Protestaustritt der Krebsliga

SWA Im zu Ende gehenden Jahr gewann der Verband Schweizerischer Werbeauftraggeber (SWA) sieben neue Mitglieder – ein Mitglied, die Schweizerische Krebsliga, gab den Austritt.

SWA Im zu Ende gehenden Jahr gewann der Verband Schweizerischer Werbeauftraggeber (SWA) sieben neue Mitglieder – ein Mitglied, die Schweizerische Krebsliga, gab den Austritt.Sie habe im Kampf des SWA gegen Werbeverbote einen Interessenkonflikt gesehen, schreibt SWA-Präsident Gérard Stalder und fügt hinzu: «Ich bedaure dies, kann aber den Schritt aus der besonderen Situation der Institution heraus nachvollziehen.» Bruno Meili, Geschäftsführer der Krebsliga, bestätigt den Austritt. «Es ist haarsträubend, wie die Tabakindustrie die ganze Werbewirtschaft für ihre Ziele zu instrumentalisieren vermag», sagt er. Der Krebsliga, die mit bescheidenen Mitteln versuche, die Leute vom Rauchen abzuhalten, sei deshalb kein anderer Weg als der Protestaustritt geblieben. Meili hätte vom SWA in der Frage der Werbeverbote eine neutrale Haltung erwartet. «Die Anstrengungen etwa für ein Tabakwerbeverbot entspringen ja nicht irgendeiner Idee, sondern entsprechen der globalen Politik der Weltgesundheitsorganisation WHO», so Meili.
(mk)

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