SWA: Wachstum trotz Krise im Jubiläumsjahr

Der Schweizer Werbe-Auftraggeberverband SWA hatte im Frühjahr 2020 rasch auf die Corona-bedingten Veränderungen reagiert und alle seine Services auf digital umgestellt. Im soeben erschienenen Jahresbericht blickt der Verband auf das aussergewöhnliche Jahr zurück und lässt ausgewählte Gastautoren aus Wirtschaft und Wissenschaft einen Blick ins «New Normal» werfen.

Der Schweizer Werbemarkt verzeichnete im letzten Jahr bei den Bruttozahlen einen Rückgang von 14 Prozent und ebenfalls die ersten Monate im neuen Jahr waren rückläufig. Der SWA stand in diesen Zeiten seinen Mitgliedern zur Seite und stellte seine Services rasch von analog auf digital um. Dabei sei es möglich geworden, mit neuen Webinar-Angeboten ein weitaus grösseres Publikum öfters zu erreichen als dies bisher mit Workshops möglich war, wie der Verband in einer Mitteilung schreibt. Die praxisbezogenen Webinare seien bei den Mitgliedern sehr gefragt gewesen und hätten teilweise weit über 100 Teilnehmer verzeichnet.

Verbandsjubiläum soll 2021 nachgeholt werden

Ebenfalls gut besucht waren die digitalen Treffen der sechs SWA-Fachgruppen zu Marketing, Media, Digital, Sponsoring, Regulation und der Groupe Romand. Nur auf das traditionelle SWA-Jahresmeeting und weitere physische Events musste der SWA im letzten Jahr verzichten. Nun hofft der Verband, das Treffen zum Thema «Mensch oder Maschine: künstliche Intelligenz in Marketing und Kommunikation» – was gleichzeitig auch das 70-Jahre-Verbandsjubiläum darstellt – am 9. September 2021 nachholen zu können.

Verschiedene neue Mitglieder

Im letzten Jahr sind dem SWA erneut acht werbetreibende Unternehmen beigetreten: BLS, DeinDeal, Haar-Shop.ch, Hager Elektronik, Melitta, Publicare, Scout 24 und die WIR Bank. Dieses Wachstum bei den Mitgliedern setzt sich auch im neuen Jahr fort. Mit Schweiz Tourismus, Schulthess Maschinen, Samsung Electronics Switzerland und Digitec Galaxus sind bereits vier weitere Mitglieder zum SWA gestossen. Damit seien inzwischen über 200 werbetreibende Unternehmen im SWA organisiert, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Diese Unternehmen und Marken tätigen etwa 75 Prozent aller Schweizer Werbeausgaben. Die Stimme der Werbeauftraggeber habe damit noch mehr Gewicht im Werbemarkt erhalten, der SWA sei für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet.

Mehr Transparenz und Werbefreiheit, weniger Regulation

Neben der Interessensvertretung und den Services für seine Mitglieder verfolge der Verband im laufenden Jahr 2021 zwei Schwerpunkte: Mehr Transparenz entlang der digitalen Wertschöpfungskette sowie mehr Werbefreiheit und weniger staatliche Regulation. Bei der digitalen Wertschöpfungskette gehe es vor allem darum, die lancierte Transparenz-Initiative fortzusetzen. Dazu wurde im Februar mit den beiden Partner-Verbänden IAB Switzerland und Leading Swiss Agencies LSA der neue Verein «Digital Ad Trust Switzerland»gegründet (Werbewoche.ch berichtete). Der SWA erwartet hier in diesem Jahr zahlreiche Fortschritte und plant weitere Initiativen.

Mit Blick auf die Regulationen im Werbemarkt stelle der SWA fest, dass nach wie vor viele Gesetze und Verordnungen die kommerzielle Kommunikation beeinträchtigen. Hier gelte es, mit einer starken Stimme den Druck und die Lobbyarbeit zu verstärken. Werbeverbote, wie in der Tabakbranche gelte es zu bekämpfen – es bestehe die Gefahr, dass diese auf zucker-, fett- und salzhaltige Produkte ausgeweitet werden. Gerade in diesen Zeiten sollte die Politik der Wirtschaft vermehrt entgegenkommen und die zahlreichen Regeln und Vorschriften für Werbetreibenden etwas «wirtschaftsfreundlicher» gestalten, schliesst der SWA die Mitteilung ab.

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