Fridolin ist stolz auf seine Bank

Brot und Spiele wirbt mit Authentizität für die Glarner Kantonalbank

Brot und Spiele wirbt mit Authentizität für die Glarner KantonalbankVon Luca Aloisi Lokalkolorit, Heimat- und Zusammengehörigkeitsgefühl sind die Komponenten, mit denen sich die Glarner Kantonalbank bei ihrer Kundschaft glaubwürdig darstellt. Und sie tut dies, längst bevor Swissnes in aller Munde war.
Für die Auftraggeberin Glarner Kantonalbank (GLKB) entwickelte die junge Allroundagentur Brot und Spiele eine Testimonial-Kampagne. Noch eine? Die Frage mag berechtigt sein. Im Unterschied zu den meisten Empfehlungsauftritten, die derzeit die Werbeflächen pflastern, sticht diese Kampagnen jedoch durch ihre Authentizität und den stolzen Claim «Ich bin ein Glarner» hervor.
Für die kleine Universalbank ist es der erste integrierte Kommunikationsauftritt. Der Bezug zu einem Glarner Thema versteht sich von selbst, schliesslich besitzt sie 12 Filialen und Agenturen für eine Bevölkerung von rund 40000 Einwohnern. Und sie weist, ebenfalls kein Wunder, im Alpenkanton einen dominanten Marktanteil aus.
Dass indessen die Segmentleiterin Marketing Kommunikation Esther Feldmann dafür eine Zürcher Agentur wählte, hat mit persönlichen Beziehungen zu tun, wie sie freimütig erklärt. Zunächst aber wurde Brot und Spiele mit dem Konzept für die Gestaltung des neu zweigeteilten Geschäftsberichts bedacht. Dadurch hat die Kantonalbank eine Plattform erhalten, auf der sie ein typisches oder untypisches Glarner Thema im Magazinstil vertiefen kann.
Der heilige Fridolin bekommt Kultstatus – auf T-Shirts
«Damit macht sie bereits den Geschäftsbericht zum Imageträger», sagt Berater Urs Schwander. Dass dank des einfachen, aber vielseitigen Gestaltungsansatzes der Fächer der Kommunikationsmittel erst richtig geöffnet würde, hätten aber Konzepter und AD Markus Läubli und Texterin Anna Esposito nicht erwartet. Da die Identität stiftende Aussage bestens zum aktuellen Jubiläumsjahr «650 Jahre Glarus in der Eidgenossenschaft» passt, wurde die Porträtserie des Geschäftsberichts für eine Inseratenkampagne übernommen.
Diese wird mit Textwechseln für alle Events des Jubiläumsbeitrags eingesetzt. Dass selbst der heilige Fridolin als Botschafter in Form eines T-Shirt-Aufdrucks solchen Kultstatus erhalten würde, hätte Läubli nicht erwartet. Er hat den Swissnes-Hype nämlich längst über. Nicht zu Unrecht sagt er, dass wohl kaum ein anderer Kanton sich einen ähnlich patriotischen Spruch leisten könne, ohne arrogant oder lächerlich zu wirken.
Unterstützend kommt eine Headline-Kampagne «Bitte weitersagen: Ich bin ein Glarner» zum Zug. Nach diesem Imageauftritt, der vor allem Privatkunden anspricht, soll sich die nächste Kampagne Firmenkunden zuwenden.

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