Nach New Yorker Vorbild

In Zürich wird die erste europäische Portfolio Night lanciert

In Zürich wird die erste europäische Portfolio Night lanciertDrei Zürcherinnen, in Kommunikationsfirmen tätig, rufen am 4. April die Portfolio Night ins Leben. Ziel des Anlasses ist es, Kontakte zwischen Fotografen, Fotoagenturen und Art Buyers zu fördern. Hinter der Portfolio Night stehen Monica Pozzi, diplomierte ETH-Architektin und Inhaberin einer Filmproduktionsfirma in New York, Rea Eggli, die die Kulturagentur swissandfamous betreibt, und Danielle Stutz, Art Buyer bei Wirz Werbung. Ausgelöst wurde die Initiative durch die Einsicht, dass sich Kontakte zwischen Art Buyers und Fotografen eher distanziert gestalten und sich oft auf Telefongespräche oder vereinzelte Treffen beschränken.
Die Portfolio Night soll helfen, Fotografen und Fotoagenturen mit Art Buyers, Art Directors, Bildredaktoren und Agenten zusammenzubringen, die so einen Austausch pflegen und Geschäftskontakte knüpfen können. «Natürlich erleichtert der persönliche Kontakt auch die Kundenbindung», ergänzt Rea Eggli. Als Vorbild dienen ähnliche Anlässe, die sich in New York bereits etabliert haben.
100 Fotografen im Blauen Saal des Löwenbräu-Areals
Die Zürcher Version soll Agenturen und Werbefachleute aus ganz Europa und im Idealfall sogar aus den USA anziehen, so das erklärte Ziel der Initiantinnen. Zumindest bei den Agenturen ist das Interesse im Ausland schon gross: Acht Agenturen aus England, Schweden, Holland und Deutschland sowie eine aus New York stehen derzeit auf der Teilnehmerliste, darunter grosse Namen wie Lundlund oder Bransch. Dazu stossen Agenturen aus der Schweiz, und zusätzlich erhalten junge Schweizer Einzelfotografen die Gelegenheit, ihre Portfolios zu präsentieren. Insgesamt werden die Werke von über hundert Fotografen zu sehen und bewundern sein.
Am 4. April steigt der Testballon im Blauen Saal auf dem Zürcher Löwenbräu-Areal. Der Erfolg der Premiere soll über die Zukunft der Portfolio Night entscheiden. Als Idealziel haben sich die Organisatorinnen Wiederholungen im Halbjahresrhythmus gesetzt.
Ob die fotografischen Nächte immer in Zürich stattfinden werden oder allenfalls als Roadshow auf Tournee gehen, wird die Zukunft weisen. «Zürich ist als Standort allerdings ideal», kommentiert Rea Eggli. «Die Stadt ist zentral gelegen in Europa und besitzt eine gute Ausstrahlung, was die Qualität der Werbung angeht.» Bruno Amstutz

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