Kopf der Woche: «Ich will in Zukunft die Wemf-Studien bekannter machen»
Carine Lins ist seit Januar neue Marketingleiterin bei der AG für Werbemittelforschung (Wemf)
Carine Lins ist seit Januar neue Marketingleiterin bei der AG für Werbemittelforschung (Wemf)Kopf der Woche «Ich will in Zukunft die Wemf-Studien bekannter machen»
Während der ersten sechs Monate habe sie sich als Welsche in der Deutschschweiz wie «in einem schlechten Film» gefühlt, sagt Carine Lins. Bevor sie jedoch zur Reise in die Deutschschweiz ansetzte, studierte die im Berner Jura aufgewachsene Lins politische Wissenschaften an der Universität Lausanne. Nach Studienabschluss liebäugelte sie damit, in der Westschweiz zu bleiben und in den Journalismus einzusteigen, doch sie entschied sich trotzdem, nach Zürich zu gehen: «Marketing hat mich seit jeher interessiert, deshalb war das Praktikum der CS für Hochschulabsolventen ein attraktives Angebot.»
Nach einem zweimonatigen Sprachaufenthalt in Berlin begann sie in einer Zürcher Bankfiliale ihr zweijähriges Praktikum. Im ersten Jahr war sie in der Kreditabteilung tätig, danach wechselte sie in den Bereich Marketing und Marktforschung. «Ich hatte nie ein ausgesprochenes Faible für Zahlen, doch plötzlich entdeckte ich, dass mir das Jonglieren mit ihnen wider Erwarten viel Spass bereitete.» Deshalb beschloss sie, nach dem Praktikum weiterhin für die Grossbank im Bereich Strategie für Klein- und Mittelbetriebe tätig zu bleiben und die Ausbildung zur Marketingplanerin zu absolvieren.
1990 wechselte sie als Projektleiterin Marktforschung zu Tamedia. Nach drei Jahren in der Leserschafts- und redaktionellen Forschung übernahm sie die Leitung des Marktforschungsteams und bildete sich zur Marketingleiterin weiter.
1998 wechselte sie zur Wemf: «Bei Tamedia gab es in dieser Zeit immer wieder Änderungen und Umstellungen, die ständig Neuanfänge mit sich brachten.» Bei der Wemf, wo sie für Medienforschungsprojekte zuständig war, konnte sie nicht nur ihr Medienforschungswissen vertiefen, sondern auch ihre Muttersprache Französisch nutzen. Dank des 80-Prozent-Pensums liess sich für die allein erziehende Mutter auch
die Betreuung ihres fünfjährigen Sohnes besser vereinen.
Als neue Wemf-Marketingleiterin will Lins mittelfristig die verschiedenen Studien bekannter machen: «Ich bin überzeugt, dass wir hier noch viel Potenzial nutzen können.» Sie freut sich darauf, in Zukunft mehr Kundenkontakt zu pflegen und nicht mehr so häufig von Zahlen umgeben zu sein. «Es ist auch reizvoll, mich nicht mehr nur auf einzelne Projekte zu konzentrieren, sondern eine gesamtheitliche Sicht vertreten zu können», sagt Lins.
Hat der erwähnte «schlechte Film» also doch noch ein Happy End gefunden? «Natürlich spiele ich manchmal mit dem Gedanken, in die Westschweiz zurückzukehren. Doch mittlerweile fühle ich mich auch hier zu Hause, obwohl die Deutschschweizer nicht so locker sind wie die Romands», sagt Lins schmunzelnd. Daniela Zivadinovic
Während der ersten sechs Monate habe sie sich als Welsche in der Deutschschweiz wie «in einem schlechten Film» gefühlt, sagt Carine Lins. Bevor sie jedoch zur Reise in die Deutschschweiz ansetzte, studierte die im Berner Jura aufgewachsene Lins politische Wissenschaften an der Universität Lausanne. Nach Studienabschluss liebäugelte sie damit, in der Westschweiz zu bleiben und in den Journalismus einzusteigen, doch sie entschied sich trotzdem, nach Zürich zu gehen: «Marketing hat mich seit jeher interessiert, deshalb war das Praktikum der CS für Hochschulabsolventen ein attraktives Angebot.»
Nach einem zweimonatigen Sprachaufenthalt in Berlin begann sie in einer Zürcher Bankfiliale ihr zweijähriges Praktikum. Im ersten Jahr war sie in der Kreditabteilung tätig, danach wechselte sie in den Bereich Marketing und Marktforschung. «Ich hatte nie ein ausgesprochenes Faible für Zahlen, doch plötzlich entdeckte ich, dass mir das Jonglieren mit ihnen wider Erwarten viel Spass bereitete.» Deshalb beschloss sie, nach dem Praktikum weiterhin für die Grossbank im Bereich Strategie für Klein- und Mittelbetriebe tätig zu bleiben und die Ausbildung zur Marketingplanerin zu absolvieren.
1990 wechselte sie als Projektleiterin Marktforschung zu Tamedia. Nach drei Jahren in der Leserschafts- und redaktionellen Forschung übernahm sie die Leitung des Marktforschungsteams und bildete sich zur Marketingleiterin weiter.
1998 wechselte sie zur Wemf: «Bei Tamedia gab es in dieser Zeit immer wieder Änderungen und Umstellungen, die ständig Neuanfänge mit sich brachten.» Bei der Wemf, wo sie für Medienforschungsprojekte zuständig war, konnte sie nicht nur ihr Medienforschungswissen vertiefen, sondern auch ihre Muttersprache Französisch nutzen. Dank des 80-Prozent-Pensums liess sich für die allein erziehende Mutter auch
die Betreuung ihres fünfjährigen Sohnes besser vereinen.
Als neue Wemf-Marketingleiterin will Lins mittelfristig die verschiedenen Studien bekannter machen: «Ich bin überzeugt, dass wir hier noch viel Potenzial nutzen können.» Sie freut sich darauf, in Zukunft mehr Kundenkontakt zu pflegen und nicht mehr so häufig von Zahlen umgeben zu sein. «Es ist auch reizvoll, mich nicht mehr nur auf einzelne Projekte zu konzentrieren, sondern eine gesamtheitliche Sicht vertreten zu können», sagt Lins.
Hat der erwähnte «schlechte Film» also doch noch ein Happy End gefunden? «Natürlich spiele ich manchmal mit dem Gedanken, in die Westschweiz zurückzukehren. Doch mittlerweile fühle ich mich auch hier zu Hause, obwohl die Deutschschweizer nicht so locker sind wie die Romands», sagt Lins schmunzelnd. Daniela Zivadinovic
