Frischluft von der Ämtlerstrasse
Die neue Netzwerkagentur Spillmann Felser Leo Burnett mischt sich ins Schweizer Werbegeschehen ein
Die neue Netzwerkagentur Spillmann Felser Leo Burnett mischt sich ins Schweizer Werbegeschehen einVon Ernst Weber Die fünf leitenden Mitarbeiter von Advico Young & Rubicam (AY&R), Zürich, die zu Beginn des Jahres geschlossen kündigten, haben eine internationale Netzwerkagentur gegründet. Spillmann Felser Leo Burnett (SFLB) will die Schweizer Werbung verändern, mit deren kreativem Niveau sie unzufrieden ist.
Nicht im quantitativen, sondern im qualitativen Sinn will Spillmann Felser Leo Burnett eine neue Schweizer Agenturgrösse werden. Am Unternehmen halten die Ex-Kaderleute von AY&R Martin Spillmann, Peter Felser, Rolf Zimmermann, Peter Brönnimann und Michael Waeber die Mehrheitsbeteiligung von 80%. Die Agentur startet am 1. Juli mit 15 Mitarbeitenden im rund 400 Quadratmeter umfassenden zweiten Stock der ehemaligen Smart Factory an der Ämtlerstrasse 201 in Zürich.
Mit Blick auf den qualitativen Vorsatz, und um auch international in der obersten Liga mitspielen zu können, liess man sich auf eine 20-Prozent-Beteiligung mit dem laut Martin Spillmann kreativsten Netzwerk der Welt ein. Nach Darstellung von Felser tritt Leo Burnett von einer Beteiligung an der bisherigen Partneragentur Matter und Partner zurück, um die neue Verbindung eingehen zu können. Fast alle relevanten internationalen Netzwerke hätten sich aus eigener Initiative um eine Partnerschaft mit der neuen Schweizer Agentur bemüht.
Spillmann und Felser hätten es wohl noch länger ausgehalten
Zum Schritt in die Selbstständigkeit entschlossen sich die fünf, die bei AY&R teilweise bis zu 16 Jahre zusammengearbeitet haben, offenbar bereits zu Jahresbeginn. Spillmann und Felser bleiben bei ihrer ursprünglichen Version, dass kein konkreter Vorfall den kollektiven Austritt bei AY&R ausgelöst hat. Die Gründung ist vielmehr durch den im Laufe der Jahre immer dringender gewordenen Wunsch nach unternehmerischer Selbstbestimmung motiviert worden.
«Jedesmal, wenn man das Gefühl hat, es gebe ein Thema, das man selbst vielleicht anders lösen würde, denkt man, es wäre besser, unabhängig zu sein», meint Spillmann, CD der neuen Agentur. Dieser Meinung ist auch Felser: «Wir hätten gut noch ein paar Jahre länger erfolgreich mit dem bisherigen Netzwerk umgehen können, ohne Probleme und Streit zu haben. Der Wunsch nach unternehmerischer Selbstständigkeit ist ein gewachsenes Bedürfnis», sagt der CEO von Spillmann Felser Leo Burnett. Eine Einschränkung des unternehmerischen Freiraums durch die eingegangene Partnerschaft befürchtet er schon deshalb nicht, da Leo Burnett lediglich eine Minderheitsbeteiligung hält und in diesem Sinne «nur der Junior Partner ist».
Die Gründungsmitglieder verbindet «der Glaube an das kreative Produkt», mithin die Ambition, in der Schweizer Werbung, «die sich in den vergangenen fünf Jahren kreativ praktisch nicht verändert hat, wieder etwas zu bewegen». Mit Kampagnen, die «gleichzeitig ADC- und Effie-Gold gewinnen».
Wer keine Kunden hat, stellt kaum 15 Mitarbeitende ein
Während Spillmann wie Felser aus ihren Ambitionen kein Geheimnis machen, geben sie sich bedeckt, sobald man auf Mitarbeiter und Mandate zu sprechen kommt.
Felser gibt zu bedenken, dass die Agentur erst am 1. Juli eröffnet werde. Es sei daher noch zu früh, um über Mitarbeitende zu reden oder gar darüber, ob einige davon bei AY&R in Gockhausen rekrutiert worden seien. Da die Agentur noch gar nicht existiere, könne sie auch noch keine Kunden haben, sagt der 48-jährige Spillmann, der selbst gerne wissen würde, welche Mandate und allfällige internationale Adaptationsbudgets man hoffentlich schon bald einmal betreuen werde. Eine Äusserung, die eher den Eindruck einer Ausflucht denn einer Antwort erweckt.
«Wir haben genug Selbstvertrauen, um nicht zu befürchten, dass wir mit unserer Erfahrung keine Kunden anziehen werden», sagt Spillmann im Brustton der Überzeugung. Und Felser ergänzt: «Dass wir nicht einfach ins Blaue hinausplanen, haben wir bereits bewiesen. In der Vergangenheit haben wir es mehrmals geschafft, die Abgänge grösserer Kunden durch neu akquirierte Mandate zu ersetzen.»
Zuerst wird sicher keine Eigenwerbung ausgezeichnet
Ausserdem liegt laut Felser ein eher konservativer Businessplan vor. «Selbstverständlich haben wir eine Durststrecke einkalkuliert», sagt der CEO. Felser bezeichnet sich und Spillmann ein wenig als die Motoren der neuen Firma. Eine Einschätzung, die der Agenturname bestätigt, der die übrigen Gründungsmitglieder aus «rein praktikablen Gründen» unerwähnt lässt. «Wären alle genannt, würde der Name viel zu lang ausfallen», argumentiert Felser.
Wann die ersten Kampagnen von Spillmann Felser Leo Burnett zu sehen sein werden, ist den Aussagen des CEO und des CD zufolge noch gänzlich ungewiss. Fest steht gemäss Martin Spillmann aber immerhin eines: dass es keine Eigenwerbung sein wird, für die der ADC die Agentur zuerst auszeichnet.
Nicht im quantitativen, sondern im qualitativen Sinn will Spillmann Felser Leo Burnett eine neue Schweizer Agenturgrösse werden. Am Unternehmen halten die Ex-Kaderleute von AY&R Martin Spillmann, Peter Felser, Rolf Zimmermann, Peter Brönnimann und Michael Waeber die Mehrheitsbeteiligung von 80%. Die Agentur startet am 1. Juli mit 15 Mitarbeitenden im rund 400 Quadratmeter umfassenden zweiten Stock der ehemaligen Smart Factory an der Ämtlerstrasse 201 in Zürich.
Mit Blick auf den qualitativen Vorsatz, und um auch international in der obersten Liga mitspielen zu können, liess man sich auf eine 20-Prozent-Beteiligung mit dem laut Martin Spillmann kreativsten Netzwerk der Welt ein. Nach Darstellung von Felser tritt Leo Burnett von einer Beteiligung an der bisherigen Partneragentur Matter und Partner zurück, um die neue Verbindung eingehen zu können. Fast alle relevanten internationalen Netzwerke hätten sich aus eigener Initiative um eine Partnerschaft mit der neuen Schweizer Agentur bemüht.
Spillmann und Felser hätten es wohl noch länger ausgehalten
Zum Schritt in die Selbstständigkeit entschlossen sich die fünf, die bei AY&R teilweise bis zu 16 Jahre zusammengearbeitet haben, offenbar bereits zu Jahresbeginn. Spillmann und Felser bleiben bei ihrer ursprünglichen Version, dass kein konkreter Vorfall den kollektiven Austritt bei AY&R ausgelöst hat. Die Gründung ist vielmehr durch den im Laufe der Jahre immer dringender gewordenen Wunsch nach unternehmerischer Selbstbestimmung motiviert worden.
«Jedesmal, wenn man das Gefühl hat, es gebe ein Thema, das man selbst vielleicht anders lösen würde, denkt man, es wäre besser, unabhängig zu sein», meint Spillmann, CD der neuen Agentur. Dieser Meinung ist auch Felser: «Wir hätten gut noch ein paar Jahre länger erfolgreich mit dem bisherigen Netzwerk umgehen können, ohne Probleme und Streit zu haben. Der Wunsch nach unternehmerischer Selbstständigkeit ist ein gewachsenes Bedürfnis», sagt der CEO von Spillmann Felser Leo Burnett. Eine Einschränkung des unternehmerischen Freiraums durch die eingegangene Partnerschaft befürchtet er schon deshalb nicht, da Leo Burnett lediglich eine Minderheitsbeteiligung hält und in diesem Sinne «nur der Junior Partner ist».
Die Gründungsmitglieder verbindet «der Glaube an das kreative Produkt», mithin die Ambition, in der Schweizer Werbung, «die sich in den vergangenen fünf Jahren kreativ praktisch nicht verändert hat, wieder etwas zu bewegen». Mit Kampagnen, die «gleichzeitig ADC- und Effie-Gold gewinnen».
Wer keine Kunden hat, stellt kaum 15 Mitarbeitende ein
Während Spillmann wie Felser aus ihren Ambitionen kein Geheimnis machen, geben sie sich bedeckt, sobald man auf Mitarbeiter und Mandate zu sprechen kommt.
Felser gibt zu bedenken, dass die Agentur erst am 1. Juli eröffnet werde. Es sei daher noch zu früh, um über Mitarbeitende zu reden oder gar darüber, ob einige davon bei AY&R in Gockhausen rekrutiert worden seien. Da die Agentur noch gar nicht existiere, könne sie auch noch keine Kunden haben, sagt der 48-jährige Spillmann, der selbst gerne wissen würde, welche Mandate und allfällige internationale Adaptationsbudgets man hoffentlich schon bald einmal betreuen werde. Eine Äusserung, die eher den Eindruck einer Ausflucht denn einer Antwort erweckt.
«Wir haben genug Selbstvertrauen, um nicht zu befürchten, dass wir mit unserer Erfahrung keine Kunden anziehen werden», sagt Spillmann im Brustton der Überzeugung. Und Felser ergänzt: «Dass wir nicht einfach ins Blaue hinausplanen, haben wir bereits bewiesen. In der Vergangenheit haben wir es mehrmals geschafft, die Abgänge grösserer Kunden durch neu akquirierte Mandate zu ersetzen.»
Zuerst wird sicher keine Eigenwerbung ausgezeichnet
Ausserdem liegt laut Felser ein eher konservativer Businessplan vor. «Selbstverständlich haben wir eine Durststrecke einkalkuliert», sagt der CEO. Felser bezeichnet sich und Spillmann ein wenig als die Motoren der neuen Firma. Eine Einschätzung, die der Agenturname bestätigt, der die übrigen Gründungsmitglieder aus «rein praktikablen Gründen» unerwähnt lässt. «Wären alle genannt, würde der Name viel zu lang ausfallen», argumentiert Felser.
Wann die ersten Kampagnen von Spillmann Felser Leo Burnett zu sehen sein werden, ist den Aussagen des CEO und des CD zufolge noch gänzlich ungewiss. Fest steht gemäss Martin Spillmann aber immerhin eines: dass es keine Eigenwerbung sein wird, für die der ADC die Agentur zuerst auszeichnet.
