Koch es, schäl es oder vergiss es

Reisezubehör Katadyn, Hersteller portabler Systeme zur Wasseraufbereitung, plädiert mit einer Viva-Kampagne für mehr Vorsicht beim Trinkwassergenuss.

Reisezubehör Katadyn, Hersteller portabler Systeme zur Wasseraufbereitung, plädiert mit einer Viva-Kampagne für mehr Vorsicht beim Trinkwassergenuss.Die Faustregel für Tropenreisende, Lebensmittel zu kochen oder zu schälen, ist nach wie vor gültig. Schon eine geringe Anzahl Erreger kann bei hygieneverwöhnte Globetrottern bereits die Rache Montezumas verursachen: Durchfall der übelsten Art. Dies gilt insbesonde-re beim Wasserkonsum: Laut der Weltgesundheitsorganisation sind 80 Prozent aller Reiseerkrankungen auf verunreinigtes Trinkwasser zurückzuführen. «Das Wasser, das unterwegs aufgefunden wird, hat mit unserer Wasserqualität oft nur noch gemeinsam, dass es nass ist», meint Adrian Schmassmann, CEO Katadyn Produkte AG. Das Unternehmen mit Sitz in Wallisellen entwickelt seit 75 Jahren tragbare Systeme zur Trinkwasseraufbereitung. Mit einem Jahresumsatz von rund 31 Millionen Franken und Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, Singapur und den USA dominiert das Unternehmen 52 Prozent des globalen Marktes dieser Kategorie der Wasseraufbereitungstechnologie.
Europaweite Kampagne
Viele Reisende würden noch heute der Qualität des Trinkwassers zu wenig Bedeutung beimessen, ist der CEO überzeugt.
Eine europaweite Anzeigenkampagne und eine Informationsbroschüre sollen diesen Herbst Reisende auf die Gefahren hinweisen, die von verunreinigtem Trinkwasser ausgehen – und Katadyn-Produkte stärker bekannt machen.
Verantwortlich für die Umsetzung zeichnet das Agentur-Team von Viva, Zürich, das Tränken und trübe Tümpel mit einem Katadyn-Schild als Trinkwasserquellen auszeichnet. Damit soll auch das letzte Kamel merken, dass durch Desinfektion und Filtration beinahe jedes Wasser trinkbar gemacht werden kann. Angesprochen werden aber nicht nur Tropenreisende. Trotz strenger Hygienevorschriften ist auch hier zu Lande längst nicht jeder Quell bedenkenlos geniessbar: Unlängst waren die Schweizer Gemeinden Kaltbrunn SG, Stein SG und Rohrbach BE wegen Trinkwasserverschmutzung in die Schlagzeilen gekommen.
Simone Keller

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