Grayling Pulse Studie prophezeit Wachstum für PR-Branche

Über 1'200 Kommunikationsexperten, die im Rahmen der Grayling Pulse Studie weltweit befragt wurden, sehen für die PR-Branche trotz Wirtschaftskrise grosses Potential. Die PR-Branche wird laut der Studie einen weltweiten Bedeutungszuwachs erfahren.

Sie schafft es häufiger auf die Geschäftsführungsebene und der Beitrag der Kommunikationsarbeit für den Unternehmenserfolg wird zunehmend erkannt. Dies schreibt Grayling in einer Mitteilung. Zugleich seien jedoch Vorsicht in der Budgetplanung, verstärktes Insourcing von PR-Kompetenzen und eine Verschiebung von Rahmenverträgen in Richtung Projektgeschäft zu erwarten. Während die Konsumenten von Unternehmen mehr Dialog statt Einwegkommunikation fordern, gelte Online-PR für viele Unternehmen und Organisationen nach wie vor als Versuchslabor.

PR-Branche wächst – Asien und Naher Osten gewinnen
Mehr als ein Fünftel der weltweit Befragten gibt an, dass – trotz Spardrucks der Unternehmen und der globalen wirtschaftlichen Instabilität – die Investitionen in PR-Aktivitäten grundsätzlich eher steigen werden. Das stärkste Wachstum an PR-Ausgaben wird in der Asien-Pazifik-Region (17 Prozent) prophezeit, gefolgt vom Nahen Osten (9.2 Prozent). Vorsichtiger ist man aktuell in Westeuropa, 12.2 Prozent meinen, die Budgets werden steigen, 28.9 Prozent denken sie bleiben gleich und 13,7 Prozent vermuten einen Rückgang). Global betrachtet erwarten lediglich 5 Prozent der Befragten einen Rückgang der PR-Budgets. «Diese Zahlen bestätigen unsere Beobachtungen in der täglichen Arbeit mit nationalen und internationalen Kunden» erklärt Stephan Oehen, Managing Director von Grayling in der Schweiz. «Die Veränderungsprozesse in der Medienlandschaft Schweiz, die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung in der Schweiz, der erhöhte Wettbewerbsdruck im Inland und nicht zuletzt die Konsequenzen der anhaltenden Frankenstärke – all diese Veränderungen erhöhen die Anforderungen an die PR-Branche. Gefragt sind strategische Erfahrung sowie starke Umsetzungskompetenz, regional, national und vielfach auch mit internationalem Fokus.» In Bezug auf Budget- und Ressourcenplanung werden Unternehmen und Organisationen hingegen vorsichtiger. 22.3 Prozent der Befragten sehen einen Rückgang im Bereich von langfristigen Beratungsverträgen, während 19.6 Prozent eine Steigerung bei kurzfristigeren Aufträgen auf Projektbasis erwarten. «Diese Entwicklung ist in der aktuellen wirtschaftlichen Situation nachvollziehbar, erschwert jedoch die klare und vor allem kontinuierliche strategische Positionierung von Unternehmen und Marken. Verliert ein Unternehmen aufgrund kurzfristiger Entscheidungen den Fokus auf ein langfristig angelegtes Reputationsmanagement, so kann das rasch zum Bumerang werden» so Oehen.

Geschäftsführungsebene nimmt PR ernst
47 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Sichtbarkeit und Relevanz von strategischer Kommunikation auf Geschäftsführungsebene zukünftig wichtiger werden, 55 Prozent sind der Ansicht, dass auch der wahrgenommene Wert der PR für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens weiter steigen wird. Dieser Trend spiegelt sich auch in der Personalpolitik. Ein Viertel der Befragten erwartet, dass die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den diversen Kommunikationsabteilungen in den nächsten Quartalen eher steigen wird.

Konsumenten erwarten Dialogkommunikation statt Marketing
Der grösste Umsatzzuwachs in der PR entfällt laut der Grayling Pulse Studie in Zukunft auf die Consumer & Retail Branche. 28 Prozent der Befragten geben an, dass die Budgets für Marken-PR ihrer Ansicht nach steigen werden, 32 Prozent erwarten eine Zunahme an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in diesem Bereich und 52 Prozent denken, dass in diesem Sektor die Sichtbarkeit und Relevanz der PR-Arbeit auf Stufe Management wichtiger wird. Oehen sagt dazu: «Konsumenten erwarten von den Markenartiklern innovative Ansätze und echten Dialog. Einfache Slogans und Einwegkommunikation sind nicht zielführend. Ebenso rücken Aspekte wie Nachhaltigkeit und soziales Verantwortungsbewusstsein stärker in den Fokus. Dialog, Transparenz und Authentizität zu vermitteln, sind klassische Kernaufgaben der PR.»

Online-PR – für viele Unternehmen nach wie vor ein Versuchslabor
Wenig überraschend ist knapp die Hälfte der Befragten der Meinung, dass in Zukunft noch stärker in Social Media und Digital PR investiert werden wird, wohingegen die Ausgaben für Corporate Communications und Reputation Management, CSR-Kommunikation und Krisenkommunikation gleich bleiben werden. «Das prognostizierte Wachstum in diesem Bereich hängt mit der Tatsache zusammen, dass viele Unternehmen Online-PR erst für sich entdecken und erschliessen müssen. Es handelt sich also nicht ausschliesslich um ein Mehr an Investitionen, in vielen Fällen geht es darum, dass, abseits von Marketing- und CRM-Aktivitäten, im Bereich des Reputation Management erstmals überhaupt strategisch investiert wird», so Oehen.

Grayling Pulse
Grayling Pulse ist eine globale Studie zu aktuellen und zukünftigen Trends in der PR. Dazu werden Kommunikationsprofis in Unternehmen, Organisationen und Agenturen weltweit vierteljährlich befragt. Der Pulse Report zeigt wichtige Veränderungen in der PR-Branche auf. Ermittelt werden Unterschiede nach Region, Branche, Kommunikationsdisziplinen, Budgets oder wahrgenommenem Wert der PR- und Kommunikationsarbeit für Unternehmen und Organisationen.

 

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