Tschutten am Rheinknie
René Worni über geteilte Sonntagsfreuden.
René Worni über geteilte Sonntagsfreuden.Nein, entschieden ist noch nichts, aber die Sache ist so gut wie geritzt: AZ-Verleger Peter Wanner wird die siebte Ausgabe seiner Mittelland Zeitung lancieren. Im medialen Ausgleichsbecken zwischen Basel, Bern und Zürich muss man bald vom Aargauer Medienherbst reden. Man möchte meinen, im Hause Wanner beliebe man, parallel zu den Herbstmodekollektionen zu launchen. Die Zeit ist jedenfalls schon länger reif. Nachdem es von der Sonntagspresse zwischenzeitlich hiess, sie habe ihren Zenit bereits erreicht, liegen deren Inserategewinne (2006) um sechs Prozent über Vorjahresniveau. Allein der letzte Dezember, wissen Wemf- Statistiker, sei für die Sonntagspresse um über siebzehn Prozent fetter ausgefallen als der vorherige. Das wird sich wohl auch für die Mittelland Zeitung, das drittgrösste Blatt im Lande, rechnen.
Doch so bewährt das Sonntagsgeschäft auch ist, ganz ohne ist es nicht. Bewährt hat es sich bisher nur national, mit Inhalten eigenständiger Redaktionen und unter eigenem Brand. Man merkt es schon bei der siebten Ausgabe der Südostschweiz, dass der Zeitungssonntag in der Region Themen absaugt und das Montagsblatt dünn aussehen lässt. Unter der Woche produziert die Redaktion bereits Storys, um den Sonntag zu alimentieren.
Irritierend wirken hier die Überlegungen von der Falkenstrasse, mit der NZZ am Sonntag in die Regionen vordringen zu wollen. Theoretisch müsste die NZZaS das Korrespondentennetz der NZZ stark in die Pflicht nehmen und aus dem samstäglichen News-Loch in den Sonntag retten, was es regional zu retten gibt. Tschutten zum Beispiel. Das schaut nach komplizierten Verrenkungen aus, die nicht so recht zur renommierten NZZaS passen wollen.
Die jüngsten Absichtsbekräftigungen aus Aarau werden hingegen mit Sicherheit die Tonalität zwischen Basler Zeitung und Basellandschaftlicher Zeitung (Matthias vs. Mathis) weiter verschärfen. Denn schon im Herbst wird sich bz-Verleger Mathis Lüdin, der unerschrockene Wanner-Verbündete, mit der Sonntagsausgabe der Mittelland Zeitung vor den Toren Basels gebärden. Wenn jemand kämpfen muss, dann nicht die NZZaS, sondern BaZ-Verleger Matthias Hagemann, idealiter mit einer BaZ am Sonntag.
René Worni, Redaktor
Doch so bewährt das Sonntagsgeschäft auch ist, ganz ohne ist es nicht. Bewährt hat es sich bisher nur national, mit Inhalten eigenständiger Redaktionen und unter eigenem Brand. Man merkt es schon bei der siebten Ausgabe der Südostschweiz, dass der Zeitungssonntag in der Region Themen absaugt und das Montagsblatt dünn aussehen lässt. Unter der Woche produziert die Redaktion bereits Storys, um den Sonntag zu alimentieren.
Irritierend wirken hier die Überlegungen von der Falkenstrasse, mit der NZZ am Sonntag in die Regionen vordringen zu wollen. Theoretisch müsste die NZZaS das Korrespondentennetz der NZZ stark in die Pflicht nehmen und aus dem samstäglichen News-Loch in den Sonntag retten, was es regional zu retten gibt. Tschutten zum Beispiel. Das schaut nach komplizierten Verrenkungen aus, die nicht so recht zur renommierten NZZaS passen wollen.
Die jüngsten Absichtsbekräftigungen aus Aarau werden hingegen mit Sicherheit die Tonalität zwischen Basler Zeitung und Basellandschaftlicher Zeitung (Matthias vs. Mathis) weiter verschärfen. Denn schon im Herbst wird sich bz-Verleger Mathis Lüdin, der unerschrockene Wanner-Verbündete, mit der Sonntagsausgabe der Mittelland Zeitung vor den Toren Basels gebärden. Wenn jemand kämpfen muss, dann nicht die NZZaS, sondern BaZ-Verleger Matthias Hagemann, idealiter mit einer BaZ am Sonntag.
René Worni, Redaktor
