Ein Mann und hundert Ideen
Emil Mahnig ist Chefredaktor der Pro-Senectute-Zeitschrift Zeitlupe und Hansdampf in vielen Gassen
Emil Mahnig ist Chefredaktor der Pro-Senectute-Zeitschrift Zeitlupe und Hansdampf in vielen GassenHat Emil Mahnig einen Doppelgänger? Die Frage drängt sich auf, wenn der 47-Jährige seine Aktivitäten aufzählt: Als Inhaber der Einmannfirma Papercommunication AG betreut Mahnig Medienprojekte auf Mandatsebene. So wirkt er als Chefredaktor und Geschäftsführer der Pro-Senectute-Zeitschrift Zeitlupe und realisiert auch die Zeitschrift Nix des Bundesamtes für Gesundheit zum Projekt «Experiment Nichtrauchen». Zudem managte er bis vor kurzem den Relaunch des Magazins Le Menu und arbeitet derzeit auch an einem Lokalfernsehprojekt – darüber verrät er nicht mehr, als dass es sich um ein «TV-Magazin für Lebensqualität» handelt.
Weil das noch nicht ausreicht, doziert Mahnig am Medienausbildungszentrum MAZ und ist Mitglied der SRG-Programmkommission. Bleibt noch die Freizeit, in der er Musse für Familie, Sport und Hund findet und nebenbei Klavier, Gitarre oder Handorgel spielt.
In Mahnigs Büro auf der Zeitlupe-Redaktion laufen PC, Radio und Fernseher gleichzeitig. Als Synergiefan denke und handle er stets mehrspurig. Deshalb hegt der Journalist auch eine Vorliebe für Medienverbünde: «Wenn Informationen über verschiedene Kanäle verbreitet werden, kann man die Leute bei dem Medium abholen, das sie gerade nutzen. Zudem verstärkt ein Verbund die Wirkung von Botschaften.»
Dies erklärt auch, warum Mahnig die Zeitlupe, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert, «multimedialer» gestalten will. Sein Ziel ist es, die Leserschaft auch per Teletext und Radio zu erreichen sowie vermehrt Events zu organisieren. Zudem soll eine moderate inhaltliche Verjüngungskur das Produkt von einem allzu ältlichen Image befreien. «Wir wollen kein Sterbehilfemagazin sein», betont der gebürtige Luzerner, «sondern Lebensfreude im Alter vermitteln». Von der derzeit herrschenden Anzeigenflaute sei Zeitlupe kaum betroffen: «Die Werbung hat die 55+-Generation als Zielgruppe entdeckt. Zudem hat sich unser Anzeigensegment auf Reisen, Kultur oder Unterhaltung ausgeweitet, seit wir den Anzeigenverkauf neu geregelt haben», betont Mahnig. Diese spiegelt sich auch in den neusten Auflagenzahlen der Wemf, die der Zeitlupe eine Steigerung von 11,4 Prozent beglaubigt hat (siehe auch Seite 22).
Der ehemalige Primarlehrer stieg über die Ringier-Journalistenschule in die Medien ein. Danach war er unter anderem Chefredaktor von Radio Pilatus, Nachrichtenchef sowie Blattmacher bei SonntagsBlick und Blick. Als Projektleiter und Chefredaktor der TV-Sendung «GesundheitSprechstunde» realisierte er eine Idee von der Lancierung bis zur Führung eines Medienverbundes. Nach drei Jahren stiess er damit auf Widerstand: «Das Gärtlidenken hat bei einigen Ringier-Kollegen zunehmend Probleme verursacht.» Eine Entwicklung, die ihn dazu bewog, sich im August 2002 selbstständig zu machen. Obwohl vollauf ausgelastet, könne er interessante Projekte nie ausschlagen: «Für gute Ideen muss es immer Kapazität geben!», lacht Mahnig.
Carole Koch
Weil das noch nicht ausreicht, doziert Mahnig am Medienausbildungszentrum MAZ und ist Mitglied der SRG-Programmkommission. Bleibt noch die Freizeit, in der er Musse für Familie, Sport und Hund findet und nebenbei Klavier, Gitarre oder Handorgel spielt.
In Mahnigs Büro auf der Zeitlupe-Redaktion laufen PC, Radio und Fernseher gleichzeitig. Als Synergiefan denke und handle er stets mehrspurig. Deshalb hegt der Journalist auch eine Vorliebe für Medienverbünde: «Wenn Informationen über verschiedene Kanäle verbreitet werden, kann man die Leute bei dem Medium abholen, das sie gerade nutzen. Zudem verstärkt ein Verbund die Wirkung von Botschaften.»
Dies erklärt auch, warum Mahnig die Zeitlupe, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert, «multimedialer» gestalten will. Sein Ziel ist es, die Leserschaft auch per Teletext und Radio zu erreichen sowie vermehrt Events zu organisieren. Zudem soll eine moderate inhaltliche Verjüngungskur das Produkt von einem allzu ältlichen Image befreien. «Wir wollen kein Sterbehilfemagazin sein», betont der gebürtige Luzerner, «sondern Lebensfreude im Alter vermitteln». Von der derzeit herrschenden Anzeigenflaute sei Zeitlupe kaum betroffen: «Die Werbung hat die 55+-Generation als Zielgruppe entdeckt. Zudem hat sich unser Anzeigensegment auf Reisen, Kultur oder Unterhaltung ausgeweitet, seit wir den Anzeigenverkauf neu geregelt haben», betont Mahnig. Diese spiegelt sich auch in den neusten Auflagenzahlen der Wemf, die der Zeitlupe eine Steigerung von 11,4 Prozent beglaubigt hat (siehe auch Seite 22).
Der ehemalige Primarlehrer stieg über die Ringier-Journalistenschule in die Medien ein. Danach war er unter anderem Chefredaktor von Radio Pilatus, Nachrichtenchef sowie Blattmacher bei SonntagsBlick und Blick. Als Projektleiter und Chefredaktor der TV-Sendung «GesundheitSprechstunde» realisierte er eine Idee von der Lancierung bis zur Führung eines Medienverbundes. Nach drei Jahren stiess er damit auf Widerstand: «Das Gärtlidenken hat bei einigen Ringier-Kollegen zunehmend Probleme verursacht.» Eine Entwicklung, die ihn dazu bewog, sich im August 2002 selbstständig zu machen. Obwohl vollauf ausgelastet, könne er interessante Projekte nie ausschlagen: «Für gute Ideen muss es immer Kapazität geben!», lacht Mahnig.
Carole Koch
