Geburtshelfer für Start-ups

Banken Mit Jungunternehmen-Testimonials wirbt Burson-Marsteller für die KMU-Kompetenz der Berner Kantonalbank.

Banken Mit Jungunternehmen-Testimonials wirbt Burson-Marsteller für die KMU-Kompetenz der Berner Kantonalbank.Heute sei es für Jungunternehmende einfacher, sagte kürzlich Bundesrat Joseph Deiss über die Förderung von Firmengründungen. Und relativierte die Aussage gleich im anschliessenden Satz. Denn den verbesserten Rahmenbedingungen in Form von Technoparks, schlankerer Administration, Internetplattformen oder Qualitätslabels stünden höhere Anforderungen an die Unternehmer und ein aggressiverer Wettbewerb gegenüber. Auf die Gründerfinanzierung angesprochen, appellierte Deiss an die Banken, «dass sie sich ihrer volkswirtschaftlichen Verantwortung bewusst bleiben». Ein gemeinsamer, selbsttragender Start-up-Fonds aller Schweizer Banken wäre erfreulich, fügte er hinzu. Ob das im Sinn der Banken ist, die in diesem Venturemarkt um die besten potenziellen Geschäftskunden kämpfen, scheint fraglich. Letztlich geht es hierbei um den Zukunftsmarkt des Mikrounternehmensbereichs (Betriebe mit weniger als zehn Personen), in dem gemäss Deiss’ Volkswirtschaftsdepartement über ein Viertel aller Erwerbstätigen beschäftigt ist.
Lokale Verankerung als USPIn diesem weiten Markt kommunizieren Lokal- und Regionalbanken vor allem ihre USPs – lokale Verankerung, Nähe und Beziehungspflege –, die nebst dem Kreditgeschäft die wichtigen Marktleistungen Beratung und Kontaktvermittlung am effizientesten tragen. Demgegenüber profilieren sich die Grossbanken mittels überregionaler Imagekampagnen und oft via Sponsoring von regionalen Venture-Plattformen.
Authentischer AuftrittDie Berner Kantonalbank (BEKB) richtet sich mit ihrer neuen Imagekampagne – im siebten Jahr bei Burson-Marsteller – an KMU und Neuunternehmen. Bisher peilten die Werber Geschäfts- und Privatkunden, Anlagekundinnen sowie Aktionäre der BEKB an. Für die Weiterführung der Imagekampagne setzten sie auf Kontinuität: Die Kampagne sollte ihren dokumentarischen Stil beibehalten, um authentisch und menschlich zu wirken. Und um die Aussage glaubhaft zu kommunizieren, ist Texter und Berater Olaf Pilleri überzeugt.
Der Berner Fotograf Hansueli Trachsel rückte in den zehn Sujets die Menschen hinter den Neuunternehmern und Geschäftsleitern in den Vordergrund. Mit der natürlichen Umsetzung vermittelt die Kampagne individuelle Lösungen und nicht zuletzt den Erfolg der über 100 Neugründungen, welche die BEKB 2004 mit finanziert hat. Für 2005 sind drei Wellen mit den verschiedenen Werbemitteln geplant.
Taten statt Worte: Burson-Marsteller dokumentiert, wie Kredite der BEKB entscheidend zum Erfolg von Kleinunternehmen beitragen.

Luca Aloisi

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