Godfather of Communities
Als Medienwissenschaft noch «Zeitungslehre» und Community Building noch «Streben nach Gemeinsinn» hiess, legte Ferdinand Tönnies (1855–1936) in Kiel die Begriffsbasis dessen, was wir heute Soziologie nennen.
Als Medienwissenschaft noch «Zeitungslehre» und Community Building noch «Streben nach Gemeinsinn» hiess, legte Ferdinand Tönnies (1855–1936) in Kiel die Begriffsbasis dessen, was wir heute Soziologie nennen.In seiner 1878 (!) erschienenen Schrift «Gemeinschaft und Gesellschaft» analysierte der Bauernsohn und Autodidakt in bis heute unerreichter Luzidität, wie Letztere aus Ersterer überhaupt erst entstehen kann, nämlich durch «seelisches Zusammenwollen».Anhand von Gegensatzpaaren wie Verbundenheit und Freiheit oder Vertrauen und Argwohn führt Tönnies exemplarisch vor, wie und warum Gemeinschafts- und Identitätsgefühle entstehen. Und – für mediale «Community Builder» fast ebenso wichtig – wie diese bei Überstrapazierung genauso schnell wieder vergehen können. (oc)
> Gemeinschaft und Gesellschaft. Grundbegriffe der reinen Soziologie von Ferdinand Tönnies. Neudruck der 8. Aufl. von 1935. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2000. 224 Seiten, 69 Franken.
> Gemeinschaft und Gesellschaft. Grundbegriffe der reinen Soziologie von Ferdinand Tönnies. Neudruck der 8. Aufl. von 1935. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2000. 224 Seiten, 69 Franken.
