Eine vorzügliche Ehe

Die Kiosk AG verlängert vorzeitig den Vertrag mit Plakanda

Die Kiosk AG verlängert vorzeitig den Vertrag mit PlakandaVon Markus Knöpfli Der Aussenwerber Plakanda und die Kiosk AG haben ihren Vertrag für Plakate an Kioskverkaufsstellen verlängert. Der neue Vertrag ist bis 2004 gültig. In der Deutschschweiz und im Tessin hat Plakanda auch die meisten freien Kioske unter Vertrag.
Der bisherige Vertrag zwischen Plakanda und der Kiosk AG wäre an sich erst Ende Jahr ausgelaufen, dennoch wurde der neue Vertrag rückwirkend per 1. Januar 2001 in Kraft gesetzt. Gründe dafür wurden keine angegeben.
Gemäss Claudio Tozzini, Marketingleiter der Kiosk AG, hat Plakanda die Aufgabe, gemeinsam mit der Kiosk AG die an Kioskstellen gebräuchlichen Plakatgrössen B4, Baby-B4 (auch P40 genannt) und Baby-B12 zu vermarkten. Zweitens übernimmt Plakanda den ganzen Plakataushang.
Die Kiosk AG besitzt in der Deutschschweiz und im Tessin 1320 Verkaufsstellen, davon sind 700 mit Trios (drei Baby-B12 nebeneinander, die grösste Fläche an Kiosken), ausgerüstet, 150 mit B4-Flächen, 180 mit P40. Das Plakatnetz der Kiosk AG bezeichnet Beat Roeschlin, CEO von Plakanda, denn auch als «wichtige Bereicherung» für seine Firma. «Es bietet uns die Möglichkeit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, um die Kioskkunden noch auf dem Gang zum Kaufakt zu beeinflussen.» Berichte, wonach der Vertrag mit der Kiosk AG umsatzmässig grösser als der Werbenutzungsvertrag des Flughafens Genf sein soll, wollte Roeschlin hingegen nicht bestätigen.
Eine Logistikaufgabe hätte die APG nicht interessiert
Der Vertrag zwischen Plakanda und Kiosk AG hat bereits Tradition. 1991, bei der Fusion der Kiosk AG Bern und der Schmidt-Agence zur Kiosk AG, brachte die Schmidt-Agence den Vertrag mit Plakanda in die Ehe mit. Seither wurde er ohne Unterbruch mehrmals verlängert. Diesmal allerdings führte die Kiosk AG auch Gespräche mit der APG. Tozzini dazu: «Wenn man mit dem bisherigen Partner in allen Bereichen zufrieden ist, gibt es keinen Grund zu wechseln.»
Etwas anders sieht es Affichage-CEO Christian Kauter: «Wir haben uns weder beworben noch eine Offerte vorgelegt, denn die Kiosk AG verkauft ihre Plakatflächen mehrheitlich selbst. Eine reine Logistikaufgabe war für uns nicht interessant.»
In der Deutschschweiz und im Tessin verfügt Plakanda praktisch über ein lückenloses Kioskplakatnetz (allerdings ohne Tankstellenshops), hat sie doch auch einen Vertrag mit dem Schweizerischen Kioskinhaber-Verband. Dort sind 350 freie
Kioske zusammengeschlossen, davon 40 in der Romandie und 20 im Tessin. In der Westschweiz hingegen vermarketet der Pressegrossist Naville mit rund 200 Verkaufsstellen die Plakatflächen selbst.

More articles on the topic