Kultige Fetischanalyse

Ob die Forderung nach Schuluniformen oder die unter dem Begriff «Label-Sex» laufende Prostitution zur Finanzierung teurer Fashion-Brands:

Ob die Forderung nach Schuluniformen oder die unter dem Begriff «Label-Sex» laufende Prostitution zur Finanzierung teurer Fashion-Brands:Anders als 1995, als Horx und Wippermann ihre pionierhafte Analyse des Fetischcharakters gewisser Produkte vorlegten, bestreitet heute niemand mehr die Relevanz, ja Explosivität des gesamtgesellschaftlichen Markenkults. Heute fungieren die beiden Hamburger Trendpioniere zwar als offizielle Trendpäpste; ihre süffisante Aufsatzsammlung jedoch ist nur mehr antiquarisch greifbar.Dabei hat das so meinungsstarke wie faktenarme Œuvre unter Kennern (konsequenterweise) längst selber Kultstatus. Kein Wunder, denn schliesslich kamen darin nicht nur erstmals Markenstrategien wie Morphing, Bootlegging, Archaisierung und Authentifizierung, sondern auch die Anti-Werbung der Adbusters zur Darstellung. Weshalb «Markenkult» nach wie vor Pflichtlektüre für Newbies im Branding Business sein sollte.
> Markenkult.
Wie Waren zu Ikonen werden von Matthias Horx und Peter Wippermann. Econ Verlag, Düsseldorf 1995. 472 Seiten, 32 Franken. (vergriffen)
(oc)

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