Grünes Licht bei Presse-TV
Basler Mediengruppe kann mit Jean Frey AG verhandeln
Basler Mediengruppe kann mit Jean Frey AG verhandelnAm 3. Juni hat der Verwaltungsrat (VR) von Presse-TV (PTV) über das Ansinnen der Basler Mediengruppe (BM) beraten, die Hälfte ihres 20-Prozent-Anteils beim Verlegerfernsehen auf SF 2 an die Jean Frey AG und deren neue Eigentümer abzutreten. Der Grund: Die Jean Frey AG soll auch nach ihrer Abnabelung von der BM ihren gut laufenden Bilanz-Talk und allenfalls andere Sendungen als PTV-Partnerin beim Verlegerfernsehen auf SF 2 einbringen können (siehe auch WW 17/02). BM-CEO Beat Meyer bezeichnet den geplanten Verkauf von 10 Anteils-Prozenten denn auch als «Goodwill-Aktion» gegenüber der ehemaligen BM-Tochter.An der VR-Sitzung haben sich nun die anderen PTV-Aktionäre (Ringier 30 Prozent, NZZ 30 Prozent, die deutsche Verlegergruppe DCTP 20 Prozent) grundsätzlich damit einverstanden erklärt, dass die BM mit der Jean Frey AG Verkaufs- und Beteiligungsverhandlungen aufnehmen kann.
Erst wollte Ringier die neuen Jean-Frey-Aktionäre kennen
Zumindest mündlich verzichteten sie darauf, ihr Vorkaufsrecht wahrzunehmen, sagte Meyer auf Anfrage. Schriftlich liegen der BM aber die Zusagen noch nicht vor. «Die Zusagen sind eben an ein paar Bedingungen geknüpft», sagt Martin Werfeli, COO von Ringier und Mitglied des PTV-Verwaltungsrates. Um welche Art von Konditionen es sich handelt, wollte er allerdings gegenüber der WerbeWoche nicht weiter ausführen.
Schon an der letzten Verwaltungsratssitzung im März dieses Jahres, als die BM ihr Ansinnen erstmals präsentiert hatte, deutete Ringier an, möglicherweise das Vorkaufsrecht wahrnehmen zu wollen und so den Einstieg der Jean Frey AG bei Presse-TV zu verhindern.
Die Drohung war teilweise als Retourkutsche für den geplatzten Jean-Frey-Deal gedacht. Sie hatte aber auch sachliche Gründe: Man wollte die Aktionärsstruktur der neuen Jean Frey AG zuerst genau kennen, bevor man sie als Partner zulässt. Diese Forderung ist mittlerweile bekanntlich erfüllt, was sich offenbar an der letzten Sitzung fruchtbar auswirkte. Zudem scheinen NZZ und DTCP auf Ringier dahingehend eingewirkt zu haben, keine Animositäten gegenüber BM oder Jean Frey AG in den PTV-VR hineinzutragen. Markus Knöpfli
Erst wollte Ringier die neuen Jean-Frey-Aktionäre kennen
Zumindest mündlich verzichteten sie darauf, ihr Vorkaufsrecht wahrzunehmen, sagte Meyer auf Anfrage. Schriftlich liegen der BM aber die Zusagen noch nicht vor. «Die Zusagen sind eben an ein paar Bedingungen geknüpft», sagt Martin Werfeli, COO von Ringier und Mitglied des PTV-Verwaltungsrates. Um welche Art von Konditionen es sich handelt, wollte er allerdings gegenüber der WerbeWoche nicht weiter ausführen.
Schon an der letzten Verwaltungsratssitzung im März dieses Jahres, als die BM ihr Ansinnen erstmals präsentiert hatte, deutete Ringier an, möglicherweise das Vorkaufsrecht wahrnehmen zu wollen und so den Einstieg der Jean Frey AG bei Presse-TV zu verhindern.
Die Drohung war teilweise als Retourkutsche für den geplatzten Jean-Frey-Deal gedacht. Sie hatte aber auch sachliche Gründe: Man wollte die Aktionärsstruktur der neuen Jean Frey AG zuerst genau kennen, bevor man sie als Partner zulässt. Diese Forderung ist mittlerweile bekanntlich erfüllt, was sich offenbar an der letzten Sitzung fruchtbar auswirkte. Zudem scheinen NZZ und DTCP auf Ringier dahingehend eingewirkt zu haben, keine Animositäten gegenüber BM oder Jean Frey AG in den PTV-VR hineinzutragen. Markus Knöpfli
