Kopf der Woche: «Auftraggeber habens gemerkt: Es muss nicht immer Zürich sein»
Peter Frey ist seit dem 1. Juli Mehrheitsinhaber von cR DDB, Basel
Peter Frey ist seit dem 1. Juli Mehrheitsinhaber von cR DDB, BaselKopf der Woche «Auftraggeber habens gemerkt: Es muss nicht immer Zürich sein»Seit Juli befindet sich cR DDB, Basel, zu 80 Prozent im Besitz ihres langjährigen Geschäftsführers Peter Frey. Er hat die Anteile seines Geschäftspartners Jürg Schaub übernommen, der mit 67 Jahren langsam ans Zurücktreten denkt. Die übrigen 20 Prozent der Aktien hält das amerikanische Netzwerk DDB.
Von einem Verkauf der Agentur, der ebenfalls diskutiert worden war, sah Peter Frey bald ab. Er hätte bedeutet, dass die Agentur wohl nach Zürich abgezogen worden wäre. Zu dieser Einschätzung gelangte der Mehrheitsinhaber nach ersten Gesprächen mit Interessenten, «die in Autos mit Zürcher Nummernschildern bei uns vorfuhren».
Der heute 53-jährige Frey fühlt sich dem Standort Basel verpflichtet. Die Stadt brauche gute Agenturen, um die Tradition fortzusetzen, die etwa durch die Kunstgewerbeschule Basel und die Gründung der damaligen GGK gewachsen sei. «Ausserdem haben Auftraggeber mit Sitz in anderen grösseren Schweizer Städten längst gemerkt, dass es nicht immer Zürich sein muss», so Frey.
In Therwil bei Basel geboren und aufgewachsen, verspürte Frey früh den Wunsch, in der Werbung zu arbeiten. Zur 1968 von Jürg Schaub und Horst Kepka gegründeten creativen Realisation (cR) stiess er 1972. Zuvor hatte er im Anschluss an seine kaufmännische Ausbildung bis zum Ausbruch der Studentenunruhen 1968 als Archivar in der Pariser Galerie Maeght gearbeitet und war danach in der Werbeabteilung von L’Oréal, Genf, beschäftigt.
«Am Geist der Agentur wird sich kaum viel ändern», sagt Managing Director Frey. Er will bestehenden und «neuen Kunden, die zu uns passen», das Gleiche wie in den vergangenen 30 Jahren bieten: nämlich eine starke Kreation und eine «Verhältniskultur», die einen toleranten Umgang auf allen Ebenen anstrebt. Um die Kontinuität fortzusetzen, hat er Hans Tanner als CD und Daniel Bürgi als Chef Kundenberatung und Strategie ins Boot und in die Geschäftsleitung geholt.
Ein Beispiel für das Funktionieren der «Verhältniskultur» ist übrigens die Geschäftspartnerschaft zwischen Peter Frey und Jürg Schaub. «Wir haben uns in all den Jahren nicht ein einziges Mal bekriegt und den Übergang ohne Berater und Jurist vollzogen», sagt Frey. Er ist überzeugt, dass diese Firmenkultur auf die zum Teil langjährigen Mitarbeitenden nicht ohne Einfluss geblieben ist.
Peter Frey behält auch in seiner Freizeit gern die Zügel in der Hand. Er besitzt zwei Pferde, mit denen er an Military-Prüfungen teilnimmt. Ein zweites Hobby ist der Jazz, den er nicht nur hört, sondern auch aktiv unterstützt: Die Agentur gestaltet die Monatsprogramme des Basler Liveclubs «The Bird’s Eye».
Ernst Weber
Von einem Verkauf der Agentur, der ebenfalls diskutiert worden war, sah Peter Frey bald ab. Er hätte bedeutet, dass die Agentur wohl nach Zürich abgezogen worden wäre. Zu dieser Einschätzung gelangte der Mehrheitsinhaber nach ersten Gesprächen mit Interessenten, «die in Autos mit Zürcher Nummernschildern bei uns vorfuhren».
Der heute 53-jährige Frey fühlt sich dem Standort Basel verpflichtet. Die Stadt brauche gute Agenturen, um die Tradition fortzusetzen, die etwa durch die Kunstgewerbeschule Basel und die Gründung der damaligen GGK gewachsen sei. «Ausserdem haben Auftraggeber mit Sitz in anderen grösseren Schweizer Städten längst gemerkt, dass es nicht immer Zürich sein muss», so Frey.
In Therwil bei Basel geboren und aufgewachsen, verspürte Frey früh den Wunsch, in der Werbung zu arbeiten. Zur 1968 von Jürg Schaub und Horst Kepka gegründeten creativen Realisation (cR) stiess er 1972. Zuvor hatte er im Anschluss an seine kaufmännische Ausbildung bis zum Ausbruch der Studentenunruhen 1968 als Archivar in der Pariser Galerie Maeght gearbeitet und war danach in der Werbeabteilung von L’Oréal, Genf, beschäftigt.
«Am Geist der Agentur wird sich kaum viel ändern», sagt Managing Director Frey. Er will bestehenden und «neuen Kunden, die zu uns passen», das Gleiche wie in den vergangenen 30 Jahren bieten: nämlich eine starke Kreation und eine «Verhältniskultur», die einen toleranten Umgang auf allen Ebenen anstrebt. Um die Kontinuität fortzusetzen, hat er Hans Tanner als CD und Daniel Bürgi als Chef Kundenberatung und Strategie ins Boot und in die Geschäftsleitung geholt.
Ein Beispiel für das Funktionieren der «Verhältniskultur» ist übrigens die Geschäftspartnerschaft zwischen Peter Frey und Jürg Schaub. «Wir haben uns in all den Jahren nicht ein einziges Mal bekriegt und den Übergang ohne Berater und Jurist vollzogen», sagt Frey. Er ist überzeugt, dass diese Firmenkultur auf die zum Teil langjährigen Mitarbeitenden nicht ohne Einfluss geblieben ist.
Peter Frey behält auch in seiner Freizeit gern die Zügel in der Hand. Er besitzt zwei Pferde, mit denen er an Military-Prüfungen teilnimmt. Ein zweites Hobby ist der Jazz, den er nicht nur hört, sondern auch aktiv unterstützt: Die Agentur gestaltet die Monatsprogramme des Basler Liveclubs «The Bird’s Eye».
Ernst Weber
