Spherix mit Zürcher Dépendance

Erstaunlich ist das schon: In einer Zeit, in der manche Webagenturen mit Konkursen oder Personalabbau auf die Internetkrise reagierten

Erstaunlich ist das schon: In einer Zeit, in der manche Webagenturen mit Konkursen oder Personalabbau auf die Internetkrise reagierten, konnte die St.Galler Spherix seit ihrer Gründung vor knapp zwei Jahren konsequent wachsen. Ihr Erfolg basiert auf der Positionierung als Multimedia- und Designagentur. Mit der Eröffnung des Büros in Zürich schliesst sich für Geschäftsgründer und -leiter Pasquale de Sapio der Kreis. Denn seine Karriere nahm Anfang der Neunzigerjahre nur einige Häuser weiter bei Radio 24 seinen Lauf. Damals unterstützte der gelernte Tontechniker Patrizia Boser beim Launch der Freitagabend-Sendung «Trends». Tätigkeiten in diversen Tonstudios und Beteiligungen an Musikproduktionen der BMG Ariola für Künstler wie Michael von der Heide folgten, bevor de Sapio, zurück in der Ostschweiz, bei Videcom für die Vertonung von SF-DRS-Produktionen wie «Fascht e Familie» und «Mannezimmer» verantwortlich zeichnete. Die Aneignung innovativer Multimediatechnologien ergab sich so von alleine.
Fasziniert von Flash, erkannte er schon früh das Potenzial des Tools und propagierte es in verschiedenen Produktionen. Dank der zunehmenden Aufträge und des Know-hows in Sachen Audio-Vision wagte er vor zwei Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit. De Sapio gründete in St.Gallen eine Multimedia- und Designagentur, die ihre Nische in der visuellen ästhetischen Orientierung gefunden hat und erfolgreich bewirtschaftet. «Dieses USP erleichtert die Integration des Kunden in allen Produktionsphasen der digitalen Kommunikationsmittel», sagt de Sapio.
Mit «High-End-Packages» wie zum Beispiel der «Aua Extrema»-CD-ROM für den Expo.02-Auftritt der Ostschweizer Kantone verhalf Spherix vielen Kunden zu interaktiven Medienauftritten. Und die eigene Firmenpage wurde schon mit internationalen Designawards prämiert. Das erklärt auch die Kundenliste mit namhaften Firmen – von Avis über mehrere Kantonalbanken bis Warner Music. Da das achtköpfige Designer- und Programmiererteam immer mehr Mandate aus dem Mittelland und Zürich betreut, war die Eröffnung der Zweigstelle die logische Folge des Aufschwungs.
Ihren Hauptumsatz generiert Spherix im Onlinegeschäft und in der Veredelung bestehender Sites. Marktpotenzial macht die Agentur dank ihres audiovisuellen Stilbewusstseins bei Image- und Lifestyle-orientierten Aufträgen aus. Dass die Expansion in einer heiklen Konjunkturphase geschah, macht de Sapio keine grossen Sorgen, denn: «Die Visionen gehen uns nicht aus…» Luca Aloisi

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