Ringier will Martin Kall noch, Tamedia muss warten

Das laufende Geschäftsjahr des Ringier-Konzerns sei «nicht zufriedenstellend», sagte Verleger Michael Ringier am Dienstag an einer Medienkonferenz.

Das laufende Geschäftsjahr des Ringier-Konzerns sei «nicht zufriedenstellend», sagte Verleger Michael Ringier am Dienstag an einer Medienkonferenz.Konkret erwartet er einen Gewinn zwischen 30 und 35 Millionen Franken. Letztes Jahr hatte Ringier einen Rekordgewinn von 50,4 Millionen Franken erreicht. Der Umsatz für 2001 dürfte bei 1,1 Milliarden Franken liegen, rund 10 Prozent mehr als im Jahr 2000.Das Zeitungsgeschäft sei mehr oder weniger stabil. Der SonntagsBlick habe die Auflage leicht gesteigert, der Blick habe sie halten können. Bei den Anzeigen hielten sich die Rückgänge in Grenzen. Cash hingegen habe kein gutes Jahr hinter sich. Über einen neuen Chefredaktor sei noch nicht entschieden.
Der Nachfolger von Martin Kall in der Konzernleitung von Ringier werde am 17. Dezember bekannt gegeben, sagte Ringier. Kall, bei Ringier Leiter des Konzernbereiches Europa und Zeitschriften, wird Nachfolger von Tamedia-Konzernchef Michel M. Favre. Kall muss bei Ringier aber noch die neuen Osteuropa-Akquisitionen (siehe Seite 24) in den Konzern integrieren, weshalb der Wechsel zu Tamedia kaum vor dem Sommer 2002 stattfinden werde, sagte Michael Ringier. (mk)

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