Immer weniger Zeitungen am Kiosk

Kioske Der Pressevertrieb steht unter Druck, auch in der Schweiz. Marktführer Valora rechnet mit einer längeren Durststrecke.

Kioske Der Pressevertrieb steht unter Druck, auch in der Schweiz. Marktführer Valora rechnet mit einer längeren Durststrecke.Valora Wholesale, jener Bereich, in dem der internationale Pressevertrieb im Mischkonzern angesiedelt ist, hat von Januar bis Juni gegenüber derselben Vorjahresperiode acht Prozent Umsatz eingebüsst. Der Hauptgrund dafür: Immer weniger Menschen kaufen Printprodukte am Kiosk. In der Schweiz zeigt sich die Situation wie folgt: Der Absatz von Zeitungen fiel allein seit dem 1. Januar 2003 um fünf Prozent, jener von Zeitschriften um 1,5 Prozent. «Wir gehen davon aus, dass der Presseverkauf auch in den nächsten fünf Jahren rückläufig bleibt, wenn auch mit abnehmender Tendenz. Danach dürfte er festen Boden finden», sagt Valora-Sprecherin Stefania Misteli.Valora rüstet auf und um
Als Reaktion darauf werde man bei Valora Wholesale die Kosten weiter senken und die Prozesse optimieren. So seien ein neues Pressesteuerungssystem, eine neue Kommissionierungs- und Remissionsanlage, weitere Scannerkassen sowie ein Nachlieferservice geplant oder bereits eingerichtet. Und das Angebot an die Verlage für Promotionsaktivitäten am Kiosk bleibe bestehen. Misteli: «Wir stellen fest, dass dieses Instrumentarium immer häufiger genutzt wird.»
(mk)

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