«Köppels Wochenshow ist eine Lesereise wert»

Die neue Weltwoche im Magazinformat im Urteil der Branche

Die neue Weltwoche im Magazinformat im Urteil der Branche«Mutig», «eigenständig», «konsequent» – die neue Weltwoche im Magazinformat erhält viel Anerkennung. Besonderes Lob wird ihr für die schlichte Eleganz und die gewählte Typografie gezollt. Schwer tun sich die Befragten hingegen praktisch unisono mit der fehlenden Leserführung.«Die Entdeckung der Lustlosigkeit – die sog. neue Weltwoche traf mich – an der Vernissage eh schon geschwächt von diesen akustisch völlig unverständlichen Reden samt Talkshow (wahrscheinlich verstärkt über eine Revox-20-Watt-Heimanlage mit Bodenboxen) – wie ein Tiefschlag. Bin in Rekonvaleszenz. Ein Titel, gestaltet wie ein Kioskplakat. Borer zum 20sten Mal als Aufhänger. Ein Layout wie eine Mischung aus Hauszeitung und Buch. Durchs erste Heft bin ich noch immer nicht durch, habe auch nicht richtig Lust dazu. Ab und zu ein Highlight, aber das reicht einfach nicht.»
«Mutig, mutig, diese neue Weltwoche, aber der einzig richtige Weg. Sie hat viel Potenzial, vor allem auch im hart umkämpften Anzeigenmarkt. Die alte Weltwoche ist auf Grund ihrer Leser- und Auflagezahlen klar unter Wert geschlagen worden. Die neue im Magazinformat könnte die Stimmung drehen. Das Produkt ist einmalig im deutschsprachigen Printmedienmarkt. Sie ist eine Zeitung im modernen und lesefreundlichen Zeitschriftenformat und eine Zeitschrift mit seriöser Zeitungsanmutung. Das macht sie interessant für Leser und deshalb auch für Inserenten. Ich gebe der neuen Weltwoche eine Chance, weil sie den Mut gefasst hat, völlig neu daherzukommen, und in diesem ‹Format› ein gutes Umfeld für Anzeigenplatzierungen bietet.»
«Eine andere, neue Grafik des Umschlags, eine andere Werbung die dem Magazin gerecht wird – und der Erfolg ist programmiert!»
«Und plötzlich tat mir der Abschied weh, war doch die alte Weltwoche in Zeitungsformat wieder so gut zu lesen wie die ‹alte Weltwoche›. Der Schritt zur Magazinform ist aus marktpolitischem Kalkül dennoch richtig. Denn einzigartig muss die Weltwoche bleiben – und sie ist es. Ich finde die inhaltliche Struktur gut – allerdings müssten die Thementeile besser gekennzeichnet werden. Sie ist gut zu lesen, weil gut gedacht und geschrieben. Ich finde es schade, dass Hansjörg Schneider wieder aus Bern schreiben muss, und ich wünschte mir, dass Roger Köppel in seinem Leitartikel einen Gedanken weitergegangen wäre. Kleinigkeit – ich finde das Umschlagspapier in seiner Haptik lau und schlaff. Falsch für die Weltwoche. Ich freue mich auf die nächste Ausgabe.»
«Ein bisschen Transatlantik, eine Prise Spiegel, ein russisch angehauchter Logo-Schriftzug im Stil der alten Leipzigerschule, trotzdem: Mir gefällt die neue Weltwoche sehr gut. Das dicke, griffige Papier und das handliche Format gefallen ebenfalls. Mühe habe ich mit der Übersicht, das war vorher mit der Gliederung der Bünde kein Problem. Aber eben, es ist ja nichts mehr wie früher. Ich wünsche der neuen Weltwoche viel Erfolg!»
«Köppels Wochenshow ist auch im Magazinformat eine Lese-reise wert. Statt die alte Liegenschaft sanft zu sanieren, hat man eine zeitgeistige Villa hingestellt. Aber die ist immerhin rundum gelungen: schön, scharf, schick.»
«Mutig kommt sie daher, die neue Weltwoche. Wer wie Roger Köppel so konsequent eigenständig denkt und handelt, sich bei niemandem anbiedert und oberflächliche Kritik geradezu provoziert – der muss in meinen Augen mit einem qualitativ so tollen Brand wie Weltwoche einfach Erfolg haben. Wir haben gestern Abend im Familienkreis auf jeden Fall intensiv über die neue Weltwoche geredet. Uns über Inhalte gefreut (Kommentar zum ängstlichen Europa, Tagebuch Melanie Mecke, Mama hat dich lieb), über die Themenwahl gewundert (Können diese Augen lügen), viel Vertrautes wiedergefunden (Martin Suter, Linus Reichlin) und vieles geistig ‹auf die Seite gelegt, um es später noch zu lesen›. In einem Punkt waren wir uns auf jeden Fall einig: Die Magazinform hat einen ganz entscheidenden Vorteil: Die Weltwoche bleibt kompakt und kann von allen jederzeit wieder zur Hand genommen werden. Kein Verschwinden einzelner Bünde ist möglich, und die Präsenz ist für eine Woche sichergestellt. Und der wichtigste Punkt für mich als Mediaberater unserer Kunden: Auch unsere Kinder (Tochter 18/KV und Sohn 22/Student) haben die Weltwoche als Magazin entdeckt. Und das ist ja das wohl alles entscheidende Ziel der neuen Weltwoche. Was für ein Comeback!»
«Die schöne Typografie macht Lust zum Lesen. Die elegante Abwesenheit jeder gestalterischen Aufgeregtheit ist gewöhnungsbedürftig, aber konsequent. Schon mühsamer finde ich – immerhin in einem Heft von 116 Seiten – die Abwesenheit jeglicher Leserführung durch Struktur und Ordnung. Warum sind nicht einmal die Hauptbeiträge mit Seitenzahlen angekündigt? Ach ja, und der Inhalt? Das Borer-Interview bringt nichts Neues, dafür ist Eugen Sorgs Saudiarabien-Stück eine brillante Reportage. Den Rest spare ich mir für eine vierstündige Bahnreise an Auffahrt. Das Problem, das die neue Weltwoche mit mir haben wird: Ich werde nicht jede Woche so lange Bahn fahren…»
«Sie gefällt mir nicht schlecht, die neue Weltwoche. Allerdings habe ich noch etwas Mühe mit der Leserführung, wenn da eine wäre. Überrascht hat mich die relativ hohe Zahl und grosse Bandbreite der inserierenden Firmen, womit auch die enorm hohe Erwartungshaltung gegenüber der neuen Weltwoche dokumentiert wird. Ich bin gespannt, ob den Machern dieser Spagat zwischen einer neuen Weltwoche-Identität und dem Anspruch, allen Erwartungen gerecht zu werden, gelingt.» Umfrage: Daniel Schifferle

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