Diese Ehe braucht keine Therapie
SRG und Presse-TV verlängern Kooperationsvertrag
SRG und Presse-TV verlängern KooperationsvertragVon Markus Knöpfli Die SRG und das Verlegerfernsehen Presse-TV (PTV) meinens ernst: Noch vor dem verflixten siebten Ehejahr haben sie ihren Partnerschaftsvertrag still und leise um sechs Jahre verlängert.
Ende Jahr läuft die bisherige Vereinbarung aus, doch der neue Vertrag ist bereits unterschrieben und unterscheidet sich gemäss PTV-Geschäftsführer Hans Jürg Deutsch nur in Details. Im Wesentlichen wurden Dinge festgemacht, die schon bisher klar waren: PTV hat samstags und sonntags von 18 bis 23 Uhr die Konzessionshoheit auf SF 2 und ist vertraglich verpflichtet, mindestens 14000 Minuten Eigenproduktionen zu liefern. Dazu kommen Zweitausstrahlungen sowie – separat geregelt – Wiederholungen auf SF info. PTV darf auf SF 2 zwar auch an Wochentagen Sendungen ausstrahlen, benötigt dazu aber immer die Zustimmung der SRG.
Für die gelieferten Sendungen erhält PTV von der SRG eine Abgeltung von jährlich 4,5 Millionen Franken (plus Teuerung). Da PTV einen Teil seiner Sendungen aber im SRG-Produktionszentrum TPC produziert – was jährlich rund 3 Millionen Franken kostet –, fliesst ein grosser Teil der Abgeltungssumme wieder an die SRG zurück.
Für die Akquisition der Werbung im Umfeld der PTV-Sendungen ist weiterhin die Publisuisse zuständig, die Einnahmen gehen an die SRG, die PTV eine jährliche Pauschale von 7 Millionen Franken bezahlt. Sponsoring bleibt Sache der Produzenten der einzelnen Sendungen. Pauschale und Sponsoring reichen den PTV-Teilhabern derzeit gerade, um einigermassen über die Runden zu kommen, sagt Deutsch.
Noch bleibt die neue Jean Frey AG aussen vor PTV strahlt derzeit zwölf Sendungen aus, quotenmässiger Spitzenreiter ist «GesundheitSprechstunde» mit TV-Arzt Samuel Stutz. PTV, das von der SRG anfänglich etwas stiefmütterlich behandelt worden war, hat sich mittlerweile für die SRG zu einem wichtigen Partner entwickelt. Die meisten PTV-Sendungen werten den Sportkanal SF 2 auf, geben ihm ein zusätzliches Profil und erzielen seit einiger Zeit neben Sportübertragungen die höchsten Marktanteile.
Die Verleger dagegen verfügen in PTV über eine Art TV-Spielwiese. Während SRG-Sprecherin Josefa Haas PTV als «kooperative Konkurrenz» bezeichnet, formuliert Deutsch das so: «Die Verleger können Sendungen machen, ohne selbst einen Sender betreiben zu müssen, während die SRG zu einem guten Tarif zu guten Sendungen kommt.»
An PTV sind Ringier und die NZZ zu je 30%, die deutsche Verlegergruppe DCTP und die Basler Mediengruppe (BM) zu je 20% beteiligt. An sich sollte Jean Frey AG als fünfter Teilhaber aufgenommen werden und die Hälfte des BM-Anteils kaufen, doch dies ist rechtlich noch nicht besiegelt. Der Jean-Frey-Titel Bilanz produziert den «Bilanz-Talk» auf PTV.
Hitparade der PTV-Sendungen
Ende Jahr läuft die bisherige Vereinbarung aus, doch der neue Vertrag ist bereits unterschrieben und unterscheidet sich gemäss PTV-Geschäftsführer Hans Jürg Deutsch nur in Details. Im Wesentlichen wurden Dinge festgemacht, die schon bisher klar waren: PTV hat samstags und sonntags von 18 bis 23 Uhr die Konzessionshoheit auf SF 2 und ist vertraglich verpflichtet, mindestens 14000 Minuten Eigenproduktionen zu liefern. Dazu kommen Zweitausstrahlungen sowie – separat geregelt – Wiederholungen auf SF info. PTV darf auf SF 2 zwar auch an Wochentagen Sendungen ausstrahlen, benötigt dazu aber immer die Zustimmung der SRG.
Für die gelieferten Sendungen erhält PTV von der SRG eine Abgeltung von jährlich 4,5 Millionen Franken (plus Teuerung). Da PTV einen Teil seiner Sendungen aber im SRG-Produktionszentrum TPC produziert – was jährlich rund 3 Millionen Franken kostet –, fliesst ein grosser Teil der Abgeltungssumme wieder an die SRG zurück.
Für die Akquisition der Werbung im Umfeld der PTV-Sendungen ist weiterhin die Publisuisse zuständig, die Einnahmen gehen an die SRG, die PTV eine jährliche Pauschale von 7 Millionen Franken bezahlt. Sponsoring bleibt Sache der Produzenten der einzelnen Sendungen. Pauschale und Sponsoring reichen den PTV-Teilhabern derzeit gerade, um einigermassen über die Runden zu kommen, sagt Deutsch.
Noch bleibt die neue Jean Frey AG aussen vor PTV strahlt derzeit zwölf Sendungen aus, quotenmässiger Spitzenreiter ist «GesundheitSprechstunde» mit TV-Arzt Samuel Stutz. PTV, das von der SRG anfänglich etwas stiefmütterlich behandelt worden war, hat sich mittlerweile für die SRG zu einem wichtigen Partner entwickelt. Die meisten PTV-Sendungen werten den Sportkanal SF 2 auf, geben ihm ein zusätzliches Profil und erzielen seit einiger Zeit neben Sportübertragungen die höchsten Marktanteile.
Die Verleger dagegen verfügen in PTV über eine Art TV-Spielwiese. Während SRG-Sprecherin Josefa Haas PTV als «kooperative Konkurrenz» bezeichnet, formuliert Deutsch das so: «Die Verleger können Sendungen machen, ohne selbst einen Sender betreiben zu müssen, während die SRG zu einem guten Tarif zu guten Sendungen kommt.»
An PTV sind Ringier und die NZZ zu je 30%, die deutsche Verlegergruppe DCTP und die Basler Mediengruppe (BM) zu je 20% beteiligt. An sich sollte Jean Frey AG als fünfter Teilhaber aufgenommen werden und die Hälfte des BM-Anteils kaufen, doch dies ist rechtlich noch nicht besiegelt. Der Jean-Frey-Titel Bilanz produziert den «Bilanz-Talk» auf PTV.
Hitparade der PTV-Sendungen
Sendung* Zuschauer nach Marktanteil** Produzent
Telecontrol** in %
GesundheitSprechstunde 333 000 16 RingierTV
al dente 271 000 15 RingierTV
konsum.tv 198 000 9 RingierTV
Café Bâle 165 000 8 BM
CASH-TV 86 000 7 RingierTV
NZZ Format 82 000 5 NZZ
100 Minuten 82 000 5 DTCP/Spiegel
MotorShow tcs 82 000 4 RingierTV
NZZ Swiss made 67 000 4 NZZ
Standpunkte 43 000 3 NZZ/BM/RingierTV/Bilanz
CASH-Talk 41 000 5 RingierTV
Bekanntmachung 13 000 2 Alexander Kluge
* immer Erstausstrahlungen ohne Wiederholungen
** Jahresdurchschnitt 2001 Quelle: Presse-TV
