Parental Advisory

Banken Jugendlicher Forschungsdrang wird allenthalben reglementiert und unterdrückt. Ginge es nach den kreativen Beratern der «Bank zum Erfolg», dürften Youngsters nicht mal mehr in den eigenen vier Wänden planschen.

Banken Liebe Erbsenzähler, rein
statistisch gesehen, nennen Herr und Frau Schweizer je etwas mehr als
eine Autohälfte ihr Eigen und besitzen je nahezu ein ganzes TV-Gerät.
Jedoch bewirtet heute jeder von ihnen gerade noch einen halben
Nachkommen. Das Problem liegt auf der Hand: Je kleiner der
Jugendquotient, desto grösser die Sorgen ihrer Erzeuger. Hatten sie
ihnen früher noch das Rückwärts-Abspielen von Beatles-Platten verboten
– wegen versteckter Botschaften –, so klebt heute die Federal
Communications Commission stellvertretend für alle Eltern auf jeder
noch legal erhältlichen CD die Warnung vor anzüglichen Liedertexten.
Einen ähnlichen Trend zur Unterdrückung jugendlichen Forschungsdrangs
beobachten wir auf allen TV-Kanälen – seit Thomas Gottschalks Spruch:
«Liebe Kinder, versucht das bitte nicht Zu Hause!» – und erst recht
seit Jackass. Jetzt nimmt diese Bevormundung auch in der Werbung
überhand: Ginge es nämlich nach den kreativen Beratern der «Bank zum
Erfolg», dürften die Youngsters nicht mal mehr in den eigenen vier
Wänden planschen und noch viel weniger trampen. Was ist denn heute
überhaupt noch erlaubt, würden wir füglich gerne wissen. (la)

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