Neu – und schon populär

Finanzinstitute Die Kantonalbanken haben die Kräfte ihrer gemeinsamen Unternehmen in den Bereichen Anlage und Vorsorge gebündelt. Eine prägnante Kampagne von SFLB führt die neue Marke Swisscanto ein.

Finanzinstitute Die Kantonalbanken haben die Kräfte ihrer gemeinsamen Unternehmen in den Bereichen Anlage und Vorsorge gebündelt. Eine prägnante Kampagne von SFLB führt die neue Marke Swisscanto ein. Genügen Professionalität, Kompetenz und ein überdurchschnittlicher Track Record, um im harten Wettbewerb unter den Fondsgesellschaften zu bestehen? Eigentlich schon, wenn die Marke Bezug auf die Herkunft nimmt und die Ziele ganzheitlich und effektiv vermittelt werden. Im Fall von Swissca, Prevista und Servisa, Gemeinschaftsunternehmen der Kantonalbanken für Anlage- und Vorsorgedienstleistungen, haben Studien gezeigt, dass deren Absendererkennung und -zuordnung auf Grund der inhaltlichen wie gestalterischen Eigenständigkeit nur suboptimal waren. Für ein vergleichbares Learning und Vertrauen mussten die Kantonalbanken für ihre Mehrmarkenstrategie ungleich mehr Marketinganstrengungen unternehmen als die Konkurrenz wie UBS, CS oder Raiffeisen mit deren Monomarkenstrategien. Um es mit den national agierenden Konkurrenten aufzunehmen, brauchte es deshalb eine Dachmarke, die bei den Zielgruppen eine Kompetenzvermutung aufbaut und «die auch den Kantonalbanken selbst ein gutes Gefühl gibt», so Beat Amstutz, Leiter Kommunikation und PR bei der Finanzholding.
Weil «Canto» auf der Produktmarkenebene die Kantonalbanken bereits heute verbindet sowie diesen spontan zugeordnet und mit
deren Imageattributen verbunden wird, habe man sich für den
Markennamen Swisscanto entschieden.
Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass mit der gemeinsamen Kompetenzmarke die Kantonalbanken ihrerseits Schlagkraft am Markt gewinnen dürften.
Zur Lancierung der Kompetenzmarke kreierte Spillmann Felser Leo Burnett die Kampagne «Geld macht glücklich», die seit Jahresanfang in Zeitschriften, Wirtschafts- und grösseren Tageszeitungen geschaltet wird. Aufbauend auf der Markenpositionierung «Der verlässliche Partner» sowie dem Markenversprechen «Peace of Mind», konzipierte das Team um Creative Director Martin Spillmann eine Kampagne, welche die Voraussetzungen für den glücklichen Umgang mit Geld aufzeigt.
So macht Geld glücklich, wenn man es in etwas Sinnvolles investieren kann, wenn man nicht ständig daran denken muss oder wenn man es in guten Händen, sprich: bei den Kantonalbanken weiss. Weil diese fair und seriös beraten und weil das Geld von Spezialisten gut angelegt wird, egal, in welcher Lebenssituation man sich befindet. Obwohl die Headline eine Binsenwahrheit ist, sehen die Urheber der Kampagne darin eine provokative Aussage, die Aufmerksamkeit generiert.
Zusätzlich soll die Marke Swisscanto durch die Bildsprache Profil erhalten, sagt Amstutz. Diese zeigt Menschen, welche das Glück in vielen Facetten beleuchten – sei dies materiell oder immateriell, in der Familie, mit Freunden oder ganz allein. Die heile Welt, welche die Agentur für einen Lebensversicherer bewusst umgangen hat, setzt sie dagegen bei Swisscanto ein. Einzig die Frische und Authentizität einiger Motive kann sie vor dem Einheitsbrei in der Branche der Fondsgesellschaften retten.
Das neue Logo bettet sich in die Markenwelt der Kantonalbanken ein. Auch die Bildsprache ist mehrheitsfähig.

Die Kantonalbanken bündeln ihre Kräfte in den Bereichen Anlage und Vorsorge unter dem Label Swisscanto: Geld macht offensichtlich glücklich – SFLB zeigt die Glücklichen. >> Seite 9
Luca Aloisi

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