Omega segelt ganz vorne mit
Uhrenmarketing IV Clever: Dank eines geschickten Werbeauftritts segelt Omega mit ihrer neuen Uhr, dem America’s Cup Racing Chronograph, auf der Alinghi-Erfolgswelle mit.
Uhrenmarketing IV Clever: Dank eines geschickten Werbeauftritts segelt Omega mit ihrer neuen Uhr, dem America’s Cup Racing Chronograph, auf der Alinghi-Erfolgswelle mit.Omegas Werbenäschen ist beinahe schon unheimlich: Nach einer Serie erfolgreicher Werbeauftritte – beispielsweise als James-Bond-Uhr oder als ständiger Court-Begleiter von sexy Anna Kurnikowa und Model Cindy Crawford – setzt Omega auch in der Segelwelt gekonnt ein Werbezeichen. Und das, obwohl die Schweizer Uhrenfirma im America’s Cup als offizieller Zeitmesser mit dem Verliererteam Newzealand mitsegelte und Neuseelands Skipper Dean Barker als Werbebotschafter unter Vertrag hat. Keine Spur von Niedergeschlagenheit herrscht bei Omega, im Gegenteil: Mit einem geschickten Werbeauftritt setzt sich die Swatch-Group-Tochter dahin, wo Alinghis Weg im Februar hinführte: ins Scheinwerferlicht. Verantwortlich dafür ist erstens das Timing. Omega lancierte die Uhr zeitlich genau richtig – anlässlich des America’s Cup im Februar 2003 in Auckland/Neuseeland. Zweitens das Produkt: Während Alinghis Sponsor Audemars Piguet eine 53000-fränkige, für maritime Verhältnisse ziemlich untaugliche Platinuhr anpries, hat Omega eine preiswertere und funktionellere Uhr – der America’s Cup Racing Chronograph (ab 5000 Franken) – entwickelt, die mit ihrer rot-blau markierten Countdown-Funktion «10 Minuten» und «5 Minuten» das Boot rechtzeitig zur Startlinie bringen soll. Und drittens: die Werbemittel. Das Plakat des neuen Omega-Zeitmessers ist geschmackvoll und suggeriert, dass Omega auf die richtige Welle setzt.
Spannungsreiches Motiv
Im Mittelpunkt des Inserates beziehungsweise Plakates präsentiert sich die Uhr von ihrer besten Seite, hinter ihr kämpfen zwei Segelboote in wunderschönen blau-weissen Wellen um den ersten Rang, und darüber thront die Headline: «The America’s Cup Choice». Dass das Manöver, das die beiden Schiffe auf dem Bild veranstalten, wenig Sinn macht (Hauptsache, es sieht gut aus) und keines der Boote (mit gutem Grund) das von Alinghi ist, dürfte nur gerade die wetterharten Seglerfans irritieren. Typisch Hayek: Inhouse-Werbung
Die Zielguppe der Uhr seien – so heisst es bei der Omega-Pressestelle – Segel- und Sportbegeisterte. Begleitet wird die Uhr-Lancierung in der Schweiz mit Plakaten – seit dem 12. Februar hängen sie in verschiedenen Schweizer Städten – und mit Inseraten. Diese erschienen in der NZZ, Le Matin dimanche, der HandelsZeitung und seit April auch im Segelmagazin Skipper. Auf Eurosport lief zudem während des America’s Cup ein TV-Spot. Entwickelt wurde die Werbeidee übrigens – wie alle Werbeideen von Omega – von der internen Werbeabteilung am Hauptsitz in Biel.
Das erste Rennen gegen Audemars Piguet hat die Omega-Werbeabteilung gewonnen. Wie das zweite ausgehen wird, zeigt sich in wenigen Monaten. Dann heisst es nämlich werben um den Werbeträger. Noch immer steht nicht fest, ob – wie üblich – der offizielle Zeitnehmer in Zukunft als Partner des Titelverteidigers am nächsten America’s Cup auftreten darf oder der Sponsor. Das letzte Wort hat Alinghi-Chef Ernesto Bertarelli.
Sieht auch ohne Alinghi gut aus: Omega-Motiv für die Winner-Uhr.
Annelies Friedli
Spannungsreiches Motiv
Im Mittelpunkt des Inserates beziehungsweise Plakates präsentiert sich die Uhr von ihrer besten Seite, hinter ihr kämpfen zwei Segelboote in wunderschönen blau-weissen Wellen um den ersten Rang, und darüber thront die Headline: «The America’s Cup Choice». Dass das Manöver, das die beiden Schiffe auf dem Bild veranstalten, wenig Sinn macht (Hauptsache, es sieht gut aus) und keines der Boote (mit gutem Grund) das von Alinghi ist, dürfte nur gerade die wetterharten Seglerfans irritieren. Typisch Hayek: Inhouse-Werbung
Die Zielguppe der Uhr seien – so heisst es bei der Omega-Pressestelle – Segel- und Sportbegeisterte. Begleitet wird die Uhr-Lancierung in der Schweiz mit Plakaten – seit dem 12. Februar hängen sie in verschiedenen Schweizer Städten – und mit Inseraten. Diese erschienen in der NZZ, Le Matin dimanche, der HandelsZeitung und seit April auch im Segelmagazin Skipper. Auf Eurosport lief zudem während des America’s Cup ein TV-Spot. Entwickelt wurde die Werbeidee übrigens – wie alle Werbeideen von Omega – von der internen Werbeabteilung am Hauptsitz in Biel.
Das erste Rennen gegen Audemars Piguet hat die Omega-Werbeabteilung gewonnen. Wie das zweite ausgehen wird, zeigt sich in wenigen Monaten. Dann heisst es nämlich werben um den Werbeträger. Noch immer steht nicht fest, ob – wie üblich – der offizielle Zeitnehmer in Zukunft als Partner des Titelverteidigers am nächsten America’s Cup auftreten darf oder der Sponsor. Das letzte Wort hat Alinghi-Chef Ernesto Bertarelli.
Sieht auch ohne Alinghi gut aus: Omega-Motiv für die Winner-Uhr.
Annelies Friedli
