Kanal 1 lässt noch viele Fragen offen
Mit dem Kauf der Studioräumlichkeiten von TV 3 ist Kanal 1 zwar einen Schritt weiter.
Mit dem Kauf der Studioräumlichkeiten von TV 3 ist Kanal 1 zwar einen Schritt weiter.Trotzdem bleiben wichtige Fragen des Dreiländer-TV-Projektes von Hanno und Erwin Soravia, den beiden Kärtner Bauindustriellensöhnen, weiterhin offen. Noch fehlt der benötigte Schweizer Partner, und auch die Kabelverbreitung liegt noch in weiter Ferne.Trotzdem ist Peter Kölbel, Projektleier von Kanal 1, optimistisch, bereits im September oder allenfalls einen Monat später starten zu können. Täglich sollen acht Stunden Programm mit Magazinsendungen, Reality-Formaten, Reportagen, Talkshows und Diskussionsrunden über den Bildschirm gehen. Das Jahresbudget von Kanal 1 werde klar unter den 70 Millionen Franken von TV 3 liegen, verrät Kölbel.
Loslegen werde man im Rahmen der österreichischen Satellitenlizenz. Zu diesem Zeitpunkt werde es aber noch keine Schweizer Inhalte geben. Mit diesen starte man, sobald die Konzession für die Schweiz vorliege. Kanal 1 suche immer noch einen Schweizer Partner, der die konzessionsrechtlich vorgeschriebene 51-Prozent-Mehrheit an der Schweizer Gesellschaft übernehmen werde. Nachdem Ringier und Tamedia bereits abgewinkt haben, könne er sich gut auch einen Partner ausserhalb der Medienbranche vorstellen. «Zum Beispiel eine Werbeagentur», sagt Kölbel.
Auch was das ungelöste Verbreitungsproblem betrifft, bleibt er zuversichtlich. Sobald das Programm eine Schweizer Konzession habe, womit er frühestens in einem halben Jahr rechnet, werde Cablecom dem Sender einen analogen Kanal zugestehen müssen.
Zusammen mit dem Programmstart im Herbst plant Kanal 1 eine fünfmal wöchentlich erscheinende Gratis-Programmzeitschrift, die in Wien produziert und gedruckt werden soll. Das als Promotionsmittel gedachte Heft mit dem Titel U 1 soll in rund 100000 Exemplaren in Zürich, Bern und Basel verteilt werden. Zu diesem Zweck hat Kanal 1 die rund 450 verwaisten Metropol-Boxen gekauft. (dse)
Loslegen werde man im Rahmen der österreichischen Satellitenlizenz. Zu diesem Zeitpunkt werde es aber noch keine Schweizer Inhalte geben. Mit diesen starte man, sobald die Konzession für die Schweiz vorliege. Kanal 1 suche immer noch einen Schweizer Partner, der die konzessionsrechtlich vorgeschriebene 51-Prozent-Mehrheit an der Schweizer Gesellschaft übernehmen werde. Nachdem Ringier und Tamedia bereits abgewinkt haben, könne er sich gut auch einen Partner ausserhalb der Medienbranche vorstellen. «Zum Beispiel eine Werbeagentur», sagt Kölbel.
Auch was das ungelöste Verbreitungsproblem betrifft, bleibt er zuversichtlich. Sobald das Programm eine Schweizer Konzession habe, womit er frühestens in einem halben Jahr rechnet, werde Cablecom dem Sender einen analogen Kanal zugestehen müssen.
Zusammen mit dem Programmstart im Herbst plant Kanal 1 eine fünfmal wöchentlich erscheinende Gratis-Programmzeitschrift, die in Wien produziert und gedruckt werden soll. Das als Promotionsmittel gedachte Heft mit dem Titel U 1 soll in rund 100000 Exemplaren in Zürich, Bern und Basel verteilt werden. Zu diesem Zweck hat Kanal 1 die rund 450 verwaisten Metropol-Boxen gekauft. (dse)
