Generation Z – Strategien für ein neues Kundensegment
Im Rahmen der Dialog-Marketing-Messe am 13. April 2016 hat Maxomedia unter dem Patronat des Schweizer Dialogmarketingverbandes ein Podium zum Thema Generation Z organisiert.
Mit Hansi Voigt, dem jungen Schweizer Youtuber Lionel Battegay und Yves Schneuwly nahmen drei unterschiedliche Persönlichkeiten teil. Unter der Moderation von Simon Muster, Leiter Beratung und Partner Maxomedia, tauschten sich die drei Gäste zu Lebensgewohnheiten, unter anderem auch über das Kommunikationsverhalten, der unter 19-Jährigen aus. Die Fachexperten waren sich einig: Authentische Inhalte müssen her. Oder noch besser glaubwürdige Vertreter, die den Nutzen eines Produktes oder einer Dienstleistung aufzeigen. Die Rede war von Markenambassadoren. Die Herausforderung liegt dabei auf der richtigen Wahl der Kooperationspartner.

Als Vorzeigebeispiel nennt Hansi Voigt die Videoreihe auf Watson.ch mit Knackeboul. Der Schweizer Rapper transportierte in kurzen, witzigen Szenen unterschiedliche Reisetypen. Der Beitrag wurde vom Reiseunternehmen TUI gesponsert. Der Inhalt, die Tonalität und visuelle Aufmachung spiegelten bestehende Artikel wie sie Watson.ch-User kennen und schätzen und Knackeboul unterstrich als Markenambassador zusätzlich die Glaubwürdigkeit des Mediums.
Lionel Battegay führt aus: «Roger Federer hat auf mich keinen Einfluss mehr. Vor lauter Werbeauftritte kann ich ihn als Botschafter nicht mehr ernst nehmen.» Yves Schneuwly, Managing Director Switzerland & Austria bei Universum Employer Branding, bestätigt und betont aus Sicht des Employer Brandings: «Auch Mitarbeitende sind wichtige Botschafter.»
Daneben sind auch die Eltern und allen voran Freunde für die Post-Millennials eine glaubwürdige Quelle bei Produkt- oder Angebotsempfehlungen. Wichtig bei der Kommunikation mit den sehr jungen Kunden ist eine breite Reichweite: Multichannel ja, aber man muss genau wissen, wo sich seine Zielgruppe bewegt. Schneuwly präzisiert und sagt, dass sich bis zu 80 Prozent der Zielgruppe meist auf den gleichen fünf Kanälen bewegt – hier muss man ansetzen. Voigt findet es brauche zudem verstärkt eine «So what»- Attitüde. Wer nichts riskiert, fördere eine Angstkultur.
Das Fazit ist sicherlich, dass die Chancen in hochwertigem und glaubwürdigem Content liegen. Zusätzlich gilt bei der Generation Z durch die hohe soziale Vernetzung, Netzwerkeffekte verstärkt zu nutzen. Wer dies berücksichtigt und eine gute Geschichte zu erzählen hat, der wird mit seinem Produkt und im besten Fall mit seiner Marke auch in 20 Jahren noch das Vertrauen der Post-Millennials halten können.
