Ohne Messer, Gabel und Glas

Die internationale Gastromesse Igeho in Basel profiliert sich mit frischem Look von Lang Gysi Knoll

Die internationale Gastromesse Igeho in Basel profiliert sich mit frischem Look von Lang Gysi KnollRückläufige Umsätze bereiten der Schweizer Gastronomie und Hotellerie Bauchschmerzen. Als eine der führenden Fachmessen für Gastgewerbe in Europa erweist die Igeho der Branche und ihrem allmählich verblassenden Ruf immer noch einen willkommenen Dienst. Mit einem erfolgreichen Messeverlauf – rund 80000 Fachbesucher und einem neuen Rekord bei der Ausstellerzahl – konnte die Igeho 01 eine positive Bilanz ziehen. Um die Positionierung der hoch stehenden Fachveranstaltung überzeugend und klar zu kommunizieren, betrauten die Organisatoren Pitch-Gewinnerin Lang Gysi Knoll (LGK) mit der Aufgabe, das Erscheinungsbild des Topevents in zeitgemässem Look zu gestalten. Schliesslich will sich die internationale Fachmesse für Gemeinschaftsgastronomie, Hotellerie und Restauration in Basel zu ihrem 20-Jahr-Jubiläum 2003 im neuen Designerkleid präsentieren.
«Gefragt war nicht ein Auftritt mit reinem Bekanntmachungscharakter, vielmehr sollte das Selbstverständnis eines Leaderprodukts kommuniziert werden, das auf die eigenen Werte vertraut», erläutert Agentur-Mitinhaberin Nicole Huber die Ausgangslage. Entstanden ist ein Profil, das ins Leitthema «Home to European Hospitality» integriert wurde und den Bekanntheitsgrad der Igeho vor allem im Ausland erhöhen soll.
Passend zur strategischen Neuausrichtung – verstärkte Internationalisierung und verkürzte Messedauer – entwickelte LGK, eine CI, die sich auf den modernen Schriftzug beschränkt und auf das Messer-Gabel-Glas-Symbol verzichtet. Die Marke wurde in den schnörkellosen Motiven in den Mittelpunkt gerückt, indem sie auf verschiedene Gegenstände der Branche graviert, geprägt oder aufgedruckt wurde, wie zum Beispiel auf einem schlichten Rüstbrett, einer handgemachten Seife oder einer edlen Cloche. Die harmonischen Arrangements verraten auf den ersten Blick die Affinität der Fotografin Martina Meier zum Thema und zum Stillleben. CD Simone Quast über den Approach: «Die Bildsprache ist sinnlich und leichtfüssig zugleich.» Schliesslich seien es die kleinen Dinge, die den Aufenthalt in einem Restaurant oder Hotel zum Erlebnis machen. Zum Einsatz kommen die Plakate, Fachanzeigen und Prospekte im In- sowie dem benachbarten Ausland. Luca Aloisi
Die Krankenkassen werden durch das BSV gegängelt

33/02: Marketing-Kommunikation – Ein Lächeln zur falschen Zeit
Seit dem Inkrafttreten des neuen KVG (1996) sind die Krankenkassen ein wichtiger Werbeauftraggeber geworden. Doch Werben im Gesundheitswesen ist heikel, weil der Krankenkassenmarkt ein Politikum ist. Ihr Artikel trifft den Nagel voll auf den Kopf.
Einzig eine weitere Begründung für die Beliebigkeit, Fantasie- und Mutlosigkeit in der Krankenkassenwerbung möchte ich noch nachliefern: Die Krankenkassen leben in einem so genannt halbregulierten Markt, das heisst, gegängelt durch einen «Zweit-Verwaltungsrat» (Bundesamt für Sozialversicherung BSV), haben sie nur beschränkte Möglichkeiten, sich marktgerecht zu verhalten. Diese Positionierung im Sinne einer halben Marktwirtschaft ist verhängnisvoll. Dass durch diese zusätzliche Bürokratiestufe Tempo, Dynamik und Eigenverantwortung gelähmt werden, liegt auf der Hand.
Bleiben Sie bei diesem wichtigen Thema bitte am Ball, denn die Entwicklung von Marketing und Kommunikation ist bei den Krankenkassen in vollem Gang.
Lahor Jakrlin, Mitinhaber Fruitcake Werbeagenturen

More articles on the topic