen. Wenn nicht, braucht man sich nicht zu wundern, dass man zur Zielscheibe für andere wird. Die Targaryens zeichneten sich anfangs dadurch aus, Königreiche zu erobern. Infolge einer feindlichen Übernahme haben sie eine Menge eingebüsst. Vielleicht hätte es keine Missverständnisse gegeben, wenn ein freundlicher Drache die Banner zieren würde.

Lektion 2:  Die Mitbewerber sollte man in den Schatten stellen

Das Haus Lennister – «Hört mich brüllen»

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Wenn man die Konkurrenz das Fürchten lehren will, liegt man mit einem Löwen goldrichtig. Er zeigt Zähne, fährt seine Krallen aus und verbreitet Terror. Aber im Unterschied zum Haus Targaryen ist der Slogan der Lennisters weniger angsteinflössend. Ein Brüllen ist einfach nur ein Geräusch und keine unmittelbare Bedrohung. Es sagt lediglich: Hört mich brüllen! Man muss sicherstellen, dass Bild und Slogan in ihrer Aussagekraft aufeinander abgestimmt sind. Das ist möglicherweise der Grund dafür, dass die Lennisters sich für ein Rebranding entschieden haben. Inoffiziell haben sie den Satz «Ein Lennister begleicht stets seine Schuld» als neuen Slogan eingeführt. Er ist doppeldeutig: Einerseits demonstrieren sie damit ihre Zuverlässigkeit und andererseits droht er, dass das Haus Lennister sich rächen wird, wenn ihm jemand etwas schuldet.Eine Marke ist mehr als ein Logo und ein Slogan. Hierbei spielt auch hinein, wie man sich selbst präsentiert und von Kunden (und Mitbewerbern) wahrgenommen wird.

Lektion 3: Keine zufälligen Doppeldeutigkeiten

Das Haus Bolton – «Unsere Klingen sind scharf»

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Jede Unternehmenskultur ist anders, daher ist es nicht schlimm, stolz auf die eigene zu sein. Allerdings sollte man auch an die Wahrnehmung, die andere von einem haben, denken. Schliesslich kann ein falsches Image das Unternehmen negativ beeinflussen. In diesem Fall geht es aber weniger um den Wettbewerb mit der Konkurrenz, sondern um die Abscheu, die man bei Kunden hervorruft. Ein Fleischer zeigt auch nicht wie eine Wurst hergestellt wird.Die Hausworte von Haus Bolton sind wachrüttelnd ohne plakativ zu sein. Der Satz «Unsere Klingen sind scharf» lässt dem Leser Interpretationsspielraum.

Lektion 4: Ein Logo sollte niemals ein toter Mensch sein

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