SBB laden in die Westschweiz ein
Pendlerzeitungen Bald werden wohl auch die Romands Gratisblätter aus den Boxen ziehen.
Pendlerzeitungen Bald werden wohl auch die Romands Gratisblätter aus den Boxen ziehen.Immer wenn die SBB in einer Region eine Ausschreibung für Zeitungsboxen an Bahnhöfen vorbereiten, ist dies ein untrüglicher Hinweis, dass der Markt für eine Pendlerzeitung reif ist und mindestens ein Verlag ernsthaft bei den SBB angeklopft hat. Das gilt nun auch für die Romandie. Beat-Gaudenz Schwarz, bei SBB-Immobilien zuständig für solche Einladungsverfahren, bestätigt: «Unverbindliche Anfragen von Verlagen gab es immer wieder. Doch nun hat sich die Sache konkretisiert.» Vorerst müsse er die Grundlagen für ein Westschweizer Einladungsverfahren fertig stellen. «Bis Ende Jahr wollen wir bereit sein», sagt er, fügt jedoch hinzu: «Es kann auch schneller gehen.»
Noch sind von Schwarz keine Auskünfte über die Anzahl Boxenstandorte erhältlich, doch dürften mindestens die Bahnhöfe an der Linie Genf–Lausanne, womöglich aber auch weitere Haltestellen bis Vevey oder Montreux in die Ausschreibung einbezogen werden. Über die interessierten Verlage schweigt sich Schwarz aus.
Bei den Verlagen selber ist man ebenfalls nicht auf Auskünfte erpicht. Rolf Bollmann, bei Tamedia Geschäftsführer von 20 Minuten, weist entsprechende Ambitionen weit von sich. Auch von einem gemeinsamen Projekt mit Edipresse will er nichts wissen. In Lausanne hat Marcel Siegenthaler, Leiter Werbemarkt von Edipresse, immer wieder betont, dass man zwar ein Projekt in der Schublade liegen habe, dass dieses aber nur als Reaktion auf einen möglichen Eindringling gedacht sei. Weitere Kandidaten: der französische Verlag Her- sant, der in der Romandie mit einer Tageszeitung präsent ist und seine Lust auf Gratiszeitungen nicht verhehlt, sowie die Pendlerzeitungsverlage Metro und Schibsted, die beide in mehreren Städten Frankreichs aktiv sind.
Markus Knöpfli
Noch sind von Schwarz keine Auskünfte über die Anzahl Boxenstandorte erhältlich, doch dürften mindestens die Bahnhöfe an der Linie Genf–Lausanne, womöglich aber auch weitere Haltestellen bis Vevey oder Montreux in die Ausschreibung einbezogen werden. Über die interessierten Verlage schweigt sich Schwarz aus.
Bei den Verlagen selber ist man ebenfalls nicht auf Auskünfte erpicht. Rolf Bollmann, bei Tamedia Geschäftsführer von 20 Minuten, weist entsprechende Ambitionen weit von sich. Auch von einem gemeinsamen Projekt mit Edipresse will er nichts wissen. In Lausanne hat Marcel Siegenthaler, Leiter Werbemarkt von Edipresse, immer wieder betont, dass man zwar ein Projekt in der Schublade liegen habe, dass dieses aber nur als Reaktion auf einen möglichen Eindringling gedacht sei. Weitere Kandidaten: der französische Verlag Her- sant, der in der Romandie mit einer Tageszeitung präsent ist und seine Lust auf Gratiszeitungen nicht verhehlt, sowie die Pendlerzeitungsverlage Metro und Schibsted, die beide in mehreren Städten Frankreichs aktiv sind.
Markus Knöpfli
