Umfrage «Euro Schock»: Curdin Janett
Werbewoche-Umfrage zur wirtschaftlichen Entwicklung nach dem «Euro Schock» und dessen Auswirkungen auf die Kommunikations- und Werbebranche: Curdin Janett, CEO, Publicis
«It’s too early to say.» Ich denke mit einer heutigen Prognose für die Zukunft oder auch schon nur für 2015 outet man sich nur entweder als Optimist oder als Pessimist. Selbstverständlich sind einige Branchen sehr direkt und sehr hart betroffen. Und ebenso selbstverständlich werden sich Firmen die gerade über Kurzarbeit oder Schlimmeres nachdenken nicht mit antizyklischen Marketing Spendings beschäftigen. Es gibt aber auch die Sonnenseite. Es gibt durchaus Unternehmen, welche mehr Kosten im Euro und Einnahmen im Schweizer Franken haben. Es entstehen – wie bei jedem Wandel – auch heute neue Chancen für neue Geschäftsideen oder gar Modelle.
Was sicher ist: Eine Rezession herbeizuschreiben, hilft jetzt wirklich keinem. Die direkt Betroffenen haben es am selben Tag gespürt. Man muss niemanden für das Thema sensibilisieren. Es wird auch einige Konzerne geben, welche die Situation für eine allgemeine Kostenübung nutzen – einfach weil es momentan so normal ist.
Gewinnen werden aber wie immer die Marktteilnehmer, welche die Chance in der Situation suchen. Unternehmen, welche neue, einzigartige Ideen und Modelle finden, und Agenturen, welche ihren Kunden dabei helfen können.
