Mediarena lockte Medienbranche ins Kaufleuten
Unter dem Motto «The Future is so yesterday» lud Goldbach CEO Michi Frank zur 13. Goldbach Mediarena ins Zürcher Kaufleuten. Referenten waren unter anderem Roger Schawinski und Bestellerautorin Anitra Eggler.
Mittlerweile zum 13. Mal bot die Goldbach Group Vertretern aus der Kommunikation-, Medien- und Vermarktungsbranche einen Anlass, der gleichzeitig Informations- und Networking-Plattform ist und über Trends und Entwicklungen nicht nur informiert, sondern sie vorweg nimmt. Auch in diesem Jahr präsentierten internationale Referenten kontroverse Ansichten und das, was heute ihre Vision von der modernen Kommunikationsgesellschaft ist. Der von Journalist und Rhetoriktrainer Dani Nieth moderierte Anlass war also eine Art Pflichtermin für all diejenigen, die am Puls der Zeit sein, und nicht Gefahr laufen wollen «so yesterday» zu sein.

Bevor Jan Wendt Net Range MMH, den Pionier im Bereich Connected-TV und grössten unabhän-gigen Anbieter von globalen Smart TV-Portal-Lösungen, 2009 gründete, arbeitete er sechs Jahre lang als Vize Präsident Motorsport für die führende Sportrechteagentur Sportfive und für mehr als drei Jahre als Commercial Director in der Formel 1. Er startete die Reihe der Referate mit dem Thema Linear-TV is so yesterday, es lebe das Linear-TV.

Thomas Schwetje, Direktionsmitglied und Marketingleiter Coop, verantwortet sowohl die Mar-kenführung inkl. Werbung und Media der Dachmarke Coop als auch der diversen Coop Eigenmar-ken. Er zeichnet zudem für die Anzeigen-Vermarktung der Coop Presse und des Point of Sales so-wie das gesamte Customer Relationship Management von Coop verantwortlich. Sein Thema laute-te: TV-Werbung ist «so yesterday». Er zeigte den Weg auf, den Coop in der TV Werbung seit dem Coop Studio der 70er Jahre gegangen ist.

Radio- und Medienpionier, Journalist und Unternehmer Roger Schawinski war Geschäftsführer des deutschen Privatfernsehsenders Sat1, gründete unter anderem das Konsumentenmagazin «Kassensturz», das erste Schweizer Privatradio Radio 24 sowie das erste nationale Privatfernsehen Tele24. Er ist aktuell Geschäftsleiter von Radio 1 und Radio 105 und sein Beitrag stand unter dem Titel: Stand alone radios are so yesterday. Er erinnerte an seine Anfänge vor 35 Jahren mit Radio 24, als das Radioangebot noch viel kleiner war – handwerklich aber, das betonte er, hat sich das Radiomachen seither kaum verändert.

Gerd Leonhard ist bekannter Futurist, Autor und CEO von The Futures Agency mit Wurzeln im Musikbusiness. 1985 erhielt er den «Quincy Jones Award» und verbrachte anschliessend zehn Jah-re als Profi-Gitarrist, Komponist und Produzent in den USA. Gegen Ende des letzten Jahrtausends packte ihn der Virus Internet, was ihn in die Unternehmensführung verschiedene Internet Start-Ups in San Francisco brachte. Er fragte: The future of media and marketing between Big Data and Artificial Intelligence: humans are so … yesterday? Anschliessend zeigte er auf, vor welche «wicked problems» uns die Interaktion zwischen Mensch und Maschinen in Zukunft stellen wird.

Anitra Eggler bezeichnet sich selber als Digital-Therapeutin aus Liebe zum Web sowie Bestseller-Autorin aus Schreibleidenschaft. Sie begeisterte die Zuhörer als mitreissende Rednerin, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Sie verschaffte gestressten Arbeitsameisen mit ihrem Beitrag Manage-ment by E-Mail is so yesterday Erleichterung, denn, so ihre These: «E-Mail macht dumm, krank und arm» und «Nur Sklaven sind ständig erreichbar». Sie hielt den Anwesenden den Spiegel vor und zeigte auf, dass wir uns von den schieren Möglichkeiten der Technologie verführen und leiten lassen, anstatt sie in unserem Sinn zu nutzen.

Das Schlussreferat gehörte dem kongenialen Duo Christiane Fimpel und Phil Binkert, beide Inhaber 3D-Model, Sie Ideenbeschleunigerin und Er Form- sowie Objektexperte, widmeten sich handfesten Themen: The next industrial revolution is so yesterday. Das Referat zeigte, wo 3D Drucker bereits heute eingesetzt werden und ermöglicht einen Blick in die Zukunft des modernen Herstellungsverfahrens: Vom Ersatzteil für zu Hause bis hin zu Organen aus dem 3D Drucker. Alles wird in Zukunft möglich sein.

