Hochkarätige Fotografie vereint

Lürzer’s Archive hat die sechste Ausgabe von «200 Best Ad Photographers Worldwide» publiziert. Mit Michel Jaussi, Jonathan Heyer und Urs Bigler haben es drei Fotografen aus der Schweiz in die Publikation geschafft.

793 Fotografen aus 55 verschiedenen Ländern haben beim Fachmagazin Lürzer’s Archive für die neueste Ausgabe von «200 Best Ad Photographers Worldwide» ihre Arbeiten eingereicht. Aus den 8629 Bildern hat eine achtköpfige Jury um Chefredakteur Michael Weinzettl die besten Motive herausgesucht. Entstanden ist ein 420 Seiten schwerer Band mit 516 Motiven aus den unterschiedlichsten Bereichen – Tiere, Architektur, Automobil, Fashion, Landschaften, Portraits, Sport etc.

Vertreten sind auch drei Fotografen aus der Schweiz.

Michel Jaussi hat es mit einer Eigenwerbung sowie einer Arbeit für Renault, in der das Kurvenlicht des Fahrzeugs in düsterer Berglandschaft in Szene gesetzt wird, ins Buch geschafft.

200-Best-Ad-Photographers_M
(Bildbearbeitung: Patrick Salonen, Agentur: Publicis Zürich, CD: Ralph Halder, AD: Swen Morath)

Jonathan Heyer gelang die Aufnahme mit einem Motiv für Small-World-Sprachaufenthalte, in dem ungebrauchte Wörter verstauben.

heyer
)

 

Und Urs Bigler liess seinem Fotomodell Locken aus Holzspänen wachsen.

bigler
(Bildbearbeitung: Urs Bigler, Agentur: Kobalt Luzern, CD/AD: Norbert Brunner)

Eigenwerbung: Frei vom Korsett der Kundenwünsche

Augenfällig ist, dass es sich bei vielen Arbeiten um Eigenwerbungen handelt. Wieso, haben wir Weinzettl gefragt. Bietet Auftragsfotografie zu wenig Spielraum? Ja, meint der Chefredaktor. Bei Auftragsfotografie müssten so viele Wünsche berücksichtigt werden. «Viele Fotografen werden aufgrund eines bestimmten Fotos gebucht, das sie irgendwann einmal aufgenommen haben, und dann wird von ihnen verlangt, dass sie das immer wieder reproduzieren. Ich kenne einige Fälle von Fotografen, für die bestimmte Arbeiten zum Fluch wurden, weil diese so populär wurden, dass die Auftraggeber nichts anderes von ihnen wollten.»

Eigenwerbungen habe man aber nur von Fotografen publiziert, die bereits häufig mit ihren für die Werbung gemachten Fotos im Magazin vertreten sind und deshalb im Fotografen-Ranking auf Luerzersarchive.com einen entsprechend hohen Platz einnehmen. «Wir wollten diesen ausgewiesenen Werbefotografen die Gelegenheit geben, Arbeiten zu zeigen, in denen sie quasi vom Korsett der Kundenwünsche befreit operieren.»

Bilder, bei denen die digitale Bildbearbeitung im Vordergrund stand oder sich beim Betrachter in den Vordergrund drängte, wurden im Vorfeld aussortiert. Sie erhalten die Chance, im Sammelband «200 Best Digital Artists Worldwide» publiziert zu werden, eine Publikation, die der Verlag ebenfalls im Zweijahresrhythmus herausgibt. (imp)

cover_n

Weitere Informationen und Bezug: Luerzersarchive.com.
 

More articles on the topic