Kopf der Woche: «Ich möchte die Marke McCann-Erickson für Kunden und Mitarbeiter sexy machen»
David Honegger ist seit zwei Wochen neuer CEO von McCann-Erickson Schweiz
David Honegger ist seit zwei Wochen neuer CEO von McCann-Erickson SchweizKopf der Woche «Ich möchte die Marke McCann-Erickson für Kunden und Mitarbeiter sexy machen»
Das Glück klopft oft an die Tür, doch meistens ist niemand zu Hause», lautet eine der Metaphern, in denen David Honegger gerne spricht. Als McCann-Erickson Schweiz anklopfte, um ihn als CEO in die Agentur zu holen, war er zu Hause. Und dem ehemaligen Mitinhaber der Agentur Honegger von Matt war sofort klar: Das ist es. «Der Brand McCann-Erickson hat enormes Potenzial und verfügt zudem über ein gut funktionierendes Netzwerk», ergänzt der 48-Jährige. Als CEO könne er darüber hinaus eine Managementfunktion einnehmen, ohne sich vom kreativen Arbeitsstil verabschieden zu müssen.
Dass McCann-Erickson in der Vergangenheit Rückschläge einstecken musste, beeinträchtigt seine Begeisterung nicht: «Krise ist immer auch Chance.» Die Struktur der Agentur habe das kommerzielle Wachstum damals nicht ganz auffangen können. «In der Zwischenzeit hat sich die Lage aber konsolidiert. Nun geht es wieder aufwärts», ist der Agenturchef überzeugt.
Honegger muss es wissen, schliesslich hat ihn nicht Glück allein in die Geschäftsführung von McCann-Erickson gebracht. Werbung ist für ihn eine Berufung: Schon während des Germanistikstudiums an der Universität Zürich war er vom kreativen Gebrauch der Sprache und von der Reduktion komplexer Zusammenhänge fasziniert. Interessen, die Honegger in der Werbung umzusetzen hoffte. Der erste Texterjob bei der damaligen Advico begeisterte den Lizenziaten von Anfang an. Später übte er sich auch bei ASGS/BBDO, Wirz und Scotti in dieser Disziplin, bis er 1993 mit seinem Unikollegen Dominique von Matt die Agentur Honegger von Matt gründete.
«Nach sieben Jahren hatte die Agentur in meinen Augen alle gesteckten Ziele erreicht. Ich brauchte eine neue Herausforderung», erinnert sich der CEO. So folgte Ende 2000 der Verkauf seines Anteils an Jung von Matt.
Danach wurde es trotz seiner Tätigkeit als freier Creative Consultant einiges ruhiger um Honegger. «Ich hatte Zeit, mich neu zu definieren», erzählt er rückblickend. Mehr Zeit auch, um mit seinen vier Töchtern Ausflüge zu unternehmen, Bücher statt Kundenverzeichnisse zu lesen oder sich auf den New Yorker Marathon vorzubereiten.
Mit vollen Batterien möchte er nun in einer anderen Liga Erfolgsgeschichte schreiben. Konkret: «Die Marke McCann-Erickson für Kunden und Mitarbeiter sexy machen.» Dieses Ziel sei durch gute Werbung, einen starken Brand, bedürfnisorientierte Zusammenarbeit von Genf und Zürich sowie durch Nutzung des internationalen Netzwerks realisierbar. Er selbst sieht sich dabei als Coach, der mit dem Team neue Wege sucht und dabei nie die Bodenhaftung verliert.
Nun bleibt zu hoffen, dass auch bei McCann-Erickson Schweiz das Glück bald wieder an die Tür klopft. Carole Koch
Das Glück klopft oft an die Tür, doch meistens ist niemand zu Hause», lautet eine der Metaphern, in denen David Honegger gerne spricht. Als McCann-Erickson Schweiz anklopfte, um ihn als CEO in die Agentur zu holen, war er zu Hause. Und dem ehemaligen Mitinhaber der Agentur Honegger von Matt war sofort klar: Das ist es. «Der Brand McCann-Erickson hat enormes Potenzial und verfügt zudem über ein gut funktionierendes Netzwerk», ergänzt der 48-Jährige. Als CEO könne er darüber hinaus eine Managementfunktion einnehmen, ohne sich vom kreativen Arbeitsstil verabschieden zu müssen.
Dass McCann-Erickson in der Vergangenheit Rückschläge einstecken musste, beeinträchtigt seine Begeisterung nicht: «Krise ist immer auch Chance.» Die Struktur der Agentur habe das kommerzielle Wachstum damals nicht ganz auffangen können. «In der Zwischenzeit hat sich die Lage aber konsolidiert. Nun geht es wieder aufwärts», ist der Agenturchef überzeugt.
Honegger muss es wissen, schliesslich hat ihn nicht Glück allein in die Geschäftsführung von McCann-Erickson gebracht. Werbung ist für ihn eine Berufung: Schon während des Germanistikstudiums an der Universität Zürich war er vom kreativen Gebrauch der Sprache und von der Reduktion komplexer Zusammenhänge fasziniert. Interessen, die Honegger in der Werbung umzusetzen hoffte. Der erste Texterjob bei der damaligen Advico begeisterte den Lizenziaten von Anfang an. Später übte er sich auch bei ASGS/BBDO, Wirz und Scotti in dieser Disziplin, bis er 1993 mit seinem Unikollegen Dominique von Matt die Agentur Honegger von Matt gründete.
«Nach sieben Jahren hatte die Agentur in meinen Augen alle gesteckten Ziele erreicht. Ich brauchte eine neue Herausforderung», erinnert sich der CEO. So folgte Ende 2000 der Verkauf seines Anteils an Jung von Matt.
Danach wurde es trotz seiner Tätigkeit als freier Creative Consultant einiges ruhiger um Honegger. «Ich hatte Zeit, mich neu zu definieren», erzählt er rückblickend. Mehr Zeit auch, um mit seinen vier Töchtern Ausflüge zu unternehmen, Bücher statt Kundenverzeichnisse zu lesen oder sich auf den New Yorker Marathon vorzubereiten.
Mit vollen Batterien möchte er nun in einer anderen Liga Erfolgsgeschichte schreiben. Konkret: «Die Marke McCann-Erickson für Kunden und Mitarbeiter sexy machen.» Dieses Ziel sei durch gute Werbung, einen starken Brand, bedürfnisorientierte Zusammenarbeit von Genf und Zürich sowie durch Nutzung des internationalen Netzwerks realisierbar. Er selbst sieht sich dabei als Coach, der mit dem Team neue Wege sucht und dabei nie die Bodenhaftung verliert.
Nun bleibt zu hoffen, dass auch bei McCann-Erickson Schweiz das Glück bald wieder an die Tür klopft. Carole Koch
