Herr der Daten
Seminar Topix und Apple stellten kürzlich neue Werkzeuge zur Datenverwaltung vor.
Seminar Topix und Apple stellten kürzlich neue Werkzeuge zur Datenverwaltung vor.Daten sind für Agenturen und Vorstufenbetrieben das Kapital des Unternehmens. Sie zu schützen, zu sichern und/oder schnell verfügbar zu machen, ist daher ein grosses Anliegen (nicht nur) dieser Firmen.Den Themenkreis «Bändigung der Datenflut» behandelte dazu ein Seminar, das von der Topix AG, St. Gallen, und vom Hardware- und Software-Anbieter Apple Computer Schweiz durchgeführt wurde. Dieter Herzmann, Geschäftsführer der Topix, begrüsste dazu Ende März über 60 Teilnehmer in Zürich. Im Vordergrund standen die neusten Entwicklungen im Bereich der Datenverwaltung – im Mittelpunkt Apples leistungsfähige Server-Systeme sowie deren im Januar eingeführte Xsan-Technologie.
Xserve- und RAID-SystemeSeit Apple mit den Xserve-Servern «richtig» in den Server-Markt eingestiegen ist, sorgt das Unternehmen mit innovativen Produkten und Lösungen für Aufsehen. Bezahlt macht sich hier der Vorteil von Apple, sowohl Hardware als auch Software zu entwickeln. Neben den Xserve-Servern bietet Apple hochperformante und hochverfügbare RAID-Systeme (siehe Kasten) an, die bis 5,6 Terabyte Daten in einem RAID-Gehäuse (Enclosure) verwalten und die wiederum hintereinander geschaltet werden können. Die Xserve-RAID-Speichersysteme sind für Betriebe interessant, die grosse Datenmengen verwalten und eine hohe Verfügbarkeit benötigen – in der Medien- und Druckindustrie zum Beispiel für die Bereiche Videoediting und beim Einsatz von Content- bzw. Assetmanagement-Systemen. Vorgestellt wurde am Seminar auch die Funktion IP Failover mit zwei oder mehr Xserve. Bei dieser Methode übernimmt der zweite Server beim Ausfall des ersten dessen Funktionen unter Beibehaltung derselben IP-Adresse. Damit lässt sich eine erhöhte Ausfallsicherheit erzielen.
In einer Live-Demo wurde Remote Desktop in seiner neuen Version gezeigt. Diese Apple-Software ermöglicht die Fernsteuerung und das Überwachen (Monitoring) von Rechnern und auch von Servern.
Xsan – wo es Sinn macht Im Mittelpunkt des Nachmittagsseminars stand Xsan. Dieser Teil wurde von Apple Systems Engineer Stephan Blattmann vorgestellt und vorgeführt. Xsan ist Apples Cluster-File-System, das Datenspeicher gemeinsam nutzbar macht. Bei Xsan sorgen so genannte Metadaten-Server für die Verwaltung des Zugriffs der Daten auf die Speichersysteme (zum Beispiel RAID-Systeme), ein sinnvollerweise verwendeter zweiter Metadaten-Server übernimmt dessen Funktion, sobald dieser wichtige Server ausfällt. Das Cluster-File-System Xsan ermöglicht damit den gleichzeitigen Zugriff verschiedener Server oder Rechner auf dasselbe File-System. Insgesamt lässt sich damit die Datenverfügbarkeit steigern.
In solchen Hochgeschwindigkeitsnetzwerken müssen sämtliche Rechner mit speziellen FibreChannel-Karten ausgerüstet und zusätzlich doppelt geführte FibreChannel-Kabel verwendet werden, damit Xsan seine Leistungsfähigkeit voll ausspielen kann. Apple bietet mit Xsan die hierfür ebenfalls notwendige Software an.
Obere Mittelklasse
Mit Xsan, RAID-Systemen und G5-Servern spielt Apple damit zwar «nur» in der oberen Mittelklasse und nicht in der Oberliga der Server- und Datenspeichersysteme mit, bietet dafür aber Lösungen zu erschwinglichen Preisen an, die den meisten Agenturen und Vorstufenbetrieben ausreichen dürften. Darüber informierten die Referenten Dieter Herzmann und Stephan Blattmann von Apple ausführlich. Was im Seminar fehlte, waren objektive Vergleiche mit anderen Systemen. Das wäre andererseits aber auch etwas schwierig gewesen, weil zum einen Apple mit diesem Gesamtangebot ziemlich allein dasteht – und zum anderen dann ein Nachmittag mit Sicherheit nicht mehr ausgereicht hätte.
Als Bonbon gab Reto Büchler, Topix, einen ersten kleinen Einblick in Apples neues Betriebssystem Tiger, das inzwischen angekündigt ist und Ende April erhältlich sein soll.
TopixDie Topix AG wurde 1989 gegründet und gilt heute als anerkanntes Systemhaus und Partner für alle EDV-Belange. Die Spezialisierung auf die grafische Industrie macht Topix zum leistungsfähigen Beratungs- und Supportunternehmen mit einem Komplettangebot, von der Beratung und dem Verkauf bis hin zu Support, Service und Ausbildung. Das Unternehmen mit Sitz in St. Gallen und einem Supportstützpunkt in Zürich beschäftigt heute 13 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter www.topix.ch. (jf)
RAIDDas Acronym RAID steht für eine Kombination aus mehreren günstigen, redundanten Datenspeichern (Redundant Array of Inexpensive Disks). Die Redundanz ermöglicht, dass bei einem Ausfall einer Harddisk die darauf befindlichen Daten nicht verloren gehen, sondern von den anderen Festplatten wiederhergestellt bzw. verfügbar gemacht werden. Je nach Anspruch stehen verschiedene, so genannte RAID-Levels zur Verfügung (z. B. RAID 0, RAID 1 und RAID 5).
Der Vorteil von RAID-Systemen gegenüber Servern mit grösseren Harddisks ist der, dass kleinere und zusammengefasste Datenspeicher günstiger sind als grosse Massenspeicher. (jf)
SANEin SAN (Storage Area Network) ist ein Speichernetzwerk, bei dem mehrere Server oder Workstations über SAN Switches (Verteiler) auf ein oder mehrere Speichereinheiten zugreifen. Man spricht auch von einem gemeinsam genutzten Speicher. SAN konsolidiert die Inhalte/Daten in einem Volumen. Sämtliche verwendete Server können via Switch auf alle im SAN verfügbaren Harddisks zugreifen.
Jeder Rechner, der in das SAN-Netzwerk eingebunden werden soll, benötigt eine entsprechende Software (z. B. Xsan von Apple). Durch den zusätzlichen und erforderlichen Metadaten-Controller – einem weiteren dezidierten Server, der quasi als Dirigent fungiert –, wird der Zugriff auf die Files geregelt. Ein weiterer Metadaten-Controller (als Stand-by-Controller) ist erforderlich, damit beim Ausfall des ersten Metadaten-Controllers dieser übernehmen kann. (jf)
15 Xserve und 3 Xserve RAID in einem Rack.
Xsan ist Apples Cluster-File-System.
Jürgen Franck
Xserve- und RAID-SystemeSeit Apple mit den Xserve-Servern «richtig» in den Server-Markt eingestiegen ist, sorgt das Unternehmen mit innovativen Produkten und Lösungen für Aufsehen. Bezahlt macht sich hier der Vorteil von Apple, sowohl Hardware als auch Software zu entwickeln. Neben den Xserve-Servern bietet Apple hochperformante und hochverfügbare RAID-Systeme (siehe Kasten) an, die bis 5,6 Terabyte Daten in einem RAID-Gehäuse (Enclosure) verwalten und die wiederum hintereinander geschaltet werden können. Die Xserve-RAID-Speichersysteme sind für Betriebe interessant, die grosse Datenmengen verwalten und eine hohe Verfügbarkeit benötigen – in der Medien- und Druckindustrie zum Beispiel für die Bereiche Videoediting und beim Einsatz von Content- bzw. Assetmanagement-Systemen. Vorgestellt wurde am Seminar auch die Funktion IP Failover mit zwei oder mehr Xserve. Bei dieser Methode übernimmt der zweite Server beim Ausfall des ersten dessen Funktionen unter Beibehaltung derselben IP-Adresse. Damit lässt sich eine erhöhte Ausfallsicherheit erzielen.
In einer Live-Demo wurde Remote Desktop in seiner neuen Version gezeigt. Diese Apple-Software ermöglicht die Fernsteuerung und das Überwachen (Monitoring) von Rechnern und auch von Servern.
Xsan – wo es Sinn macht Im Mittelpunkt des Nachmittagsseminars stand Xsan. Dieser Teil wurde von Apple Systems Engineer Stephan Blattmann vorgestellt und vorgeführt. Xsan ist Apples Cluster-File-System, das Datenspeicher gemeinsam nutzbar macht. Bei Xsan sorgen so genannte Metadaten-Server für die Verwaltung des Zugriffs der Daten auf die Speichersysteme (zum Beispiel RAID-Systeme), ein sinnvollerweise verwendeter zweiter Metadaten-Server übernimmt dessen Funktion, sobald dieser wichtige Server ausfällt. Das Cluster-File-System Xsan ermöglicht damit den gleichzeitigen Zugriff verschiedener Server oder Rechner auf dasselbe File-System. Insgesamt lässt sich damit die Datenverfügbarkeit steigern.
In solchen Hochgeschwindigkeitsnetzwerken müssen sämtliche Rechner mit speziellen FibreChannel-Karten ausgerüstet und zusätzlich doppelt geführte FibreChannel-Kabel verwendet werden, damit Xsan seine Leistungsfähigkeit voll ausspielen kann. Apple bietet mit Xsan die hierfür ebenfalls notwendige Software an.
Obere Mittelklasse
Mit Xsan, RAID-Systemen und G5-Servern spielt Apple damit zwar «nur» in der oberen Mittelklasse und nicht in der Oberliga der Server- und Datenspeichersysteme mit, bietet dafür aber Lösungen zu erschwinglichen Preisen an, die den meisten Agenturen und Vorstufenbetrieben ausreichen dürften. Darüber informierten die Referenten Dieter Herzmann und Stephan Blattmann von Apple ausführlich. Was im Seminar fehlte, waren objektive Vergleiche mit anderen Systemen. Das wäre andererseits aber auch etwas schwierig gewesen, weil zum einen Apple mit diesem Gesamtangebot ziemlich allein dasteht – und zum anderen dann ein Nachmittag mit Sicherheit nicht mehr ausgereicht hätte.
Als Bonbon gab Reto Büchler, Topix, einen ersten kleinen Einblick in Apples neues Betriebssystem Tiger, das inzwischen angekündigt ist und Ende April erhältlich sein soll.
TopixDie Topix AG wurde 1989 gegründet und gilt heute als anerkanntes Systemhaus und Partner für alle EDV-Belange. Die Spezialisierung auf die grafische Industrie macht Topix zum leistungsfähigen Beratungs- und Supportunternehmen mit einem Komplettangebot, von der Beratung und dem Verkauf bis hin zu Support, Service und Ausbildung. Das Unternehmen mit Sitz in St. Gallen und einem Supportstützpunkt in Zürich beschäftigt heute 13 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter www.topix.ch. (jf)
RAIDDas Acronym RAID steht für eine Kombination aus mehreren günstigen, redundanten Datenspeichern (Redundant Array of Inexpensive Disks). Die Redundanz ermöglicht, dass bei einem Ausfall einer Harddisk die darauf befindlichen Daten nicht verloren gehen, sondern von den anderen Festplatten wiederhergestellt bzw. verfügbar gemacht werden. Je nach Anspruch stehen verschiedene, so genannte RAID-Levels zur Verfügung (z. B. RAID 0, RAID 1 und RAID 5).
Der Vorteil von RAID-Systemen gegenüber Servern mit grösseren Harddisks ist der, dass kleinere und zusammengefasste Datenspeicher günstiger sind als grosse Massenspeicher. (jf)
SANEin SAN (Storage Area Network) ist ein Speichernetzwerk, bei dem mehrere Server oder Workstations über SAN Switches (Verteiler) auf ein oder mehrere Speichereinheiten zugreifen. Man spricht auch von einem gemeinsam genutzten Speicher. SAN konsolidiert die Inhalte/Daten in einem Volumen. Sämtliche verwendete Server können via Switch auf alle im SAN verfügbaren Harddisks zugreifen.
Jeder Rechner, der in das SAN-Netzwerk eingebunden werden soll, benötigt eine entsprechende Software (z. B. Xsan von Apple). Durch den zusätzlichen und erforderlichen Metadaten-Controller – einem weiteren dezidierten Server, der quasi als Dirigent fungiert –, wird der Zugriff auf die Files geregelt. Ein weiterer Metadaten-Controller (als Stand-by-Controller) ist erforderlich, damit beim Ausfall des ersten Metadaten-Controllers dieser übernehmen kann. (jf)
15 Xserve und 3 Xserve RAID in einem Rack.
Xsan ist Apples Cluster-File-System.
Jürgen Franck
