Österreicher mit TV-Plänen auf Expansionskurs
Private TV-Macher um die Wiener Kronen Zeitung strecken ihre Fühler in die Schweiz aus
Private TV-Macher um die Wiener Kronen Zeitung strecken ihre Fühler in die Schweiz ausWährend in der Schweiz im Blick auf nationale Privatfernsehsender Katerstimmung herrscht, werden in Österreich grosse Pläne geschmiedet: Ein neuer Sender will den ganzen deutschsprachigen Raum abdecken. Ein Teil seines Programms soll in der Schweiz produziert werden.Die Väter des Projekts sind die Gebrüder Hanno und Erwin Soravia, Söhne einer Kärntner Bauindustriellenfamilie, sowie Christoph Dichand, Sohn des mächtigen Chefs der Wiener Kronen Zeitung.
Das Trio hatte sich bereits im Herbst 2001 unter dem Namen Kanal 1 für die erste und bis anhin einzige landesweite Sendelizenz für Privatstationen in Österreich beworben. Das Schlagwort vom geplanten Kronen-TV machte die Runde. Daraus ist nun nichts geworden: Die Medienbehörde KommAustria erteilte die Sendelizenz dem Sender ATV, der bereits in österreichischen Kabelnetzen verbreitet wurde.
Jetzt haben die Unternehmer offenbar alternative Pläne entwickelt und wollen einen Sender auf die Beine bringen, der Österreich, Deutschland und die Schweiz bedient. Ein Drittel des Programms soll in Zürich produziert werden, wie der SonntagsBlick berichtet. Projektleiter Peter Kölbel sondiert zurzeit die Lage in der Schweiz.
Er verhandelt mit der Cablecom um einen Platz im Kabelnetz und streckt seine Fühler auch in Richtung Tamedia und Ringier aus. Bei Hans Jürg Deutsch, Bereichsleiter Fernsehen bei Ringier, stösst die Idee eines länderübergreifenden Privat-TV-Senders aber auf taube Ohren: «Wer soll so etwas bezahlen? Ringier war nie daran interessiert.» Deutsch weiss, dass Kölbel schon in der Endphase von TV 3 mit Jürg Wildberger verhandelte. Soll letztlich der gescheiterte Schweizer Privatsender unter österreichischer Flagge auferstehen?
Bis Mitte April werden gemäss Kölbel Entscheidungen gefällt. Vorerst hält sich der Projektleiter aber noch bedeckt. Dem Bundesamt für Kommunikation liegt auch noch kein Konzessionsgesuch vor. Bruno Amstutz
Das Trio hatte sich bereits im Herbst 2001 unter dem Namen Kanal 1 für die erste und bis anhin einzige landesweite Sendelizenz für Privatstationen in Österreich beworben. Das Schlagwort vom geplanten Kronen-TV machte die Runde. Daraus ist nun nichts geworden: Die Medienbehörde KommAustria erteilte die Sendelizenz dem Sender ATV, der bereits in österreichischen Kabelnetzen verbreitet wurde.
Jetzt haben die Unternehmer offenbar alternative Pläne entwickelt und wollen einen Sender auf die Beine bringen, der Österreich, Deutschland und die Schweiz bedient. Ein Drittel des Programms soll in Zürich produziert werden, wie der SonntagsBlick berichtet. Projektleiter Peter Kölbel sondiert zurzeit die Lage in der Schweiz.
Er verhandelt mit der Cablecom um einen Platz im Kabelnetz und streckt seine Fühler auch in Richtung Tamedia und Ringier aus. Bei Hans Jürg Deutsch, Bereichsleiter Fernsehen bei Ringier, stösst die Idee eines länderübergreifenden Privat-TV-Senders aber auf taube Ohren: «Wer soll so etwas bezahlen? Ringier war nie daran interessiert.» Deutsch weiss, dass Kölbel schon in der Endphase von TV 3 mit Jürg Wildberger verhandelte. Soll letztlich der gescheiterte Schweizer Privatsender unter österreichischer Flagge auferstehen?
Bis Mitte April werden gemäss Kölbel Entscheidungen gefällt. Vorerst hält sich der Projektleiter aber noch bedeckt. Dem Bundesamt für Kommunikation liegt auch noch kein Konzessionsgesuch vor. Bruno Amstutz
