Übers Leben reden
GO&M regen zum Nachdenken über Organtransplantation an
GO&M regen zum Nachdenken über Organtransplantation anVon Bruno Amstutz An ein heikles Thema wagt sich die Agentur Grendene Ogilvy & Mather (GO&M): Im Auftrag des Universitätsspitals Zürich macht sie auf die Problematik des Organspendens aufmerksam.
Der akute Mangel an Spenderorganen in der Schweiz lieferte den Anlass zu einer Kampagne mit ungewöhnlichem Thema. Auf eine Million Einwohner kommen lediglich vierzehn Organspender, Tendenz sinkend. Spenderausweise sind dünn gesät, und eine zentrale Datenbank von Organspendern existiert nicht.
Um die Spendebereitschaft abzuklären, müssen die Verwandten von Verstorbenen als Informationsquelle herangezogen werden. Diese wiederum können nur verlässlich Auskunft geben, wenn vorher ein Dialog zum Thema stattgefunden hat. Über Organspende muss zu Lebzeiten geredet werden, mit Angehörigen, Freunden, Bekannten – so lautet die Botschaft der Kampagne.
Auf die ungewöhnliche Aufgabe stürzte sich das Team von GO&M mit Elan und entwickelte gemäss Texter Guillermo Garcia rund fünfzehn verschiedene Kampagnen unterschiedlichster Couleur: «Das Spektrum reichte von informativ bis schockierend, von Grabsteinen über Heiligenbildern bis zu Kindern, die ein neues Organ brauchen.» Auch der Einsatz von Prominenten stand zur Diskussion. Das Vorbild zu diesem Ansatz lieferten die USA, wo Basketballstar Michael Jordan seit 1996 seinen berühmten Namen für Transplantations-Kampagnen spendet.
Mehr Kommunikation mit existenziellen Fragen
«Man stösst bei einem solchen Thema allerdings sehr schnell an Grenzen», befindet Senior Berater Peter Roth, «die Kampagne soll zwar Aufmerksamkeit erregen, aber niemanden verletzen.» Die Konsequenz war, von allen ablenkenden Faktoren Abstand zu nehmen, nicht nur von schockierenden Todesbildern, sondern auch von Prominenten. Geblieben ist eine sehr sachliche und schlichte Kampagne, die klar und deutlich sagt, was sie will: Mehr Kommunikation zum Thema Organtransplantation.
Als erste Welle sind seit Mitte Juni Teaserplakate und -inserate im Raum Zürich zu sehen, die existenzielle Fragen aufwerfen: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Ist der Mensch noch zu retten? Macht das Leben einen Sinn? Ein Hintergrund aus zerknülltem Papier macht klar, dass solche Fragen vor allem bei der jüngeren Generation häufig unbearbeitet im geistigen Papierkorb landen.
Eine gemeinsame Antwort liefert die Agentur in den darauffolgenden Wochen und verweist auf die lebensrettenden Qualitäten von Organspenden. Der Zeitpunkt ist so gewählt, dass die Kampagne einen Rahmen um den europäischen Tag der Organspende vom 22. Juni bildet. Neben dem Print- und Plakatauftritt hat GO&M Begleitmassnahmen geplant, von Cards for free über Karten mit Spenderausweisen bis zur eigenen Website www.organtransplant.ch.
Der akute Mangel an Spenderorganen in der Schweiz lieferte den Anlass zu einer Kampagne mit ungewöhnlichem Thema. Auf eine Million Einwohner kommen lediglich vierzehn Organspender, Tendenz sinkend. Spenderausweise sind dünn gesät, und eine zentrale Datenbank von Organspendern existiert nicht.
Um die Spendebereitschaft abzuklären, müssen die Verwandten von Verstorbenen als Informationsquelle herangezogen werden. Diese wiederum können nur verlässlich Auskunft geben, wenn vorher ein Dialog zum Thema stattgefunden hat. Über Organspende muss zu Lebzeiten geredet werden, mit Angehörigen, Freunden, Bekannten – so lautet die Botschaft der Kampagne.
Auf die ungewöhnliche Aufgabe stürzte sich das Team von GO&M mit Elan und entwickelte gemäss Texter Guillermo Garcia rund fünfzehn verschiedene Kampagnen unterschiedlichster Couleur: «Das Spektrum reichte von informativ bis schockierend, von Grabsteinen über Heiligenbildern bis zu Kindern, die ein neues Organ brauchen.» Auch der Einsatz von Prominenten stand zur Diskussion. Das Vorbild zu diesem Ansatz lieferten die USA, wo Basketballstar Michael Jordan seit 1996 seinen berühmten Namen für Transplantations-Kampagnen spendet.
Mehr Kommunikation mit existenziellen Fragen
«Man stösst bei einem solchen Thema allerdings sehr schnell an Grenzen», befindet Senior Berater Peter Roth, «die Kampagne soll zwar Aufmerksamkeit erregen, aber niemanden verletzen.» Die Konsequenz war, von allen ablenkenden Faktoren Abstand zu nehmen, nicht nur von schockierenden Todesbildern, sondern auch von Prominenten. Geblieben ist eine sehr sachliche und schlichte Kampagne, die klar und deutlich sagt, was sie will: Mehr Kommunikation zum Thema Organtransplantation.
Als erste Welle sind seit Mitte Juni Teaserplakate und -inserate im Raum Zürich zu sehen, die existenzielle Fragen aufwerfen: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Ist der Mensch noch zu retten? Macht das Leben einen Sinn? Ein Hintergrund aus zerknülltem Papier macht klar, dass solche Fragen vor allem bei der jüngeren Generation häufig unbearbeitet im geistigen Papierkorb landen.
Eine gemeinsame Antwort liefert die Agentur in den darauffolgenden Wochen und verweist auf die lebensrettenden Qualitäten von Organspenden. Der Zeitpunkt ist so gewählt, dass die Kampagne einen Rahmen um den europäischen Tag der Organspende vom 22. Juni bildet. Neben dem Print- und Plakatauftritt hat GO&M Begleitmassnahmen geplant, von Cards for free über Karten mit Spenderausweisen bis zur eigenen Website www.organtransplant.ch.
