Grösse allein lässt noch nicht hoffen

Werbewoche-Mitarbeiter Markus Knöpfli zum Tamedia-Deal.

«Die Zukunft der bezahlten Tageszeitung war uns besonders wichtig für unser gemeinsames Projekt.» Viermal machte Tamedia-CEO Martin Kall diese Aussage am 3. März an der Pressekonferenz von Tamedia und Edipresse. Doch darf man sich nichts vormachen. Kall sprach weder der Strukturerhaltung das Wort, noch legte er ein neues Geschäftsmodell für Bezahlzeitungen vor. Seine einzige Idee: Grösse schafft Synergien, diese ermöglichen Einsparungen, die vielleicht das Überleben verlängern. Jährlich 50 Millionen will Kall mit Espace Media und Edipresse sparen. Wenig angesichts rapid sinkender Inserateneinnahmen. Dem Berner Bund wirds zum Beispiel kaum helfen, solange Tamedia die Auflage der Berner Zeitung künstlich hochhält. Ideen hat Kall nur fürs Internet. Neu sind auch diese nicht. Und seinen Zeitungen werden sie wenig nützen, denn Quersubventionen sind tabu. Jeder Titel wird individuell angeschaut. Das ist Kalls Credo. Also keine falschen Hoffnungen!

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