Master-Wissen für Marketing- und Kommunikationsprofis

MBA Sie gelten nach wie vor als Königsdisziplin im Weiterbildungsmarkt. Executive-MBA-Programme sind begehrt und sprechen immer öfter explizit auch Berufsleute aus Marketing und Kommunikation an. Oder solche, welche auf dieser Stufe mehr Marketing- und Kommunikations-Know-how erwerben wollen.
lernen_kommunikation
Executive-MBA-Programme sind bei Berufsleuten aus Marketing und Kommunikation gefragt. VON ROBERT WILDIIn den Gemäuern der Universität Zürich wird Wert gelegt auf eine gepflegte Kommunikation. Ausdruck dafür ist die Tatsache, dass die Hochschule in ihrem begehrten Executive-MBA-Programm verschiedene Module eingebaut hat, die sich explizit mit Marketing- und Kommunikationsthemen befassen.Es sind deren fünf: Marketing Management I und II, Information Management, Negotiation sowie Information und Kommunikation. «Dieser Schwerpunkt kann auch für Berufsleute aus der Marketing- und Kommunikationsbranche äusserst attraktiv sein», sagt Christian Rosser, Managing Director des Executive MBA an der Uni Zürich.Werbung/Marketing in ChinaDas berufsbegleitende Weiterbildungsprogramm dauert insgesamt 86 Tage, verteilt auf 26 Kursblöcke innerhalb von 18 Monaten. Die klar strukturierten Kursblöcke sollen den Absolvierenden die Möglichkeit bieten, ihr berufliches Tagesgeschäft optimal mit der Weiterbildung zu kombinieren.«Unser Executive MBA ist auf die beruflichen Anforderungen und persönlichen Bedürfnisse von Führungskräften abgestimmt und berücksichtigt zudem die Interessen der vertretenen Unternehmen», sagt Christian Rosser. Einen besonderen Mehrwert spezielle für Absolvierende aus der Kommunikationsbranche bietet die ins Programm integrierte obligatorische Studienwoche «Werbung/Marketing in China» an der Fudan University in Schanghai.Aus Gründen der Nachhaltigkeit wird das EMBA-Programm an der Universität Zürich weitgehend papierlos durchgeführt. Bei Studienbeginn erhalten alle Teilnehmenden ein Tablet (iPad), das zusammen mit einer massgeschneiderten App eine orts- und zeitunabhängige Verfügbarkeit und Bearbeitung der Kursunterlagen ermöglicht.Das Durchschnittsalter Absolvierenden liegt heute bei 38 Jahren. «Der Frauenanteil hat bei der aktuellen Auflage erstmals die 20-%-Quote überschritten», so Rosser. Die meisten Teilnehmenden verfügen über einen Hochschulabschluss und in der Regel über mehrere Jahre Führungserfahrung mit Budgetverantwortung.36- bis 40-jährige FührungskräfteDass sich Führungskräfte aus der Kommunikationsbranche immer öfter an etablierten Hochschulen wertvolles Master-Wissen aneignen, beschränkt sich nicht nur auf Zürich. Auch an der Universität St. Gallen (HSG) ist dieser Trend spürbar. Fünf verschiedene Master- und Executive-Master-Programme werden in St. Gallen mit Startdatum im 2014 angeboten. Es sind dies der Fulltime MBA (August), der Parttime MBA (August), der Executive MBA (März und September), der International Executive MBA (Juni) sowie der Omnium Global Executive MBA (August).«In jedem dieser Programme gibt es verschiedene Haupt- und Wahlmodule, die sich vertieft mit Themenbereichen aus dem Marketing, der Kommunikation, PR oder Werbung auseinandersetzen», bestätigt, Fabio Lenzlinger, Head of Marketing des Executive MBA an der HSG. Der Durchschnittsabsolvent eines EMBA-Programms an der HSG ist 36- bis 40-jährig, verfügt über einen Universitätsabschluss sowie eine rund zwölfjährige Berufserfahrung mit Führungserfahrung.Executive-MBA-Programme der FachhochschulenNeben den Universitäten sind es traditionell die Fachhochschulen, die im EMBA-Segment Weiterbildungsbedürfnisse von Kommunikationsprofis abdecken. Ganz spezifisch tut dies die HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich mit ihrem Executive MBA Marketing, der am 28. März dieses Jahres sein nächstes Startdatum hat.«Der Name des begehrten Programms verrät, dass es sich ganz explizit an Berufsleute und Führungskräfte aus der Marketing- und Kommunikationsbranche richtet», sagt Michael Grund, Leiter des Center for Marketing an der HWZ sowie Studiengangleiter Executive MBA Marketing. An gut 40 von insgesamt 60 Kurstagen – das entspricht etwa 70 % des Kurspensums ‒ werden spezifische Themen rund ums Marketing behandelt.Bei den zwei weiteren Executive MBA-Programmen der HWZ, dem EMBA General Management sowie dem MBA/EMBA International Business, ist Marketing eines von vielen Themen und beansprucht ungefähr 10 % des behandelten Lernstoffs.International Executive MBAAuf ihre Weiterbildungskosten kommen Marketing- und Kommunikationsfachleute auch an der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur. Dort wird der International Executive MBA (IEMBA) angeboten, der explizit mit einem Modul Marketingmanagement ausgestattet ist. Marketinggrundlagen werden darin vertieft behandelt, zudem auf methodischer Ebene Kommunikations- und Präsentationstechniken vermittelt und spezifisch geübt.«Das ausschliesslich in englischer Sprache geführte Weiterbildungsprogramm ist ganz speziell für Marketing- und Kommunikationsexperten geeignet, die sich im Sinne der Entwicklung ihrer Karriere betriebswirtschaftliches Wissen aneignen wollen», sagt der IEMBA-Studiengangleiter Daniel Seelhofer.An der Hochschule Luzern (HSLU) werden mit dem MBA Luzern und dem Executive MBA Luzern zwei Masterstudiengänge angeboten, die für die «M&K»-Leserschaft durchaus interessant sind. Der MBA Luzern ist eine Führungsausbildung auch für Marketing- und Kommunikationsfachleute, die ihre Management- und Führungskompetenzen stärken wollen. Es handelt sich um eine generalistische Managementweiterbildung, die sich an Teilnehmende aus ganz unterschiedlichen Branchen richtet.Höhere ManagementfunktionenIm Gegensatz zum MBA setzt der Executive MBA Luzern bei den Absolvierenden bereits fundierte betriebswirtschaftliche Kenntnisse voraus. Er bereitet für höhere Managementfunktionen vor. «Unseren Executive MBA schliessen regelmässig auch Führungskräfte ab, die über eine Fachausbildung im Bereich Marketing und Kommunikation verfügen», bestätigt Erik Nagel, Ressortleiter Weiterbildung an der HSLU.Das Programm befasst sich aus strategischer Sicht mit den wesentlichen betriebswirtschaftlichen Themen. «Das gilt explizit auch für die Disziplinen Marketing und Kommunikation», so Erik Nagel. Zudem würden auch ganz aktuelle Themen aufgegriffen, etwa der gekonnte Umgang und die Nutzung von Social Media.

More articles on the topic