Schneller, öfter, mehr

SBB-Fahrplanwechsel JvM/Limmat führt die Veränderungenmit neuen Schilder-kampagne-Sujets ein.

SBB-Fahrplanwechsel JvM/Limmat führt die Veränderungenmit neuen Schilder-kampagne-Sujets ein.
In der Geschichte der SBB steht der grösste Fahrplanwechsel bevor. Am 12. Dezember werden 90 Prozent aller Zugsverbindungen angepasst. Was diese Veränderung für die grösste Reise- und Transportfirma der Schweiz bedeutet, wird einem erst klar, wenn man ein paar Eckwerte kennt: Jeden Tag befahren 7000 Züge das 3000 Kilometer lange Netz der SBB, und über 27 000 Angestellte sorgen für das reibungslose und sichere Funktionieren des Unternehmens. Jährlich sind über 250 Millionen Personen und rund 55 Millionen Tonnen Güter mit der Bahn unterwegs, was rund 87 Prozent der gefahrenen Personenkilometer und gegen 90 Prozent der Tonnenkilometer im Güterverkehr entspricht. An beinahe 800 Bahnhöfen halten die Züge im Stunden- oder Halbstundentakt. Für den Betrieb, Erhalt und Unterhalt der Infrastruktur erhalten die SBB vom Bund um die 1,3 Milliarden Franken.Einfacher und bequemer reisenWenn in wenigen Tagen die erste Etappe von Bahn 2000 gut 17 Jahre nach dem Ja des Souveräns vom Gleis rollt, dann bedeutet das nicht einfach mehr Gleise, neue Strecken und besseres Rollmaterial, sondern zwölf Prozent mehr Züge, häufigere Verbindungen und damit bequemeres und einfacheres Reisen. Diese Kapazitätssteigerung machte eine totale Umkrempelung des gesamten Fahrplans unumgänglich. Und diese wiederum eine umfassende Information der Kundschaft, für welche die Veränderungen grössere Umstellungen und unter Umständen Anpassungsschwierigkeiten bedeuten. Nebst den Below-the-line-Massnahmen für die Vermittlung der Neuerungen galt es, die SBB auch auf der Image-Ebene zu stärken. Immerhin kann sie dank den Neubaustrecken ihre USPs wie erhöhte Takte und kürzere Reisezeiten noch glaubwürdiger machen.
Die von der Werbeagentur Jung von Matt/Limmat konzipierte Dachkampagne «Lebensstationen», die mit persönlichen Erinnerungen in romantischen Bildern widerspiegelte und Bezug zu den SBB nahm, wird jetzt auch als erweiterte Plattform für die Nutzenkampagne eingesetzt.
Die integrierte Kommunikationskampagne umfasst Plakate, Mega-Poster, Anzeigen, TV-Spots, E-Boards, POS-Material sowie Online-Aktivitäten und stellt unter dem Motto «Mehr Zug für die Schweiz» die diversen Verbesserungen der SBB auf witzige Weise in den Mittelpunkt. Bildlich spitzt zum Beispiel das verschwommene Motiv «Whoosh!» die hohe Geschwindigkeit und damit die Zeitersparnis zu. Der erhöhte Takt
dagegen wird anhand zweier blau-roter Stationsschilder mit der Aufschrift Ping und Pong dargestellt.
Auch der Schilderwald, der die häufigeren Verbindungen visualisiert, baut auf dem Key Visual des typischen SBB-Schildes und macht gleichzeitig die Angabe des Absenders überflüssig. Der hohe Bekanntheitsgrad sowie die Kundenzufriedenheit von über 80 Prozent erklären den emotionalen und selbstbewussten Auftritt der Marke und die knappe Botschaft mit Nutzen und Datum.
Öfter ein Zug: Die Plakatkampagne von JvM/Limmat setzt die zahlreichen Verbesserungen, die der neue Fahrplan bringt, witzig in die Landschaft. >> Seite 9
Die neuen Plakate setzen die Verbesserungen der SBB – wie etwa die Zeitersparnis – witzig ins Zentrum.
Luca Aloisi

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