Kopf der Woche: «Wir werden uns wieder engagierter am Markt zeigen»
Edgar C. Britschgi übernimmt die Leitung von Advico Young & Rubicam
Edgar C. Britschgi übernimmt die Leitung von Advico Young & RubicamKopf der Woche «Wir werden uns wieder engagierter am Markt zeigen»
Gross war das Rätselraten nach dem Abgang der Geschäftsleitung von Advico Young & Rubicam (AY&R), wer wohl in Gockhausen das Ruder übernehmen würde. Mittlerweile hat die Agentur ihre Lösung präsentiert: Edgar C. Britschgi trägt künftig als CEO und Delegierter des Verwaltungsrates die Gesamtverantwortung.
Britschgi ist nur auf den ersten Blick ein neues Gesicht in der Agentur: Seine Sporen als Mediaplaner und Mediabuyer verdiente er sich bei der damaligen Advico Delpire ab. Seither bewegt sich Britschgis Karriere in einem weiten und internationalen Feld zwischen Marketing, Markenkommunikation und Beratung.
1973 wurde er zum Leiter Marketing Communications Europe des Textilherstellers Gardisette berufen, sein weiterer Aufstieg im Unternehmen führte ihn für mehrere Jahre in die Vereinigten Staaten. Nach der Rückkehr auf den alten Kontinent arbeitete sich Britschgi durch das Management von Werbeagenturen wie TBWA, RSCG und Ogilvy & Mather. Als CEO und Managing Partner galt er als treibende Kraft hinter dem Aufbau von Saatchi & Saatchi Business Consulting (Switzerland).
Fünf Jahre lang prägte Britschgi CI, Brand Development und Event Marketing der UBS in seiner Funktion als Leiter der Abteilung Group Corporate Marketing. Die Umsetzung seiner Branding-Aufträge besorgten Martin Spillmann als CD und Peter Felser als Stratege – seine Vorgänger bei AY&R. «Ich kenne daher beide sehr gut und bedaure, dass sie Advico verlassen haben», kommentiert Britschgi deren Abgang, «obwohl ich ja letztlich dadurch zu meinen jetzigen Posten gekommen bin.» Vor der Bankenfusion verliess Britschgi die UBS und wechselte als Partner zur Beratungsfirma Accenture, der letzten Station vor AY&R.
Trotz dieser vielseitigen Karriere wunderte sich der neue Kapitän an der ersten Vollversammlung, dass er nur für wenige seiner neuen Mitarbeiter ein Fremder war: «Einige wenige kannten mich noch aus der alten Zeit bei Advico, andere als Leiter der ADC-Kreativschule, die Dritten als Kunden.»
Britschgi hat «nicht gebibbert», wie er sagt, «weil ich wusste, dass ich die nötige Managementpraxis mitbringe». Allerdings nehme er die Herausforderung «sicher nicht auf die leichte Schulter». Immerhin blicke er auf Vorgänger zurück, «die seit mehr als zehn Jahren hervorragende Arbeit geleistet haben».
Ausbaumöglichkeiten sieht der neue CEO im strategischen Bereich, und mit seinem Wissen aus der Unternehmensberatung hofft er, die Dienstleistungen der Agentur noch vertiefen zu können. «Wir werden uns wieder engagierter am Markt zeigen», umreisst Britschgi sein Ziel, «dieser Aspekt hat in den letzten Monaten sicher gelitten.» Bruno Amstutz
Gross war das Rätselraten nach dem Abgang der Geschäftsleitung von Advico Young & Rubicam (AY&R), wer wohl in Gockhausen das Ruder übernehmen würde. Mittlerweile hat die Agentur ihre Lösung präsentiert: Edgar C. Britschgi trägt künftig als CEO und Delegierter des Verwaltungsrates die Gesamtverantwortung.
Britschgi ist nur auf den ersten Blick ein neues Gesicht in der Agentur: Seine Sporen als Mediaplaner und Mediabuyer verdiente er sich bei der damaligen Advico Delpire ab. Seither bewegt sich Britschgis Karriere in einem weiten und internationalen Feld zwischen Marketing, Markenkommunikation und Beratung.
1973 wurde er zum Leiter Marketing Communications Europe des Textilherstellers Gardisette berufen, sein weiterer Aufstieg im Unternehmen führte ihn für mehrere Jahre in die Vereinigten Staaten. Nach der Rückkehr auf den alten Kontinent arbeitete sich Britschgi durch das Management von Werbeagenturen wie TBWA, RSCG und Ogilvy & Mather. Als CEO und Managing Partner galt er als treibende Kraft hinter dem Aufbau von Saatchi & Saatchi Business Consulting (Switzerland).
Fünf Jahre lang prägte Britschgi CI, Brand Development und Event Marketing der UBS in seiner Funktion als Leiter der Abteilung Group Corporate Marketing. Die Umsetzung seiner Branding-Aufträge besorgten Martin Spillmann als CD und Peter Felser als Stratege – seine Vorgänger bei AY&R. «Ich kenne daher beide sehr gut und bedaure, dass sie Advico verlassen haben», kommentiert Britschgi deren Abgang, «obwohl ich ja letztlich dadurch zu meinen jetzigen Posten gekommen bin.» Vor der Bankenfusion verliess Britschgi die UBS und wechselte als Partner zur Beratungsfirma Accenture, der letzten Station vor AY&R.
Trotz dieser vielseitigen Karriere wunderte sich der neue Kapitän an der ersten Vollversammlung, dass er nur für wenige seiner neuen Mitarbeiter ein Fremder war: «Einige wenige kannten mich noch aus der alten Zeit bei Advico, andere als Leiter der ADC-Kreativschule, die Dritten als Kunden.»
Britschgi hat «nicht gebibbert», wie er sagt, «weil ich wusste, dass ich die nötige Managementpraxis mitbringe». Allerdings nehme er die Herausforderung «sicher nicht auf die leichte Schulter». Immerhin blicke er auf Vorgänger zurück, «die seit mehr als zehn Jahren hervorragende Arbeit geleistet haben».
Ausbaumöglichkeiten sieht der neue CEO im strategischen Bereich, und mit seinem Wissen aus der Unternehmensberatung hofft er, die Dienstleistungen der Agentur noch vertiefen zu können. «Wir werden uns wieder engagierter am Markt zeigen», umreisst Britschgi sein Ziel, «dieser Aspekt hat in den letzten Monaten sicher gelitten.» Bruno Amstutz
