Schmählich vernachlässigter Verband

Ich habe die sechs Zeilen lange Berichterstattung von der SW-Mitgliederversammlung auf dem Üetliberg gelesen.

Ich habe die sechs Zeilen lange Berichterstattung von der SW-Mitgliederversammlung auf dem Üetliberg gelesen.Gott sei Dank hat es einen Wechsel im Vorstand gegeben, sonst hätte Euer Newsmail wohl nicht ein einziges Wort über die Veranstaltung verloren. Wen interessieren schliesslich schon die Referate einer Bundesrätin oder eines Ständerats und SW-Präsidenten …Die Frage muss erlaubt sein: Warum findet es die E-Redaktion des führenden Fachblatts nicht für nötig, jemanden ans illuster besetzte Jahrestreffen des führenden Branchenverbands zu schicken, welche notabene in Zürich und nicht irgendwo in der Romandie stattfindet? Ist Frau Calmy-Rey nicht mal einen Trip auf den Zürcher Hausberg wert?
Unser Verband bemüht sich seit Jahren, die Interessen der Werbung auf politischer Ebene zu vertreten. Dabei sind wir auf die Mitarbeit der Medien angewiesen. Und wer, wenn nicht die Fachpresse, soll sich um die Anliegen und Probleme der Branche kümmern?
Ich glaube kaum, dass es eine andere Branche gibt, in der das Interesse für die Arbeit des eigenen Verbands so gering ist wie in der Werbung. Dabei leben beide – die Fachorgane wie die Agenturen – von dessen engagierter, professioneller Lobbyarbeit.
Wenigstens das Printmedium würdigte das Ereignis gebührend – dank Beat Fritsch und seiner wohl formulierten Shortlist.
Piero Schäfer, Sprecher des Verbands Schweizer Werbung, zur Shortlist «Zwei Tage der Werbung» in WW 17/04.

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