Pro Infirmis redet über Angst
KAMPAGNE Pro Infirmis sensibilisiert mit ihrer neuen Kampagne die Schweizer Bevölkerung für das Thema Angststörungen und fordert zum Sprechen auf.Sie können jeden treffen und überall und jederzeit auftreten: Angststörungen – Panikattacken. In der Schweiz leiden 800‘000 Menschen an dieser Form von psychischer Beeinträchtigung. Oftmals ist sie so schwer, dass sie die Betroffenen komplett vom sozialen Leben ausschliesst, sie im eigentlichen Sinne behindert.Angststörungen sind in der Schweiz nach Depressionen die zweithäufigste psychische Beeinträchtigung. Frauen sind rund zweieinhalb Mal häufiger betroffen als Männer. Eine der schwerwiegendsten Formen von Angststörungen, die Agoraphobie, beginnt in der Regel im Übergang von der Adoleszenz ins Erwachsenenalter. Betroffene können sich nicht in öffentlichen Räumen, Verkehrsmitteln oder grösseren Menschenansammlungen aufhalten. Sie leiden unter Symptomen wie Herzrasen oder Herzstechen, Zittern, Schwindel, Schweissausbrüchen oder Erstickungsangst.Aus Angst vor diesen Symptomen meiden sie die Öffentlichkeit und ziehen sich zurück. In der Konsequenz verlieren sie oft die Arbeitsstelle sowie den Anschluss an das gesellschaftliche Leben. Diese Menschen unterstützt Pro Infirmis mit Beratung und Begleitung und Unterstützung. Mit der Kampagne „Angst lähmt“ möchten wir die Öffentlichkeit für das Thema „Angststörungen“ sensibilisieren und die Stigmatisierung der psychischen Behinderung abbauen“, erklärt Mark Zumbühl, Mitglied der Geschäftsleitung von Pro Infirmis. Der Kampagnenfilm, der ab heute über Social Media verbreitet wird, wurde mit dem bekannten und vielfach ausgezeichneten dänischen Regisseur Martin Werner gedreht und nimmt den Kampagnen-Claim „Angst lähmt“ auf spielerisch-ernsthafte Art auf.
